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01.04.2017

08:10 Uhr

Dax-Ausblick

Anleger wetten auf neues Allzeithoch

VonGeorgios Kokologiannis

Der deutsche Aktienindex steht unmittelbar vor dem Sprung über seinen bisherigen Rekordstand im April 2015. Experten warnen jedoch vor überzogener Euphorie. Sie sehen vor allem ein Risiko.

Knackt der Dax sein bisheriges Allzeithoch vom April 2015? dpa

Börse Frankfurt

Knackt der Dax sein bisheriges Allzeithoch vom April 2015?

Bereits am ersten Handelstag des neuen Monats könnten an der Frankfurter Börse die Sektkorken knallen: Anleger haben den Dax zuletzt in Schlagdistanz zu seinem bisherigen Allzeithoch getrieben: Keine 80 Punkte trennen den deutschen Aktienindex von seinem Rekordstand vom April 2015 bei 12.390 Zählern. Ob der Dax in den kommenden Tagen weiter auf Rekordjagd gehe, könne auch davon abhängen wie die vielen Datenveröffentlichungen in der neuen Woche ausfallen, sagt Analyst Patrick Harms von der HSH Nordbank .

Vor allem aus den USA prasseln Konjunkturzahlen auf die Investoren ein. Zu den bedeutendsten gehören das Barometer für die Stimmung der Einkaufsmanager aus der US-Industrie zum Wochenstart sowie die am Freitag anstehenden Beschäftigtenzahlen. Hierzulande warten Anleger vor allem auf die Arbeitslosenzahlen und das Stimmungsbarometer der Einkaufsmanager für die Eurozone am Montag. Bei den deutschen Daten blicken Investoren in der zweiten Wochenhälfte auf die Entwicklung der Industrieproduktion und die der Auftragseingänge. Hier rechnen Ökonomen nach dem vorherigen starken Rückgang mit einer starken Gegenbewegung.

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Doch auch wenn der Optimismus momentan ungebrochen erscheint, mehren sich nach Einschätzung von Experten die Zeichen für eine Korrektur an den Börsen: „Aktien dies- und jenseits des Atlantiks haben das gegenwärtig fundamental abzuleitende Kurspotenzial ausgeschöpft“, sagt etwa Marktstratege Markus Reinwand von der der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Aufgrund des inzwischen nicht mehr attraktiven Chance-Risiko-Verhältnisses biete es sich an, die aktuellen Kursavancen für Gewinnmitnahmen zu nutzen.

Vor übertriebener Euphorie warnt auch sein Kollege Tobias Basse von der NordLB – selbst wenn dem Dax ein neues Rekordhoch gelingt, das „psychologisch gewollt“ sei: „Man darf die Signalwirkung eines neuen Dax-Rekordes nicht überbewerten“, so Basse. Schließlich seien US-Aktien bereits recht teuer – und einem größeren Rücksetzer an der Wall Street könnten sich die europäischen Börsen kaum entziehen.

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