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06.10.2017

18:12 Uhr

Dax am Freitag

Dax scheitert an der Rekordmarke

Der deutsche Leitindex müht sich vergeblich an der 13.000-Punkte-Marke ab – und schließt leicht im Minus. Schwache Arbeitsmarktdaten aus den USA vermiesen den Anlegern zum Wochenende die Stimmung.

Börse am Abend

Dax schreckt vor 13.000-Punkte-Marke zurück

Börse am Abend: Dax schreckt vor 13.000-Punkte-Marke zurück

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FrankfurtDer Dax mimte am Freitag den Sisyphos: Schien bei Handelsbeginn ein Durchbrechen der magischen 13.000-Punkte-Marke durchaus wahrscheinlich, so begab sich der deutsche Leitindex im Tagesverlauf auf eine Berg- und Talfahrt. Anlass für zeitweise Minusstände bot eine Hiobsbotschaft aus Übersee: In den USA war die Anzahl neu geschaffener Jobs im September um 33.000 Stellen eingebrochen – der erste Rückgang seit sieben Jahren. Auf Grund der Belastungen durch die jüngsten Tropenstürme waren die Schätzungen der Experten zwar deutlich auseinandergegangen, mit einem Zuwachs hatten Analysten aber fest gerechnet.

Die Anleger reagierten verschreckt. So notierte der Dax bei Handelsschluss 0,1 Prozent im Minus. Die zweite Frankfurter Reihe, der MDax, gab um 0,5 Prozent nach. Für den paneuropäischen Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,3 Prozent abwärts. Für Thomas Altmann von QC Partners war die Aufregung auf dem Parkett überzogen: „Bei den neu geschaffenen Stellen wurde die Markterwartung zwar verfehlt. Dies kann aber auch an einem Mangel an Bewerbern liegen“.

Die Helaba urteilte: „Die Daten zum US-Arbeitsmarkt forcieren die Zinsspekulationen, ungeachtet der enttäuschenden Beschäftigungsentwicklung. Marktseitig kommt unserer Einschätzung nach der Entwicklung der Stundenlöhne ein höheres Gewicht zu als dem Beschäftigungsabbau.“ Die durchschnittlichen Stundenlöhne in den USA zogen zuletzt stärker an als erwartet.

Marktanalyst Jochen Stanzl von CMC Markets schlussfolgerte, dass der Sprung über die Marke von 13.000 Punkten nur aufgeschoben und nicht aufgehoben sein dürfte.

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Neben dem US-amerikanischen Arbeitsmarkt beschäftigte die Börsianer auch die politische Krise in Spanien. Ungeachtet des Verbots des spanischen Verfassungsgerichts will das katalanische Regionalparlament am Montag über eine Loslösung von Spanien debattieren. An der Madrider Börse setzte der Leitindex seine Talfahrt fort.

Die Aktien der Banco de Sabadell und der Caixabank rutschten zeitweise um 4,1 beziehungsweise 2,8 Prozent ab. Eine Verlegung der Zentralen in andere Teile Spaniens werde nicht alle Probleme der Institute lösen, warnten die Analysten der Berenberg Bank. Katalanische Kunden könnten sich wegen des Umzugs abwenden, während die beiden Banken andernorts weiter als katalanische Geldhäuser wahrgenommen würden. Die Nervosität der Anleger schwappte auf die übrigen Finanzwerte der Euro-Zone über. Sie büßten im Schnitt 0,2 Prozent ein.

Commerzbank-Analyst Ralph Solveen meinte: „Der Katalonien-Konflikt betrifft nicht nur Spanien, sondern auch die EU. Er stellt die Pläne des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Frage, die Währungsunion durch ein gemeinsames Budget, also durch mehr Umverteilung vermeintlich zu stabilisieren.“

Kommentare (4)

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Herr Peter Spiegel

06.10.2017, 08:26 Uhr

Der arme Dax soll auf 13000 Punkte klettern, obwohl er kaum Dividenden bekommt. Abgemagert ist das arme Tier, Mangelerscheinungen hat er auch, von der kalten Wurst am Buffet der Hauptversammlung, ganz zu schweigen von den blauen Flecken, die er sich bei diesen Veranstaltungen holt. Da liegt er nun, auf einer Bahre und soll auch noch klettern, wo bleibt der Tierschutz ?

Herr Chris Woodley

06.10.2017, 10:28 Uhr

Lieber Peter Spiegel,

bitte fahr doch einmal in die Werkstatt und lass alle Schrauben, die bei dir locker sind nachziehen.

LG
Chris

Herr Toni Ebert

06.10.2017, 13:21 Uhr

Herr Peter Spiegel06.10.2017, 08:26 Uhr
Der arme Dax soll auf 13000 Punkte klettern, obwohl er kaum Dividenden bekommt. Abgemagert ist das arme Tier,
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neeee, die DAX spingt hin und her, wie eine angeschossene Wildsau. Als Daytrader muss man schon tollkühn sein, um ihn zu traden.

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