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10.04.2014

09:51 Uhr

Comeback am Markt

Positive Signale für griechische Anleihen

Lange konnte Griechenland nur mit fremder Hilfe finanziell überleben. Jetzt will es erstmals seit Ausbruch der Schuldenkrise wieder selbstständig Geld am Kapitalmarkt besorgen. Die Regierung ist sich des Erfolges sicher.

Es ist die erste Ausgabe einer länger laufenden Staatsanleihe, seitdem Griechenland 2010 mit milliardenschweren Krediten der EU vor der Pleite bewahrt wurde. dpa

Es ist die erste Ausgabe einer länger laufenden Staatsanleihe, seitdem Griechenland 2010 mit milliardenschweren Krediten der EU vor der Pleite bewahrt wurde.

AthenMit großer Spannung erwarten Anleger und Finanzexperten an diesem Donnerstag die Rückkehr Griechenlands an die Kapitalmärkte. Vier Jahre nach dem ersten Hilferuf will Athen sich wieder auf eigene Faust Milliardensummen bei Investoren beschaffen. Am Mittwoch hatte das Finanzministerium die Ausgabe einer Anleihe mit fünf Jahren Laufzeit angekündigt. Im Zentrum des Interesses steht nun, welche Zinsen Athen bietet und wie groß die Anleiheemission ausfällt. „Wir zielen auf 2,5 Milliarden Euro“, sagte ein hoher Funktionär des Finanzministeriums der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstagmorgen. Aus Kreisen des Ministeriums hieß es zudem: „Alles was unter 5,3 Prozent ist, ist für uns super.“

Es ist die erste Ausgabe einer länger laufenden Staatsanleihe, seitdem das Land 2010 mit milliardenschweren Krediten vor der Pleite bewahrt wurde. Der letzte Versuch verlief traumatisch: Athen wollte sich im April 2010 eine Milliarde Euro für 20 Jahre leihen. Es kamen aber nur Angebote für lediglich 390 Millionen Euro zusammen. Wenige Tage später richtete Athen einen Hilferuf an die Euro-Partner. Nun will das hochverschuldete Euroland angesichts der Beruhigung der Schuldenkrise testen, ob es sich wieder aus eigener Kraft finanzieren kann.

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Es sei „der große Schritt“, der das Land aus der engen Überwachung der Geldgeber befreien werde, titelte die Boulevardzeitung „Ethnos“. Das linke Blatt „Avgi“, das dem oppositionellen Bündnis der radikalen Linken (Syriza) nahesteht prophezeite dagegen „neue harte Sparmaßnahmen“ für die Griechen. „Spektakuläre Rückkehr an die Märkte“, titelte die konservative Athener Zeitung „Kathimerini“.

Das Buch mit den Angeboten soll nur wenige Stunden bis zum frühen Nachmittag geöffnet bleiben. „Wir werden es um 10.00 Uhr MESZ öffnen“, hieß es im Finanzministerium. Bereits jetzt zeichnet sich nach Angaben aus Athen ein starkes Interesse ab: Die inoffiziellen Angebote sollen nach neuesten Informationen bereits das vierfache des anvisierten Betrags übertroffen haben, hieß es.

Von

dpa

Kommentare (1)

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10.04.2014, 10:07 Uhr

"Bereits jetzt zeichnet sich nach Angaben aus Athen ein starkes Interesse ab: Die inoffiziellen Angebote sollen nach neuesten Informationen bereits das vierfache des anvisierten Betrags übertroffen haben, hieß es."
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Logisch, weil die Zocker, die diese Ramschpapiere kaufen, davon ausgehen können, daß im Falle des Platzens der deutsche Steuerzahler alternativlos für die Verluste aufkommt.
Griechenland war und ist mit seiner kreativen Buchführung nicht kreditwürdig, war es niemals und das im Prinzip seit 1833:

http://de.wikipedia.org/wiki/Griechischer_Staatsbankrott_von_1893

Liebe Redaktion, Wikipedia ist eine Online-Enzyklopädie und keine Werbung. Also bitte nicht wieder löschen wie schon so oft!

Es gibt nur eine vernünftige Lösung: GR im hohen Bogen aus der Eurozone werfen, am besten auch gleich aus der EU! So ein korruptes Entwicklungsland hat in der EU nichts verloren! Punkt!

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/06/21/griechenland-wird-als-entwicklungsland-eingestuft/

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