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16.03.2013

09:45 Uhr

Dax-Ausblick

Aufgeschoben, nicht aufgehoben?

Analysten glauben an das neue Rekordhoch und gehen von weiter steigenden Kursen beim Dax aus. Doch Unsicherheitsfaktor bleiben die Schuldenstaaten Europas. Außerdem ist Vorsicht angesagt, wenn alle jubeln.

Ein Börsenhändler gestikuliert vor der Dax-Tafel in Frankfurt. War es das mit dem neuen Rekordhoch? Reuters

Ein Börsenhändler gestikuliert vor der Dax-Tafel in Frankfurt. War es das mit dem neuen Rekordhoch?

Der Dow Jones hat es vorgemacht und der Dax wird seinem Beispiel wohl bald folgen. „Die Chancen für ein neues Rekordhoch stehen nicht schlecht“, sagt Aktienstratege Carsten Klude von MM Warburg. „Wir gehen davon aus, dass sich der positive Trend der vergangenen Wochen fortsetzen wird.“

Kurssprünge seien aber nicht zu erwarten, betonen die Analysten von der Landesbank Berlin. Sie gehen davon aus, dass sich der deutsche Leitindex nur langsam an die bisherige Bestmarke von 8151,57 Punkten aus dem Jahr 2007 herantasten wird. In der zu Ende gehenden Woche legte er ein knappes Prozent auf 8.052 Stellen zu. Damit fehlen ihm derzeit noch rund 100 Zähler bis zu einer neuen Bestmarke.

Hoffen auf Konjunkturimpulse

Rückenwind für den Aktienmarkt erhoffen sich Börsianer von den anstehenden Konjunkturdaten. „Ein weiterer Anstieg insbesondere von Ifo- und Einkaufsmanager-Index würde unsere Erwartung untermauern, dass die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal wieder recht kräftig gewachsen ist“, sagt Commerzbank-Analyst Ralph Solveen.

Konjunkturindikatoren

ifo-Index

Der international beachtete Index basiert auf einer Befragung von etwa 7000 Unternehmen aus Bau, Einzelhandel und Industrie. In einem Fragebogen beurteilen sie ihre gegenwärtige Geschäftslage sowie die Erwartungen für die Zukunft. Beide werden im Geschäftsklima zusammengefasst. Der Index ergibt sich aus dem Saldo der Antworten gut und schlecht.

ZEW-Konjunkturerwartungen

Der vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) herausgegebene Index beruht auf der Befragung von 350 Analysten und Finanzmarktexperten. Sie geben dabei ihre Einschätzung über die künftige Wirtschaftsentwicklung ab. Der Index zur mittelfristigen Konjunkturentwicklung ergibt sich aus der Differenz der positiven und negativen Erwartungen über die künftige Wirtschaftsentwicklung. Er wird zur Monatsmitte erhoben.

Einkaufsmanagerindex

Wird von der britischen Forschergruppe Markit erhoben. Er beruht für Deutschland auf Umfragen unter Einkaufsmanagern von 500 repräsentativ ausgewählten deutschen Industrieunternehmen. Bestandteile des Index sind Auftragseingänge, Preise und Beschäftigung. Der Index hat einen relativ kurzen Vorlauf gegenüber der Produktion.

Baltic Dry Index (BDI)

Der BDI ist ein Preisindex für die Verschiffungskosten wichtiger Rohstoffe wie Stahl, Eisenerz, Kohle und Getreide auf Standardrouten. Er wird durch das Angebot an frei stehendem Schiffsladeraum und die Hafenkapazitäten beeinflusst. Da Rohstoffe als Vorprodukte am Anfang der Wertschöpfungskette stehen, ist der BDI ein guter Frühindikator für die Weltkonjunktur.

GfK-Konsumklima

Der GfK-Konsumklimaindex soll die Konsumneigung der Privathaushalte abbilden. Hierfür befragt das Institut monatlich 2000 repräsentativ ausgewählte Personen über ihr Anschaffungs- und Sparneigung auf Sicht von 12 Monaten sowie über ihre Erwartungen zur Gesamtwirtschaftlichen Situation.

Geldmenge M1

Das Geldmengenaggregat M1 umfasst den Bargeldumlauf und Sichteinlagen (jederzeit verfügbare Einlagen, zum Beispiel auf Girokonten). Sie ist ein Indikator für die Transaktionshäufigkeit in einer Volkswirtschaft. Steigt die Geldmenge M1, so wird in der Regel auch mehr gekauft.

Von Reuters befragte Analysten prognostizieren für den Ifo-Index, der am Freitag veröffentlicht wird, einen Anstieg auf 107,7 Punkte von 107,4 Zählern im Vormonat. Die Konjunkturindizes der Einkaufsmanager aus der deutschen Industrie und dem Dienstleistungssektor (Donnerstag) sind den Prognosen zufolge auf 50,5 und 55,0 Zähler gestiegen.

Am Donnerstag stehen zudem die US-Frühindikatoren und das Stimmungsbarometer der Federal Reserve Bank von Philadelphia (Philly-Fed-Index) auf der Agenda. Bei ersteren erwarten Experten einen Anstieg auf 0,3 von 0,2 Prozent. Der Philly Fed habe voraussichtlich auf minus 3,5 Punkte von minus 12,5 Zählern zugelegt.

Kommentare (8)

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Account gelöscht!

16.03.2013, 11:47 Uhr

Sehr geistreich.

Bond

16.03.2013, 12:03 Uhr

Ist doch schön alle denken nur an das nächste Hoch,an eine Korrektur die überfällig ist keiner.
Daher sollte man vorsicht agieren wir laufen jetzt schon in das fünfte Jahr der "Hausse"

IhrExchangeStabilisierungsfonds

16.03.2013, 13:38 Uhr

Vom jähen absturz spätsommer 2011 als der dax innerhalb von 8 wochen 36% an wert verlor, will keiner mehr was wissem.
KAUFEN! KAUFEN! KAUFEN! Diemal ist es gaaanz aanders.!

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