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28.05.2011

17:04 Uhr

Dax-Ausblick

Das Fahrwasser bleibt unruhig

Die an Brisanz gewinnende europäische Schuldenkrise und die US-Konjunktur haben den Dax fest im Griff. Sorge bereitet den Anlegern vor allem die Frage, wie viel Schwung die wirtschaftliche Erholung in den USA hat.

Anleger schauen in der kommenden Woche nach Übersee. Quelle: Reuters

Anleger schauen in der kommenden Woche nach Übersee.

Frankfurt, DüsseldorfAktieninvestoren sollten sich auch in den kommenden Tagen auf unruhige Zeiten einstellen: Nachrichten zur europäischen Schuldenkrise oder zu den konjunkturellen Perspektiven der USA könnten hohe Wellen schlagen und damit den Dax drücken. „Auch wenn die jüngsten Konjunkturdaten sicherlich noch keine Rezessionsrisiken spiegeln, so ist doch zumindest die Wachstumsfantasie verflogen“, sagte Analystin Claudia Windt von der Helaba. „Das Pulver der Konjunkturprogramme ist im Wesentlichen verschossen und die Unterstützung der Geldpolitik ebbt ab. Die Korrektur an den Aktienmärkten dürfte sich deshalb fortsetzen.“

Geraten Italien und Belgien in den Sog der Schuldenkrise?
Schon in den vergangenen Tagen hatte eine drohende Herabstufung der Bonität Italiens für Unsicherheit an den Märkten gesorgt. Die Ratingagentur S&P hat den Ausblick für die Kreditwürdigkeit von "stabil" auf "negativ" gesenkt, nun droht der drittgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone in den nächsten zwei Jahren der Entzug des "A+"-Ratings. Trotz der Ängste vor einer Ausweitung der Schuldenkrise sind die Analysten der Landesbank Berlin überzeugt, dass Italien die Haushaltskonsolidierung ohne fremde Hilfe in die Wege leiten wird. Auch in Belgien greift der Schuldenvirus um sich: Die Ratingagentur Fitch hat den Kreditausblick auf "negativ" gestellt. Grund ist die seit Monaten anhaltende politische Instabilität des Landes.

Zudem belastet die Frage, ob der IWF die nächste Kredittranche an Griechenland überhaupt auszahlt, die Stimmung an den Finanzmärkten. Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker hat mit seiner Andeutung für Bestürzung gesorgt. Im Fall der Fälle stünden die Euro-Länder unter massivem Druck, schnell zu einer einheitlichen Linie zu finden und eine Eskalation der Schuldenkrise zu verhindern. Die erneute Verschärfung hat den Dax auf Wochensicht rund zwei Prozent gekostet. Am Freitagnachmittag lag der Leitindex knapp im Plus bei 7125 Punkten.

Wie viel Schwung hat die US-Konjunktur?
Konjunkturdaten werden in der neuen Woche wohl die wesentlichen Impulse für den Markt geben. Vor allem aus den USA stehen zahlreiche Statistiken auf der Agenda. Zuletzt hatten die Daten zum Wirtschaftswachstum enttäuscht und Zweifel an einer nachhaltigen Erholung der weltgrößten Volkswirtschaft genährt. Auch der am Mittwoch anstehende Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe dürfte sich nach Einschätzung von Commerzbank-Volkswirt Bernd Weidensteiner im Mai verschlechtert haben. Er weist aber darauf hin, dass eine Abkühlung der Stimmung etwa zwei Jahre nach dem Ende einer Rezession nicht ungewöhnlich sei. Optimistisch ist Weidensteiner mit Blick auf den US-Arbeitsmarktbericht (Freitag). Vor allem der private Sektor dürfte im Mai weiter Stellen geschaffen haben, prognostiziert der Volkswirt.

Kommentare (1)

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29.05.2011, 11:14 Uhr

http://www.bundesbank.de/statistik/statistik_zeitreihen.php?first=1&open=&func=row&tr=AV3712&showGraph=1

"Die Ursache für das Sinken des Zinsfußes wird vorzüglich darin gefunden, daß die besonders rentablen Kapitalanlagen großen Maßstabes heute erschöpft sind und nur Unternehmungen von geringer Ergiebigkeit übrig bleiben. …Nur ein allgemeiner europäischer Krieg könnte dieser Entwicklung Halt gebieten durch die ungeheure Kapitalzerstörung, welche er bedeutet."

(Aus der Zeitschrift des Sparkassenverbandes, 1891)

Kein vernünftiger (nicht religiös verblendeter) Mensch wäre dazu bereit, in einer fehlerhaften (kapitalistischen) Marktwirtschaft zu arbeiten, wenn er weiß, dass ein nachhaltiges Wirtschaften unmöglich und der nächste Krieg - zwecks umfassender Sachkapitalzerstörung, um den Zinsfuß hochzuhalten - unvermeidlich ist.

Also wurde - durch die gezielte Programmierung des kollektiv Unbewussten - der Prototyp eines Kulturmenschen (Adam) erschaffen, der einigermaßen angstfrei in einer a priori fehlerhaften Makroökonomie überleben konnte, in der der Krieg der Vater aller Dinge war - bis zur Erfindung der Atombombe!

Die (allgemeine) Bewusstwerdung der Programmierung nennt sich "Auferstehung" (Apokalypse). Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert:

http://www.deweles.de/willkommen.html

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