Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.06.2012

13:00 Uhr

Dax-Ausblick

Das Angstniveau ist hoch

Am Wochenende soll Spanien den Hilfsantrag beim Rettungsfonds EFSF stellen. Anleger schienen am Freitag unsicher, wie sie diese Nachricht bewerten sollen. Die Krise wird die Märkte weiterhin belasten, meinen Experten.

Händler in Frankfurt: Die Schuldenkrise wird den Dax auch in der kommenden Woche belasten. dpa

Händler in Frankfurt: Die Schuldenkrise wird den Dax auch in der kommenden Woche belasten.

Frankfurt, DüsseldorfEine turbulente Woche liegt hinter dem Dax. Nach Höhen und Tiefen bleibt am Ende der Handelswoche ein kleines Plus von rund 0,7 Prozent. Das deutsche Börsenbarometer schloss mit 6130 Punkten. Am Freitag fiel der Leitindex rund 0,2 Prozent zurück.

„Die Kapitalmärkte glichen in der vergangenen Woche einer Achterbahn“, beschreibt Claudia Windt von der Helaba die Situation. „Eine Lösung der spanischen Bankenkrise ist bislang nicht gefunden, der weiterhin offene Wahlausgang in Griechenland mit der möglichen Folge eines „Grexit“ und schließlich Konjunktursorgen aus den USA und China setzten den Aktienmärkten gehörig zu“, fasst sie die vergangene Handelswoche zusammen.

Auch in der kommenden Woche dürfte die europäische Krisenpolitik das Marktgeschehen dominieren. „Die Schuldenkrise bleibt im Vordergrund“, sagt Marktstratege Jörg Rahn von Marcard Stein & Co. Vor allem Spanien steht im Fokus. Die Frage ist, ob das Land eine Geldspritze bekommt, um seine maroden Banken zu retten. Am Freitag machten Gerüchte die Runde, dass die spanische Regierung am Wochenende einen entsprechenden Antrag beim Rettungsfonds EFSF stellen werde. „Das ist grundsätzlich eine positive Nachricht, denn es wirkt erst einmal stabilisierend“, so Rahn. „Die EU nimmt Spanien noch vor der Wahl in Griechenland unter ihre Fittiche, damit die Unsicherheiten nicht überhandnehmen.“

Charts der Woche: Welche Aktien in turbulenten Zeiten gefragt sind

Charts der Woche

Welche Aktien in turbulenten Zeiten gefragt sind

Konjunkturdaten haben an der Börse viel aufgewirbelt. Einige Aktien sind aufgrund von Unternehmens-News ausgebrochen. Wieso Titel von Tech-Firmen stark schwanken und was Analysten bewirken, zeigen die Charts der Woche.

Auch Claudia Windt von der Helaba rechnet mit „einer gewissen Erleichterung an den Kapitalmärkten“, sollte Spanien in den kommenden Tagen Schutz unter dem Rettungsschirm finden. „Man könnte dann den Wahlausgang in Griechenland am 17. Juni mit etwas mehr Gelassenheit abwarten“, so Windt.

Seit Anfang Mai kommt der Dax immer noch auf einen Abschlag von gut zehn Prozent. „Nach einer kurzzeitigen Weltuntergangsstimmung ist wieder Atemholen angesagt“, schreiben die Experten der HSH Nordbank. Viele Marktteilnehmer gingen davon aus, dass die Politik den Ernst der Lage erkannt habe und nun entschieden handeln werde.

JP Morgan-Liste: 30 Aktien, die man haben muss

JP Morgan-Liste

30 Aktien, die man haben muss

JP Morgan stellt Aktien vor, die langfristig mit Gewinnen und satten Dividenden überzeugen.

Die Analysten der DZ Bank sprechen bereits von einem „Angstniveau“. „Der VDAX-Stand von 34 Punkten zeigt an, dass schon ein hohes Maß an Unsicherheit am Aktienmarkt eingepreist ist“, so die Experten in ihrer Wertpapierstrategie. Bisher zeichne sich aber nicht ab, „dass die realwirtschaftliche Entwicklung noch stärker als bisher erwartet durch die Schuldenkrise in Mitleidenschaft gezogen wird.“ Die Analysten gehen davon aus, dass die Kurse im Spätsommer zeitweilig noch höher stehen könnten. Eine solche Erholung könne aus aktueller Sicht jedoch nur ausgelöst werden durch die Hoffnung spekulativer Marktteilnehmer auf weitere geldpolitische Lockerungen der großen Zentralbanken.

Kommentare (6)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Boersenbeobachter

09.06.2012, 13:55 Uhr

... jedoch noch lange nicht hoch genug, sonst hätten die Kurse vergangene Woche nicht den größten Wochenanstieg 2012 verzeichnet. Der Euro ist sehr bald Geschichte, die endgültige Eskalation kommt dann in den Sommerferien wenn die Regierungen nicht voll handlungsfähig und der Normalbürger im Auslandurlaub ist. Wer jetzt Aktien kauft muß zu viel Geld haben - die gibt es demnächst MINDESTENS noch mal 20% günstiger!!! Nicht vergessen Griechenland und Spanien sind finanziellam Ende und das wird ganz ganz sicher auch an Deutschland nicht spurlos vorbei gehen trotz ESM ESFS EZB ... usw., dies sind nur Behruhigungspillen für den deutsche Michel. Vor der Griechenwahl am nächsten Wochenende wird es an den Börsen nochmal hoch hergehen zumal am nächsten Freitag großer Verfallstermin (Hexensabbat) an den Terminbörsen ist. Wie gesagt wer jetzt kauft ist mehr als mutig.

Thor

09.06.2012, 14:06 Uhr

Mal gespannt wie hoch das Angstniveau der verantwortlichen zaudernden POLITIKER des EU-Untergangs ist, wenn die Jagd des Mobs auf sie beginnt? Die Zeit des hinhaltens, zauderns und belügen des Volkes läuft mit jeder Sekunde gegen sie - die EU-Bombe ist von niemandem mehr zu entschärfen.

Account gelöscht!

09.06.2012, 14:08 Uhr

Woher haben die bloß den Schwachsinn "VDAX-Stand von 34 Punkten"?! Das grenzt ja schon fast an Desinformation und Verblödung. Am Freitag hat der VDAX bei 27,49 geschlossen, und der VDAX-New bei 28,44 mit einer intraday High/Low-Range von 29,36/28,25.

http://www.boerse-frankfurt.de/de/aktien/indizes/vdax+DE0008467408

http://www.boerse-frankfurt.de/de/aktien/indizes/vdax+new+DE000A0DMX99

Allerdings hat sich die ODAX Short-Straddle-Strategie, Strike 6000/Juni seit Anfang der Woche bisher ausgezahlt: Der Credit ist von satten 265 Punkten auf unter 200 Punkte am Freitag zusammengeschmolzen. Theta und Kappa sprechen weiter für den Optionsschreiber.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×