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11.05.2012

17:43 Uhr

Dax-Ausblick

Anleger bangen mit Griechenland und Spanien

Spanien strauchelt, Griechenland könnte die Finanzhilfen verlieren. Die neuesten Entwicklungen in der Schuldenkrise dürften in der kommenden Woche auch den Dax belasten. Die Stimmung an den Märkten ist getrübt.

Die kommende Börsenwoche dürfte - mal wieder - ganz im Zeichen der Euro-Krise stehen. dpa

Die kommende Börsenwoche dürfte - mal wieder - ganz im Zeichen der Euro-Krise stehen.

Frankfurt, DüsseldorfDie Euro-Krise lässt die Anleger am deutschen Aktienmarkt nicht los: Das hoch verschuldete Spanien gerät stärker ins Straucheln und dem Pleite-Kandidaten Griechenland droht ein Ende der Finanzhilfen, sollte das Land unter einer neuen Regierung von seinen Sparzusagen abweichen.

Die Stimmung unter den Anlegern sei getrübt, und das dürfte sich auch in der neuen Woche im Dax bemerkbar machen, prognostiziert Jörg Rahn vom Vermögensverwalter Marcard, Stein & Co. Ähnlich sieht das Markus Reinwand von der Helaba. Durchwachsene Konjunkturdaten rufen überwunden geglaubte Wachstumsängste wieder auf den Plan, so der Aktienmarktstratege. Am Freitag ging der Dax mit einem Plus von ein Prozent auf 6.579 Punkte aus dem Handel.

Auch die Analysten der Landesbank Berlin gehen davon aus, dass die seit Mitte März andauernde Talfahrt des Dax - seitdem hat er mehr als neun Prozent verloren - noch nicht beendet ist. Das Zittern der Investoren vor den Wahlen am vergangenen Wochenende habe sich als durchaus gerechtfertigt erwiesen, hieß es in einem Kommentar.

Die Analysten der DZ Bank bewerten den Dax nach den jüngsten Kursrutschen als "ausreichend günstig für einen Einstieg". Das zeige sich vor allem an einer KGV-Bewertung von 8,4 Einheiten und einer Dividendenrendite von 4,1 Prozent. Nach der Überreaktion im Mai werde der Leitindex "in den kommenden Monaten wieder in Richtung des Jahreshochs bei 7.200 Punkten steigen", schreiben die Analysten in ihrer wöchentlichen Wertpapierstrategie. Die Basis dafür sollen "leicht verbesserte konjunkturelle Frühindikatoren und bessere Quartalsergebnisse" bilden.

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Die Zukunft Griechenlands bleibt unklar. Am Freitag war abwechselnd von einem Scheitern der Regierungsbildung und von einem Vielleicht-klappt-es-doch die Rede. Nach den gescheiterten Versuchen der beiden stärksten Parteien bemühte sich der Chef der sozialistischen Pasok-Partei, Evangelos Venizelos, um die Regierungsbildung. Der Ausgang bleibt ungewiss. Finden die Parteien keinen gemeinsamen Weg, so dürfte es Neuwahlen geben.

Bei der Parlamentswahl waren die Parteien abgestraft worden, die den Sparkurs in dem hoch verschuldeten Land unterstützen. Griechenland droht Ende Juni das Geld auszugehen, wenn bis dahin keine neue Regierung im Amt ist und die Sparzusagen gegenüber den internationalen Helfern einhält. Das Szenario eines Austritts Griechenlands aus der Euro-Zone sei inzwischen sehr viel wahrscheinlicher geworden, schreiben die Analysten der HSH Nordbank.

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Neben der Lage in Griechenland wird beim Treffen der Euro-Finanzminister am Montag das Euro-Sorgenkind Spanien zentrales Thema sein. Das Land kommt ohne neue harte Einschnitte nach Prognose der EU nicht aus dem Schuldensumpf heraus. Zugleich macht der angeschlagene Bankensektor, der noch unter den Nachwehen einer vor vier Jahren geplatzten Immobilienblase leidet, weiter Probleme. "Kein guter Mix für einen ernsthaften Anlauf, das Vertrauen der Märkte zurück zu gewinnen", urteilen die Experten der Metzler Bank. Wie groß das Misstrauen ist, zeigte sich in der abgelaufenen Woche auch an der Entwicklung der Renditen der zehnjährigen spanischen Papiere. Sie kletterten in der Spitze bis auf 6,2 Prozent - ein Niveau, das sich der klamme Staat auf Dauer nicht leisten kann.

Kommentare (5)

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pendler

11.05.2012, 16:17 Uhr

nööö, wir bangen nicht

shorten kann man noch immer.

Account gelöscht!

12.05.2012, 12:57 Uhr

Selbst bei einer 50 %igen Investitions-Quote momentan in meinem Aktien-Portfolio, gehe ich nach wie vor davon aus auf 12-Monatssicht die Alternativ-Rendite im Tagesgeld durch Kursgewinne und Dividenden zu schlagen.

Und falls es doch noch mal richtig absackt, kauf ich dank prall gefüllter Kriegskasse eben kräftig zu !

Account gelöscht!

12.05.2012, 18:40 Uhr

Ihren Optimismus möchte ich bei diesen Meldungen auch mal haben.
Ich lasse einfach alles laufen, und schau mal was sich dabei ergibt.
Und von Dingen welche ich nicht verstehe, lasse ich eh die Finger.

Schönes WE

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