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10.01.2014

16:52 Uhr

Clearstream

Deutsche-Börse-Tochter wächst weiter

Das Wertpapier-Verwahrungsunternehmen Clearstream legt 2013 deutlich zu. Die Tochter der Deutschen Börse verwahrt derzeit zwölf Billionen Euro. Seit der Lehmann-Pleite hat Clearstream immer mehr an Bedeutung gewonnen.

Das Clearstream Hauptquartier in Luxemburg: Clearstream hat bereits 2012 35 Prozent zu den Nettoerlösen von Deutschlands größtem Börsenbetreiber beigetragen. ap

Das Clearstream Hauptquartier in Luxemburg: Clearstream hat bereits 2012 35 Prozent zu den Nettoerlösen von Deutschlands größtem Börsenbetreiber beigetragen.

FrankfurtDas Wertpapier-Verwahrungsunternehmen Clearstream gibt seiner Muttergesellschaft Deutsche Börse Rückenwind. Während der Handel des Frankfurter Börsenkonzerns mit Aktien und Derivaten 2013 stagnierte, legte Clearstream deutlich zu. Das für Kunden verwahrte Vermögen stieg im Dezember 2013 auf den Rekordwert von zwölf Billionen Euro, wie das in Luxemburg ansässige Unternehmen am Freitag mitteilte. Ein Jahr zuvor waren es noch 11,2 Billionen Euro gewesen. Die Zahl der abgewickelten Transaktionen kletterte im abgelaufenen Jahr um rund sechs Prozent auf 121 Millionen. Die neuen Anforderungen der Regulierer hätten das Geschäft der Börsen-Tochter 2013 beflügelt, sagte Clearstream-Chef Jeffrey Tessler. „Die Entwicklung der Märkte wird sich 2014 weiter beschleunigen.“

Nach dem Abschluss von Handelsgeschäften bucht Clearstream die Wertpapiere in die Depots und bewahrt sie für Banken und deren Kunden auf. Zudem hilft Clearstream den Instituten dabei, ihre Sicherheiten bei Geschäften weltweit optimal einzusetzen. Dies hat seit dem Zusammenbruch von Lehman Brothers an Bedeutung gewonnen, da Banken und Investoren seltener unbesicherte Geschäfte machen und die Aufsichtsbehörden größere Sicherheitspuffer verlangen.

2012 hat Clearstream bereits 35 Prozent zu den Nettoerlösen von Deutschlands größtem Börsenbetreiber beigetragen. In den nächsten Jahren könnte dieser Anteil weiter steigen. Denn während die Aussichten im Börsenhandel in Europa eher mau sind, sieht Deutsche-Börse-Chef Reto Francioni für Clearstream große Wachstumschancen. Durch die Expansion von Clearstream und Zuwächse im Geschäft mit Marktdaten und IT will Francioni dafür sorgen, dass der Konzern künftig unabhängiger von der Entwicklung an den Finanzmärkten wird.

Von

rtr

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