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02.10.2017

16:14 Uhr

Dax aktuell

Katalanen-Votum bringt Anleger nicht vom Kurs ab

Der Dax ist mit einem leichten Plus in den Handel gestartet. Lufthansa-Aktien klettern auf den höchsten Stand seit 2001. Der fallende Euro gibt dem Leitindex Rückenwind. Bis zum Rekordhoch im Juni fehlt nicht mehr viel.

Börse am Abend

Schwacher Euro treibt den Dax nach oben

Börse am Abend: Schwacher Euro treibt den Dax nach oben

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FrankfurtDas Ja der Katalanen zur Unabhängigkeit von Spanien hat die Anleger am deutschen Aktienmarkt relativ kalt gelassen. Der etwas niedrigere Euro zog sogar im Gegenteil Käufer an, da viele angesichts des für Exporteure günstigeren Wechselkurses auf sprudelnde Unternehmensgewinne setzten.

Der Dax stieg um 0,6 Prozent auf ein frisches Drei-Monats-Hoch von 12.902 Punkten, womit er nur noch rund 50 Zähler von seinem im Juni aufgestellten Allzeithoch entfernt ist. "Die Wall Street in Partylaune und ein schwächerer Euro sorgen erneut für Rückenwind auf dem Frankfurter Börsenparkett", fasste Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader zusammen.

Für die Wall Street signalisierten die US-Futures zu Wochenbeginn eine freundliche Eröffnung. Viele Anleger setzten auch in New York mit Blick auf die bald anlaufende Berichtssaison zum dritten Quartal auf höhere Unternehmensgewinne.

Aus Sorge vor einer politischen Krise in Spanien fiel der Euro um mehr als einen halben US-Cent auf 1,1750 Dollar. Zum einen könnte dadurch in Spanien das Wirtschaftswachstum in Mitleidenschaft geraten, sagte ein Börsianer. Zum anderen sei die Abstimmung ein weiterer Dämpfer für die Bemühungen Frankreichs, die Euro-Zone stärker zu integrieren. Schon das Ergebnis der Bundestagswahl vor einer Woche hatte den Euro belastet. Denn viele Anleger vermuten, dass eine mögliche Beteiligung der FDP an der Bundesregierung die deutsche Europa-Politik schwieriger macht.

Dax-Ausblick: Anleger wittern Rekord

Dax-Ausblick

Anleger wittern Rekord

Auf dem Aktienmarkt läuft es derzeit rund: Die Krisen des Jahres rücken in den Hintergrund, gute Wirtschaftsdaten kommen hinzu. Die neue Handelswoche könnte an der Börse Geschichte schreiben.

Spaniens Börse gab gegen den Trend nach und verlor 1,6 Prozent. Der Druck auf die Finanztitel bremste den EuroStoxx50, der kaum verändert notierte. Schlusslichter waren BBVA und Santander mit Abschlägen von je mehr als 2,5 Prozent.

Die Euro-Schwäche ging nach Einschätzung von Analysten der Commerzbank auch auf die Spekulation über steigende US-Zinsen zurück. US-Präsident Donald Trump will eigenen Angaben zufolge demnächst über die Nominierung des künftigen Notenbank-Chefs entscheiden. Insidern zufolge hat der Ökonom Kevin Warsh gute Chancen, Nachfolger von Janet Yellen zu werden. Warsh gilt als Verfechter einer strafferen Geldpolitik. Der Dollar verteuerte sich daraufhin deutlich.
Europaweit hoben die Aktien von Fluggesellschaften ab, nachdem die britische Airline Monarch überraschend Insolvenz anmeldete. Rund 110.000 Urlauber sind im Ausland gestrandet. "Passagiere werden sich beim nächsten Mal fragen, ob sie nicht lieber eine der etablierten Fluggesellschaften buchen", sagte ein Händler. Lufthansa stiegen um bis zu 3,6 Prozent auf 24,36 Euro und erreichten damit den höchsten Stand seit Februar 2001. Die Titel der British-Airways-Mutter IAG sowie die Papiere von Easyjet, Air France KLM und Ryanair legten zwei bis rund fünf Prozent zu.

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Nach Air Berlin und Alitalia ist mit Monarch allein in diesem Jahr die dritte Airline pleite. An der Börse setzen Händler darauf, dass Passagiere künftig bei etablierten Fluglinien buchen – und greifen bei den Aktien zu.

Europas Finanztitel fassten die Anleger dagegen nur mit spitzen Fingern an: Deutsche Bank und Commerzbank verloren je rund ein Prozent, die französischen Banken BNP und Societe Generale sowie die italienische Unicredit und Intesa SanPaolo je knapp ein halbes Prozent. Händler verwiesen darauf, dass nach dem Unabhängigkeitsvotum Kataloniens eine Straffung der Geldpolitik in der Euro-Zone schwieriger werde.

Wegen des Feiertags am Dienstag waren die Umsätze insgesamt im Dax aber eher mau. Die Börse bleibt am Tag der Deutschen Einheit geschlossen.

Kommentare (3)

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Herr Carlos Santos

02.10.2017, 09:57 Uhr


Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Wolfgang Zeuner

02.10.2017, 11:31 Uhr

was schreibt und redet ihr (HB) für ein Blödsinn, der Höchststand im DAX 30 war nach Börsenschluss am 19.06.2017 mit 12.888,95 Euro. Alle anderen Dax-Werte
während des Tagesverlaufs zählen nicht!!!!!
Bei einer Wirtschafts-Tageszeitung sollte man das wissen und voraussetzen.

Herr Peter Spiegel

03.10.2017, 10:46 Uhr

Wenigstens am 3.10. lassen die Tierquäler den Dax in Ruhe, man kann das Elend ausgelöst von Mini-Dividenden nicht mehr ertragen.

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