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29.07.2011

20:13 Uhr

Dax-Ausblick

Das große Zittern vor der neuen Woche

Auch in der kommenden Woche wird die Zitterbörse anhalten. Die Schuldenkrisen in den USA und Europa haben die Märkte weiter im Griff. Daran dürfte auch die durchwachsen laufende deutsche Bilanzsaison nichts ändern.

Das Auf- und Ab des Dax geht weiter. Anleger schauen in der kommenden Woche gespannt auf die USA. Quelle: Reuters

Das Auf- und Ab des Dax geht weiter. Anleger schauen in der kommenden Woche gespannt auf die USA.

Frankfurt, DüsseldorfDie Schuldenkrisen in den USA und Europa werden dem europäischen Aktienmarkt nach Einschätzung von Börsianern auch in der kommenden Woche zu schaffen machen. Denn das Hickhack um die Anhebung der US-Schuldengrenze und das zweite Rettungspaket für Griechenland führe zu einem Vertrauensverlust der Investoren, warnen die Analysten von MM Warburg in ihrem Marktkommentar. „Für die Aktienmärkte ist dies problematisch, weil dieses Phänomen genau in dem Moment zu beobachten ist, in dem sich auch die konjunkturelle Situation verschlechtert.“

Auch von den Unternehmensbilanzen ist derzeit kaum Unterstützung für den Aktienmarkt zu erwarten, betonten die Experten der Landesbank Berlin (LBB). „Der Start in die heimische Berichtssaison verlief nicht so erfreulich wie nach dem überwiegend guten Quartalszahlen der US-Konzerne erhofft.“ Auf entsprechend unruhiges Fahrwasser müssten sich Aktienanleger einstellen. In der zurückliegenden Woche gab der Dax knapp drei Prozent nach. Der DAX schloss am Freitag bei minus 0,4 Prozent auf 7.159 Punkten. Im späten Handel hat der Dax die Verluste ausgeweitet. Der L-Dax schloss bei 7142 Punkten.

Verliert die US-Konjunktur weiter an Fahrt?
Den US-Konjunkturdaten messen Analysten derzeit noch stärkere Bedeutung zu als üblich. Sollten sie auf eine weitere Abkühlung hindeuten, erhöht sich das Risiko, dass die USA ihre Top-Bonitätsnote verlieren - unabhängig davon, ob die Zahlungsunfähigkeit der weltgrößten Volkswirtschaft in letzter Minute verhindert werden kann oder nicht. Das Hauptaugenmerk der Börsianer richtet sich auf die Beschäftigtenzahlen am Freitag. Von Reuters befragte Analysten sagen für Juli die Schaffung von 85.000 Stellen voraus, nach mageren 18.000 im Vormonat. Zwei Tage zuvor liefert der Bericht der privaten Arbeitsagentur ADP bereits Hinweise auf die offiziellen Zahlen.

Am Freitag sorgten schwache US-Konjunkturdaten an den internationalen Finanzmärkten für Abschläge. Mit einem auf das Jahr hochgerechneten BIP von 1,3 Prozent war das Wachstum der US-Wirtschaft im ersten Halbjahr deutlich niedriger als von Experten prognostiziert. Vor allem die US-Konsumenten, die für rund 70 Prozent der Wirtschaftsleistung aufkommen, zeigten sich zurückhaltend.

Kommentare (5)

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Sven

29.07.2011, 21:48 Uhr

Ich kann die Moderatoren nicht mehr verstehen. Auch dieser hier spricht vom großen Zittern. Mein lieber Freund es gibt kein Zittern. Das hat es drüben nie gegeben. Die lachen sich schon seit Wochen über uns tot, mit welcher Ehrfurcht wir die Opernaufführung dort sehen. Es ist ein für allemal die Tatsache, wenn es sich um den Dollar handelt, große Theateraufführungen inszeniert werden. Man nennt das Schmierentheater oder Schmieren-Komödie. Es ist doch eben so, daß es dort nichts anderes gibt, als das Gespräch über den Dollar. Das ist Sport, bitterernster Sport. Und wehe dem, wenn dabei gestört wird, bricht ein Krieg aus und der Angreifer wird mit allen Mitteln zur Strecke gebracht. Also, was lernen wir daraus, es geht weiter. Es ist alles bestellt, große Musik, Gesang durch einzelne Solisten, und auch Chöre sind bestellt. Und man strebt eine hollywoodgerechte Aufführung an. Warten wir ab und lassen uns überraschen.

Account gelöscht!

29.07.2011, 23:01 Uhr

wer nur bei steigenden märkten satte gewinne einfahren kann, der sollte heutzutage lieber die finger von dem zeug lassen. und wer "zittert", der sollte vllt. gleich ganz im bett liegen bleiben oder einen arzt aufsuchen.

Aktienhai

30.07.2011, 00:06 Uhr

Also ich habe auf http://www.google.de eben mal nach Chinesischen Meinungen gesucht, und worauf man immer wieder stößt: Die Chinesen lachen sich über unsere Politiker, denen fehlt die Handlungskraft, es ist eben alles nur Show.

Die USA ist doch eh pleite oder wie soll man Schulden von etwa 14 Billionen Dollar sonst nennen?

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