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13.12.2014

12:08 Uhr

Dax-Ausblick

Börsianer setzen wieder auf die Notenbanker

VonNiklas Dopheide

Die letzte vollständige Handelswoche dieses Jahres verspricht Spannung. Denn nun tritt die US-Notenbank in Aktion. Wird sie wieder der Börse Aufschwung verleihen? Für die nächsten Tage gibt es widersprüchliche Signale.

Sie entscheiden derzeit darüber, wie sich die Aktienmärkte weiter entwickeln werden: FED-Chefin Janet Yellen und EZB-Chef Mario Draghi. dpa

Sie entscheiden derzeit darüber, wie sich die Aktienmärkte weiter entwickeln werden: FED-Chefin Janet Yellen und EZB-Chef Mario Draghi.

Schlechte Konjunkturaussichten in Europa, politische Unsicherheit in Griechenland und ein Ölpreis von 58 US-Dollar je Barrel drückten in der vergangenen Woche den Dax. Das deutsche Börsenbarometer verlor vergangene Woche mehr als vier Prozent und fiel zum Handelsschluss am Freitag unter die Marke von 9600 Zählern.

In Europa sorgen sich die Börsianer vor allem um Griechenland. Die dortige Regierung zog die Präsidentenwahl überraschend vom 15. Februar auf den 17. Dezember (Mittwoch) vor. Die Abstimmung sorgt seit Monaten für politische Ungewissheit: Sollte sich das Parlament nicht auf einen Kandidaten einigen können, stehen Neuwahlen an. Mit der Gefahr, dass der Sanierungskurs in dem südeuropäischen Land von der neuen Regierung beeendet wird.

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Nächste Woche stehen die Märkte wieder im Bann einer Zentralbank. Dieses Mal ist es die Federal Reserve in Washington, nachdem die europäische EZB in der ersten Dezemberwoche ihre weitere Geldpolitik öffentlich machte. Die Börsianer werden beim Statement der Fed ganz genau darauf achten, ob die Klausel, die eine Einführung von niedrigen Leitzinsen auf einen langen Zeitraum regelt, gestrichen wurde.

Das wäre ein definitives Zeichen, dass die Zentralbank aus der Politik des billigen Geldes endgültig aussteigt. Sollte das der Fall sein, ist damit zu rechnen, dass Fed-Chefin Janet Yellen wenige Monate danach die Zinsen erhöht.

Der Markt rechnet mit einem solchen Schritt. „ Das BIP-Wachstum war im zweiten und dritten Quartal 2014 zusammen so hoch, wie seit 2003 nicht mehr, die Stimmung im Unternehmensbereich ist prächtig, auf dem Arbeitsmarkt macht sich eine starke Aufhellung bemerkbar“, schreibt die Nord LB dazu. Spekulationen um ein Anleihekaufprogramm der europäischen Zentralbanken machen am Markt weiterhin die Runde. „Die Erwartungen bezüglich eines breiten Aufkaufprogramms von Staatsanleihen ist nochmals gestiegen“, kommentiert die Helaba das Gerücht.

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