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23.02.2013

09:11 Uhr

Dax-Ausblick

Anlegern steht ein heißer Ritt bevor

Die Wahlen in Italien verunsichern die Märkte. Doch auch aus den USA droht Ungemach: der Haushaltsstreit kocht wieder hoch. Die Dax-Bilanzsaison dürfte dagegen in den Hintergrund treten.

Börsenhändler in Frankfurt. Für den Dax könnte es wegen der Italienwahl ungemütlich werden. dpa

Börsenhändler in Frankfurt. Für den Dax könnte es wegen der Italienwahl ungemütlich werden.

FrankfurtIn der neuen Börsenwoche kommen zwar viele Unternehmensdaten, doch Anleger werden wohl notgedrungen stärker auf die Politik schauen. Italiens Wahl und der Haushaltsstreit der USA werden die größten Belastungsfaktoren für die Märkte sein.

Italien wählt und die Anleger am deutschen Aktienmarkt halten den Atem an. „Uns steht - egal, wer gewinnt - wohl eher eine düstere Woche im Dax bevor“, sagt Wolfgang Duwe, Stratege bei der Bremer Landesbank. Zweifel, ob das Land auch unter einer neuen Regierung an seinem Sparkurs festhält, könnten im deutschen Leitindex erst einmal für Rücksetzer sorgen, sagt der Experte. In der abgelaufenen Woche hatte der Dax rund ein Prozent zugelegt.

Börsenschreck Berlusconi

Die heftigsten Kursausschläge sind zu erwarten, sollte Ex-Regierungschef und Medien-Mogul Silvio Berlusconi die Wahlen für sich entscheiden. „Berlusconi erneut an den Schalthebeln der Macht in Italien wäre mit Abstand wohl die größte Katastrophe für die weitere Entwicklung in der Euro-Zone“, sagt Torsten Gellert vom Brokerhaus FXCM. Der 76-jährige Politiker und Unternehmer habe bereits mehr als deutlich gemacht, dass er sich den von Mario Monti angestoßenen Reformen verweigere.

Die Ratings der Euro-Länder

Belgien

S&P Rating: AA
Ausblick: Negativ
Moody's Rating: Aa3
Ausblick: Negativ
Fitch Rating: AA
Ausblick: Stabil

Deutschland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Estland

S&P Rating: AA-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Finnland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Frankreich

S&P Rating: AA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Griechenland

S&P Rating: B-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Caa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: B
Ausblick: Stabil

Irland

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Italien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Luxemburg

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Malta

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A3
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Niederlande

S&P Rating: AA+
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Österreich

S&P Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Portugal

S&P Rating: BB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba2
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: BB+
Ausblick: Negativ

Slowakei

S&P Rating: A
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Slowenien

S&P Rating: A-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Negativ

Spanien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Zypern

S&P Rating: B
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Caa3

Ausblick: Negativ

Fitch Rating: B-

Ausblick: Stabil

Berlusconi, der wegen Korruptions- und Sexskandalen in Dauerfehde mit der Justiz lebt, hat den Italienern nicht nur die Rücknahme von Steuererhöhungen, sondern auch eine Amnestie bei Steuerhintergehen versprochen. Den scheidenden Ministerpräsidenten Monti stellt er gern als Gefolgsmann Angela Merkels dar, der Italien mit einer von Berlin und Brüssel angeordneten Sparpolitik in die Rezession stürze.

Bei den Wählern kommt das offensichtlich gut an: In den letzten Umfragen konnte er mit seinem Mitte-Rechts-Bündnis ordentlich Boden gut machen. Weiterhin in Führung lag aber die Mitte-Links-Allianz unter Pier Luigi Bersani. Monti und sein Bündnis gemäßigter Parteien kamen nur auf den vierten Platz. Gewählt wird am Sonntag und Montag.

Kommentare (7)

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KORRUPTUS

23.02.2013, 11:58 Uhr

Die Börse an und für sich ist doch nichts anderes als die "Aussaat der Gier und Unvernunft". Hoffentlich kommt Berlusconi in irgendeiner Art zurück an die Macht. Es wäre unseren Diktatoren zu gönnen!

Forza_Italia

23.02.2013, 16:48 Uhr

Berlusconi - Forza Italia!

Account gelöscht!

23.02.2013, 16:59 Uhr

Na ich hoffe doch, mir steht heute Nacht wieder ein richtig "heißer Ritt bevor" :-) Der Rest ergibt sich.

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