Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.10.2012

14:36 Uhr

Dax-Ausblick

„Aus Europa drohen Enttäuschungen“

Die Bilanzsaison beginnt kommende Woche. Analysten versprechen sich wenig Überraschungen, bereiten sich aber auch auf das Schlimmste vor. Investoren achten derweil mehr auf das Umfeld und weniger auf die Unternehmen.

Händler an der Frankfurter Börse: Die heiße Phase der Bilanzsaison beginnt. dpa

Händler an der Frankfurter Börse: Die heiße Phase der Bilanzsaison beginnt.

Die nächste Börsenwoche könnte langweilig von Seitwärtsbewegung geprägt oder von Enttäuschungen und Kurseinbrüchen gebeutelt werden. Die Meinungen gehen auseinander.

„Ich erwarte keine deutlich steigenden Kurse, weil es eine Woche ist, in der nur wenige Daten anstehen. Viele positive Nachrichten sind auch schon in den Kursen enthalten“, sagt Marktstratege Tobias Basse von der NordLB. In der ersten Oktoberwoche legte der Dax bis zum Freitagmittag 1,6 Prozent zu.

Die Aktienexperten der Commerzbank rechnen für die kommenden Wochen mit einer Seitwärtsbewegung, obwohl für die anstehende Berichtssaison eher negative Überraschungen drohten. Zwei Gründe gebe es dafür, dass sich der Markt trotzdem halten könne. „Dafür spricht einerseits die immer noch relativ niedrige Bewertung auf Basis des Kurs-Gewinn-Verhältnisses“, schreibt Aktienstratege Markus Wallner in einem Kommentar. „Andererseits sollten die angekündigten geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank die Lage weiter beruhigen.“

Börsen-Boom: Die gefährlichste Rally aller Zeiten

Börsen-Boom

Die gefährlichste Rally aller Zeiten

Die Aktienkurse sind zuletzt kräftig gestiegen. Und sie werden es weiter tun, sagen Experten. Viel weiter. Doch die wundersame Geldvermehrung hat Risiken und Nebenwirkungen. Eine Spurensuche

Dies sehen Analysten der DZ Bank ebenfalls so, allerdings nur für den Rentenmarkt: „Die nun etablierten Mechanismen sollten zunächst ausreichen, um eine erneute Panik an den Märkten zu verhindern.“ Für den Aktienmarkt sehen die Experten jedoch Gewinnmitnahmen als sinnvoll an. Nach dem Anstieg seit Mai ( rund 13 Prozent), wachse die Gefahr eine Konsolidierung. Bei der Berichtssaison würden Enttäuschungen aus Europa drohen. Die DZ Bank hat ihr Portfolio dementsprechend defensiver ausgerichtet. Folgen mehrere Marktteilnehmer dieser Ansicht, könnte der Dax nächste Woche kräftig einknicken - eine selbsterfüllende Prophezeiung.

Charts der Woche: Diese Aktien haben Investoren im Blick

Charts der Woche

Diese Aktien haben Investoren im Blick

Ein gelungener Stresstest, ein neuer Chef oder ein gutes Börsen-Debut: Es gab viele Gründe für Anleger, diese Woche zuzuschlagen. Oder Aktien zu verkaufen, weil die Nachrichten mies waren. Ein Überblick.

Alcoa startet Bilanzreigen

Am Donnerstag startet der Aluminiumkonzern Alcoa die Berichtssaison der US-Unternehmen. Von Reuters befragte Analysten rechnen damit, dass der Gewinn pro Aktie im zurückliegenden Quartal auf 0,01 Dollar gefallen ist von 0,15 Dollar im Vorjahr. Am Freitag gibt die Großbank JP Morgan Einblick in ihre Bücher. Hier erwarten die Fachleute einen Anstieg des Gewinns pro Aktie auf 1,21 Dollar.

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

06.10.2012, 15:29 Uhr

Zitat: "Die nächste Börsenwoche könnte langweilig von Seitwärtsbewegung geprägt oder von Enttäuschungen und Kurseinbrüchen gebeutelt werden, und "könnte der Dax nächste Woche kräftig einknicken."

Diesen Scheiß lese ich hier seit Wochen. Und die Leiden für jemanden wie mich, der auf eine hohe Bargeldposition hockt, werden von Woche zu Woche immer größer. Denn statt endlich mal richtig zu fallen (5-10%), steigt der Markt immer weiter. Seit gut 2 Monaten bin ich bis auf 2 Positionen (20K Infineon bei 4,95 € und 10K Rhön-Klinikum bei 15 €, beide mit einem automatischen 10% Stopp-Loss) zu 90% in Cash gebunkert auf dem Tagesgeld-Konto und hoffe und bete doch noch irgendwann wieder billig Aktien KAUFEN zu können um nicht die Jahresend-Rally zu verpassen.

MRS

06.10.2012, 15:55 Uhr

+++ Beitrag von der Redaktion gelöscht +++

Bitte achten Sie auf unsere Netiquette:
„Nicht persönlich werden“
http://www.handelsblatt.com/netiquette

Account gelöscht!

07.10.2012, 07:27 Uhr

Das Handelsblatt ist eine gefährliche Zeitung für Investoren, die sich auf das Urteil vom Handelsblatt verlassen. Wurden Investoren noch letzte Woche ermutigt in Aktien zu investieren, ist diese Woche schon wieder das Gegenteil angesagt.

So widersprüchlich habe ich das in noch keiner anderen Zeitung gesehen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×