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18.11.2011

20:21 Uhr

Dax-Ausblick

Alle Blicke richten sich auf die EZB

Die Notenbanker sollen es richten. Wenn die EZB den Geldhahn öffnet, könnte es zu einer Kurs-Bonanza kommen. Wenn nicht drohen hohe Verluste. In jedem Falle drohen hektische Kursbewegungen. Womit Anleger rechnen müssen.

Händler an der Frankfurter Börse: Anleger hoffen auf die EZB. dpa

Händler an der Frankfurter Börse: Anleger hoffen auf die EZB.

Rettet die EZB die Eurozone oder nicht? Diese Frage wird Aktienanleger in den kommenden Tagen auf Trab halten. Denn die Angst vor einem Übergreifen der Schuldenkrise auf starke Euroländer ist massiv gestiegen. Und damit auch die Angst vor einem finanziellen Kollaps. „Für eine Lösung der Schuldenkrise geht es inzwischen nicht mehr um die Mittel des EFSF, diese Diskussion ist abgehakt. Es geht nur noch um die Rolle der EZB“, sagt Aktienstratege Jörg Rahn vom Vermögensverwalter Marcard, Stein & Co.

Der europäische Rettungsfonds EFSF wird am Markt wegen seiner komplizierten und immer noch unklaren Ausgestaltung schon lange äußerst skeptisch gesehen. Sollten tatsächlich auch Italien, Spanien oder gar Frankreich auf Hilfe angewiesen sein, reichen dessen Mittel bei weitem nicht. „Die Zentralbank ist letzten Endes die einzige Instanz mit genügend Macht und Power, um das Ruder noch herumzureißen“, so Rahn.

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Warum es die Notenbank richten muss - auch wenn das die Inflation anheizt.

Der Vertrauensschwund in die Eurozone hat sich in den vergangenen Tagen vor allem am Anleihemarkt manifestiert. Die Risikoaufschläge auf Schuldenpapiere starker Euroländer wie Frankreich oder Österreich zogen deutlich an. Der Dax hat im Wochenverlauf vier Prozent verloren und lag am Freitagmittag 0,1 Prozent niedriger bei 5842 Punkten. Die Wochenverluste des EuroStoxx50 beliefen sich auf 3,5 Prozent.

In Griechenland und in Italien haben inzwischen neue Regierungen ihre Arbeit aufgenommen und tiefgreifende Reformen in Aussicht gestellt. Zur Beruhigung der Finanzmärkte reiche das aber nicht, konstatiert die Landesbank Berlin. Zu viel Vertrauen sei verspielt. „Der Druck auf die EZB wächst, deutlich mehr Anleihen der Peripherieländer zu kaufen und so die Staatsschuldenkrise zu bekämpfen“, schlussfolgert auch Volkswirt Michael Schubert von der Commerzbank. Die Bilanzrisiken für die Zentralbank hält er für überschaubar. Langfristige Risiken seien allerdings nicht wegzudiskutieren: „Der Patient lebt, aber der Arzt ist tot“, umschreibt Schubert das absehbare Problem der EZB.

Kommentare (15)

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goldhamster

18.11.2011, 20:43 Uhr

Wie funktioniert Geld, wie funktioniert unser System, was ist der Ausblick!

"Goldschmied Fabian" als Zeichentrickvideo. Eine Stunde die sich lohnt.
http://www.youtube.com/watch?v=OA4unG7uNas

Wollt Ihr dieses System? Denkt darüber nach!

EinBuerger

18.11.2011, 21:32 Uhr

"Rettet die EZB die Eurozone oder nicht?"

Bis zum dem Verfasser dieses Beitrages hat es sich noch nicht herumgesprochen dass auch die EZB nicht "retten" kann, sie kann nur Zeit erkaufen oder die Super-Inflation auslösen.

Retten hieße zu veranlassen dass die Länder einfach nicht mehr ausgeben als sie verkraften können. Das hat aber NICHTS mit der EZB zu tun. Im Gegenteil, schlägt die EZB zu wird NIEMAND mehr sparen.

Und von wegen Aktien-Bonanza: Na klar, wenn die EZB die Inflation startet steigen mit allen Preisen auch in der Folge die Aktien.
Super.

Wutbuerger

18.11.2011, 21:44 Uhr

Ich vermisse den mit der Brille auf dem Foto. Er ist hoffentlich wohlauf? Hat er vielleicht Urlaub in der Türkei? Oder ist Kohleschürfen in Südafrika?

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