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12.11.2011

10:16 Uhr

Dax-Ausblick

Anleger fürchten politische Hiobsbotschaften

Die Aktienmärkte sind fest im Griff der Politik, Konjunkturnachrichten und Quartalsberichte finden kaum Beachtung: Für Spannung ist gesorgt, politische Nachrichten dürften den Dax weiter auf Berg- und Talfahrt schicken.

Nachrichten aus den EU-Krisenländern werden die Märkte auch in der kommenden Woche fest im Griff haben. Reuters

Nachrichten aus den EU-Krisenländern werden die Märkte auch in der kommenden Woche fest im Griff haben.

Frankfurt, DüsseldorfÜber Wohl und Wehe an den europäischen Aktienmärkten wird wohl auch in der neuen Woche einzig und allein die Politik entscheiden. Vor allem die immer noch schwelende Angst vor einem Kollaps Italiens und die sich hinziehende Misere Griechenlands dürften in den Köpfen der Anleger kaum Raum für andere Themen lassen.

Analysten sehen sich deshalb derzeit kaum in der Lage, Prognosen für die Entwicklung an den Börsen abzugeben. „Es wird am Markt weiter sehr volatil bleiben, je nachdem wie Italien sich gerade fühlt. Wenn die Zinsen dort wieder hoch gehen, wird es am Aktienmarkt auch wieder runter gehen“, sagte Markus Wallner, Aktienstratege bei der Commerzbank. In der zu Ende gehenden Woche war die Rendite der zehnjährigen italienischen Papiere zeitweise bis auf die kritische Marke von 7,5 Prozent gestiegen - das war der höchste Stand seit der Einführung des Euro und zudem das Niveau, auf dem Portugal und Irland unter den Rettungsschirm schlüpfen mussten.

Die Lage am Rentenmarkt entspannte sich etwas, als sich abzeichnete, dass der frühere EU-Kommissar Mario Monti als Favorit für die Nachfolge des Noch-Regierungschefs Silvio Berlusconi gilt. Bauchschmerzen bereitete den Anlegern zudem das Gezerre um die Bildung einer neuen Regierung in Griechenland.

Nach einem wilden Auf und Ab an den Börsen verzeichnete der Dax bis Freitagnachmittag ein Plus von knapp einem Prozent. Es ist beachtlich, wie stabil die Märkte auf die Zuspitzung der Schuldenkrise bislang reagierten, schreiben die Analysten der Landesbank Berlin in einem Kommentar. Für die Experten ist ein stärkerer Rücksetzer, auch bis zu den Jahrestiefs, bei anhaltender Sorge um Italien durchaus im Bereich des Möglichen. Die Aktienstrategen bringen die Lage auf den Punkt: „Das Umfeld für die Aktienmärkte stellt sich demnach weiter fragil und sehr anfällig dar.“ Auch sie rechnen nach wie vor mit starken Schwankungen. Spannend dürfte es daher am Montag werden, wenn Italien neue Anleihen begibt. Die Fragen, die sich die Börsianer derzeit stellen, sind: Finden diese Papiere Abnehmer - und zu welchem Preis?

Kommentare (15)

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Account gelöscht!

11.11.2011, 18:58 Uhr

Zitat: " Anleger fürchten politische Hiobsbotschaften "
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Und genau deshalb steigen wir in den nächsten Wochen bis Weihnachten auf 6500 - 6700. Der Mega-Pessimismus ist der beste Treibstoff für steigende Kurse !

Boersianer

11.11.2011, 22:11 Uhr

@ FlashGordon,

Korrekt, es fehlt nur noch der Zusatz: Absolut letzter Einstieg für die Xmas-Rally war gestern (Donnerstag zwischen 5700 - 5750). Der FDAX-Tiefstkurs, vor dem off. Xetra-Start bei 5666, dürfte wohl für sehr, sehr lange Zeit das Low gewesen sein - zumindest in 2011 !!!

Account gelöscht!

12.11.2011, 10:19 Uhr

Gut hats der, der schon drin ist. Schlecht für den, der noch rein muss. Denn der kriegt Performance-Druck mit der Benchmark bei der Jahresend-Rally.
Zum Glück, hatte ich vorgestern u.a. noch 500k DBK mit AQR 27,13 Euro bekommen. Den werde ich zwischen 32 - 33 wieder abladen !

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