Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.08.2011

17:12 Uhr

David Harris im Interview

„Es gibt keine Alternative zu US-Staatsanleihen“

VonJörg Hackhausen

Amerika hat die Pleite abgewendet. Doch die Probleme hören damit nicht auf, meint David Harris von Schroders. Im Interview erklärt er, wie die Ratingagenturen reagieren und warum Investoren den USA trotzdem treu bleiben.

David Harris, Senior Portfoliomanager für US-Anleihen bei der Fondsgesellschaft Schroders. Quelle: Pressebild

David Harris, Senior Portfoliomanager für US-Anleihen bei der Fondsgesellschaft Schroders.

Die USA haben entschieden, dass sie künftig noch mehr Schulden machen. Gleichzeitig sind Einsparungen in Billionenhöhe vorgesehen. Reicht das, um die Schuldenkrise in den Griff zu bekommen?

Zunächst einmal ist entscheidend, dass man die unmittelbare Zahlungsunfähigkeit abgewendet hat. Die Schuldengrenze wird weit genug angehoben, um bis 2013 nicht wieder neu darüber verhandeln zu müssen. Das ist in unser aller Interesse.

Wie werden die Ratingagenturen reagieren?

Der Deal sieht Einsparungen in Höhe von 2,4 Billionen Dollar vor, die Kürzungen im Militärbereich mit eingerechnet könnte der Betrag bis auf 3,4 Billionen Dollar steigen. Das dürfte ausreichen, um die Ratingagenturen zumindest für die nächsten sechs Monate zum stillhalten zu bewegen. Danach muss man sehen, ob und in welchen Bereichen die Einsparungen durchgesetzt werden.

Eine langfristige Lösung für die Probleme ist nicht in Sicht. Wie wahrscheinlich ist es, dass die USA letztlich heruntergestuft werden?

Die Chancen stehen bei 50:50.

Was wäre an den Märkten los, wenn die USA ihre Top-Bonität verlieren?

Über diese Frage wurde schon so viel spekuliert. Wir haben darüber mit unseren Kunden gesprochen, wir haben andere Großanleger kontaktiert. Unser Eindruck ist, dass es keine Flucht aus US-Staatsanleihen geben wird. Es mag überraschend klingen, aber ich glaube, dass nicht viel passieren würde. Möglicherweise erleben wir sogar die paradoxe Situation, dass institutionelle Investoren nach einer Herunterstufung noch mehr US-Staatsanleihen kaufen.

Kommentare (12)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

CharlyW.

03.08.2011, 17:36 Uhr

Keine Alternative, alternativlos? Hab ich schon mal gehört. Damit wird jede Diskussion ganz demokratisch natürlich, abgewügt.
Unsinn pur. Wer im Bilde ist kauft Edelmetall, physisch!

Kevin

03.08.2011, 17:45 Uhr

Genau !
Ich und viele meiner Freunde und Bekannte haben physisch Edelmetalle gekauft.
Das Beste was man machen kann
Es wird soviel Blödsinn geschrieben und verbreitet....
Den Menschen ist der gesunde Versand abhanden gekommen
Sie werden "nachdenken" wenn es dann zu spät ist.
Wer seine Sinne einigermaßen beisammen hat denkt aber VORAUS

basler-geniesser

03.08.2011, 18:04 Uhr

Gold ist die nächste Bubble....

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×