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21.01.2012

16:29 Uhr

Dax-Ausblick

An den Märkten regiert der Optimismus

Der Höhenflug dieser Woche weckt Hoffnungen auf mehr. Experten rechnen damit, dass die Märkte ihre Gewinne halten können - Euro-Schuldenkrise hin oder her.

Der Dax könnte seine jüngsten Gewinne erstmal halten. dapd

Der Dax könnte seine jüngsten Gewinne erstmal halten.

Frankfurt, DüsseldorfHinter dem Dax liegt eine erfolgreiche Woche. Täglich schloss der deutsche Leitindex mit Gewinnen. Nur am Freitag lähmte die griechische Anleiheverhandlung die Anleger.

Ernsthafte Verluste bedeutete das nicht, die vier Prozent Gewinn dieser Woche konnte der Dax vorerst halten. Auf Jahressicht hat er bereits acht Prozent zugelegt. Nach und nach kehrt die Zuversicht an die Märkte und zu den Anlegern zurück. Analysten gehen davon aus, dass die Märkte ihre Gewinne in der neuen Woche verteidigen können. Der aktuelle Höhenflug weckt Hoffnungen auf mehr.

Die Schuldenkrise in der Euro-Zone konnte den Optimismus der Anleger (vorerst) nicht trüben. „Ich bin verhalten optimistisch, dass wir das Schlimmste hinter uns haben“, sagt Wolfgang Duwe, Aktienstratege bei der Bremer Landesbank. Ähnlich zuversichtlich äußert sich auch Heinz-Gerd Sonnenschein von der Postbank. „Es dürfte in der neuen Woche an den Märkten stabil bleiben, vielleicht sogar noch einen leichten Tick nach oben geben“, prognostiziert er. „Die Lage hat sich etwas beruhigt, dazu haben auch die erfolgreichen Anleiheplatzierungen von Euro-Ländern beigetragen.“

Die Commerzbank-Experten Jörg Krämer und Ralph Solveen sehen jedoch Risiken für den Dax: In den kommenden Wochen könne der Index "Gegenwind von den Unternehmenszahlen bekommen".

Überstanden ist die Schuldenkrise in Europa außerdem noch lange nicht. In Athen wird weiterhin um einen griechischen Schuldenschnitt gepokert. Wie es dort genau weitergeht, ist noch offen. Die Experten von der Landesbank Berlin mahnen angesichts der Unsicherheiten zur Vorsicht. „Schuldenkrise und Konjunkturausblick bergen weiterhin Abwärtspotenzial“, warnen sie in einem Kommentar.

Neben Griechenland bleibt Italien ein Sorgenkind. Am Montag stellt der italienische Ministerpräsident Mario Monti sein Reformpaket den Finanzministern der Euro-Zone vor. Dienstag treffen sich dann alle Finanzminister der Europäischen Union.

Kommentare (17)

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Bruzens

21.01.2012, 18:59 Uhr

Nur weil HB schreibt, dass der Optimismus regiert rate ich zum Kopf einschalten. In Griechenland gibt es immer noch kein Ergebnis, was das bedeutet, sollte doch klar sein. Und wenn nächste Woche dann logischerweise die Börsen wieder nachgeben, sollte man sich nicht wundern. Mit Magie hat das nichts zu tun, sondern Verstand.

Apollo

21.01.2012, 19:15 Uhr

Dieser Text könnte 1:1 so von mir stammen. Die Formulierung, dass nicht sein kann, was nicht sein darf habe ich letzt auch so geposted. Seit Monaten schreiben und reden die "Experten" gegen den Aufwind an..."leider" erfolglos...

hg67

21.01.2012, 19:21 Uhr

ich bin short für nächste Woche...aber danach auch wieder long

Klar..die Schlangen vor dem Amt werden vielleicht kürzer, aber wie sieht die finanzielle Lage der meisten Mitarbeiter aus..

Wenn man sich anschaut, was in Griechenland abgeht..Schuldenschnitt..das zahlen wir alle, oder was passiert mit den Anleihen der LV´s???

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