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12.01.2018

17:50 Uhr

Dax aktuell

Dax schließt 0,3 Prozent fester – Euro steigt

Das Geschehen in Berlin tangiert die Dax-Anleger am Freitag nur moderat. Der Leitindex geht mit einem Plus von 0,3 Prozent aus dem Handel. Nach dem Bekenntnis zu Reformen der Euro-Zone steigt die Gemeinschaftswährung.

Börse am Abend

Dax schließt im Minus – starker Euro verdirbt Stimmung

Börse am Abend: Dax schließt im Minus – starker Euro verdirbt Stimmung

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FrankfurtAuf die Einigung in den Sondierungsgesprächen zwischen Union und SPD reagierten Börsianer am Freitag relativ unbeeindruckt. Der Dax legte moderate 0,3 Prozent zu auf 13.245 Punkte. Am Donnerstag hatte er wegen der aktuellen Euro-Stärke 0,6 Prozent auf 13.203 Punkte verloren.

Reaktionen auf den Ausgang der Gespräche in Berlin zwischen CDU/CSU und SPD gab es am Devisenmarkt: Der Euro notiert am Freitagabend mit 0,84 Prozent deutlich im Plus bei über 1,21 Dollar. Das am Morgen veröffentlichte Sondierungspapier beginnt mit einem Kapitel über Europa und einem Bekenntnis zu erneuerten europäischen Institutionen.

Union und SPD wollen demnach umfassende Reformen in der EU und der Euro-Zone anstoßen. „Wir wollen die EU finanziell stärken, damit sie ihre Aufgaben besser wahrnehmen kann“, heißt es in dem gemeinsamen Papier der Sondierer vom Freitag. CDU, CSU und SPD sind dafür bereit, dass Deutschland mehr Geld in den EU-Haushalt zahlt. Dies wird wahrscheinlich schon durch den britischen EU-Austritt nötig.

Die US-Steuerreform kommt die größte US-Bank JP Morgan Chase erwartungsgemäß teuer zu stehen. Wie das Geldhaus am Freitag in New York mitteilte, brach der Gewinn im vierten Quartal um 37 Prozent auf 4,23 Milliarden Dollar (3,5 Milliarden Euro) ein.

Die einmalige Belastung durch die kurz vor Weihnachten durch US-Präsident Donald Trump in Kraft gesetzte Steuerreform in den USA bezifferte das Institut auf 2,4 Milliarden Dollar. Ohne diesen Effekt hätte der Gewinn bei 6,7 Milliarden Dollar gelegen und damit in etwa auf Höhe des Vorjahresquartals. Mit unter dem Strich 24,4 Milliarden Dollar verdiente die Bank im Gesamtjahr 2017 aber ähnlich gut wie im Vorjahr. Auch die Pleite des deutsch-südafrikanischen Möbelkonzerns Steinhoff wirkt sich negativ aus: Die Bank musste einen gewährten Kredit in Höhe von 143 Millionen Dollar abschreiben.

Konkurrent Wells Fargo hingegen konnte von der Steuerreform profitieren. Der Gewinn der Bank stieg unter dem Strich im vierten Quartal um 18 Prozent auf 5,74 Milliarden Dollar, wie das Geldhaus aus San Francisco am Freitag mitteilte. Dazu trug der Sondereffekt aus der Steuerreform 3,35 Milliarden Dollar bei. Dass der Gewinn nicht noch stärker stieg, hängt mit den zahlreichen Skandalen zusammen, die die Bank erschüttert haben. Für die Bewältigung von Rechtsstreitigkeiten verbuchte das Institut im Schlussquartal eine Belastung von 3,25 Milliarden Dollar vor Steuern.

Für Aufsehen sorgten die Aktien von Puma. Sie stürzten um 14 Prozent ab, weil der französische Luxusmarken-Konzern Kering seine Mehrheitsbeteiligung an dem Sportartikelhersteller abgeben will. Händler führten den Kurssturz unter anderem darauf zurück, dass dadurch die Fantasie auf ein Übernahmeangebot für Puma zunichte gemacht worden seien. Mittelfristig sei aber positiv, dass Puma nun Chancen habe, in den Nebenwerteindex MDax aufzusteigen.

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Der MDax legte am Freitag um 0,3 Prozent auf 26.932 Punkte zu. Der Technologie-Index TecDax rückte um 0,5 Prozent auf 2.663 Punkten vor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,4 Prozent auf 3.607 Punkte.

In Tokio gab der Nikkei-Index am Freitag um 0,2 Prozent auf 23.654 Zähler nach. Der chinesische Shanghai Composite stieg um 0,1 Prozent auf 3429 Punkte.

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Kommentare (1)

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Herr Chris Woodley

12.01.2018, 16:10 Uhr

Als ob es irgend jemanden interessiert, welche "Flachzangen" gerade regieren oder nicht.

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