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09.08.2014

11:33 Uhr

Dax-Ausblick

„Anleger sollten ihr Pulver trocken halten“

Ukraine-Krise, US-Luftangriffe im Irak und Gaza-Konflikt: Die Börsen gehen weltweit auf Talfahrt. Handelt sich um ein Sommergewitter oder steckt mehr dahinter? Laut einer Helaba-Studie hat der Dax noch Luft nach unten.

Ukraine-Krise, US-Luftangriffe im Irak und Gaza-Konflikt: Es könnte noch weiter nach unten gehen.

Ukraine-Krise, US-Luftangriffe im Irak und Gaza-Konflikt: Es könnte noch weiter nach unten gehen.

DüsseldorfMit Russland droht ein Handelskrieg, der Konflikt im Irak spitzt sich zu und die Berichtssaison fiel bislang eher durchwachsen aus: In dieser Gemengelage dürften sich Dax -Anleger mit Aktienkäufen in der neuen Woche zurückhalten, prognostizieren Börsianer.

Ein Hoffnungsschimmer ist die amerikanische Wirtschaft: „Sollten die anstehenden US-Konjunkturdaten überzeugen, könnte sich die Stimmung zumindest zeitweise etwas aufhellen“, sagt NordLB-Analyst Tobias Basse.

In der abgelaufenen Woche ging es für den Dax deutlich bergab. Erstmals seit März fiel der Leitindex wieder unter die Marke von 9000 Punkten, bis Freitagmittag kam er auf ein Minus von rund zwei Prozent. Seit Anfang Juli hat der Dax schon mehr als acht Prozent an Wert eingebüßt, der Dow-Jones-Index an der Wall Street 2,7 Prozent.

„Politische Börsen haben kurze Beine“, heißt eine Börsenweisheit. „In Anbetracht der Vielzahl an Krisenherden besteht das Risiko, dass dieses Mal die Beine etwas länger ausfallen können“, heißt es in einer Analyse der Postbank. Anleger fürchten, dass sich Russland und der Westen wegen des Ukraine-Konflikts immer weiter mit gegenseitigen Strafen belegen.

Im Vergleich zu den USA dürfte eine Sanktionsspirale die europäische Wirtschaft deutlich härter treffen, sagt Commerzbanker Lutz Karpowitz. Gerade Deutschland sei auf umfangreiche Energielieferungen aus Russland angewiesen, zudem wären von einer stärkeren Rezession in Russland auch viele osteuropäische Handelspartner betroffen, erklärt der Experte.

Langfristig sollten sich die Kurse wieder erholen - vorausgesetzt, die internationalen Konflikte spitzen sich nicht weiter zu. Auch die DZ Bank ist zuversichtlich, dass sich die Aktienmärkte im weiteren Jahresverlauf leicht positiv entwickeln werden. Daniel Saurenz von Feingold Research ist dagegen skeptischer, sollte es auch am US-Aktienmarkt deutlich nach unten gehen, könnte der Dax auf 8000 bis 8500 Zähler absacken.

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