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16.08.2014

12:50 Uhr

Dax-Ausblick

„Dax hat nur noch wenig Potenzial“

Das Börsenbarometer hat nach den Verlusten zum Monatsanfang in der vergangenen Woche zu einer Gegenreaktion ausgeholt. Doch überzeugen kann das Börsianer nicht. Nächste Woche steht die US-Notenbank wieder im Fokus.

Welche Richtung nimmt der Dax? Bei dieser Spiegelung in einer Glaskugel steigt der Index kräftig. Das ist für die kommende Woche nicht zu erwarten. dpa

Welche Richtung nimmt der Dax? Bei dieser Spiegelung in einer Glaskugel steigt der Index kräftig. Das ist für die kommende Woche nicht zu erwarten.

DüsseldorfSo launenhaft wie der deutsche Sommer zeigt sich derzeit auch der Dax: In der abgelaufenen Woche hat der Leitindex bis Freitagmittag – bevor die Meldung über ein Gefecht in der Ukraine für einen Absturz um 250 Punkte sorgte – zwar rund drei Prozent gewonnen, „doch die Börsenampeln springen damit noch lange nicht wieder auf Grün“, sagt Niall Delventhal vom Brokerhaus FXCM.

Das zwischenzeitliche Plus sei nicht mehr als eine Gegenreaktion auf die zuletzt starken Verluste. Konjunktursorgen und die zahlreichen politischen Krisenherde dürften den Dax auch weiterhin anfällig für Rücksetzer machen, sind Börsianer überzeugt. Seit Anfang Juli hat er mehr als sieben Prozent an Wert eingebüßt.

Das kurzfristig noch vorhandene Aufwärtspotenzial nach dieser Korrektur ist als gering einzustufen, meint Christian Schmidt, technischer Analyst der Landesbank Hessen Thüringen (Helaba). Schließlich befinde sich der Dax weiterhin unter der 200-Tage-Linie, gebildet aus den Kursen der vergangenen 200 Handelstage. „Damit kann ein übergeordneter Abwärtstrend unterstellt werden“, sagt Schmidt. Diese These werde auch von anderen Analysetools untermauert.

Die Ukraine-Krise wie auch die Konflikte im Irak und Nahen Osten verunsichern die Investoren bereits seit Wochen. Hinzu kommen Zweifel an der konjunkturellen Entwicklung in der Euro-Zone. Anleger fürchten, dass der drohende Handelskrieg zwischen dem Westen und Russland gerade in der ohnehin fragilen europäischen Wirtschaft seine Spuren hinterlassen könnte. Wegen der Unterstützung der Separatisten im Osten der Ukraine hat der Westen russische Firmen mit Sanktionen belegt. Russland verhängte daraufhin Importbeschränkungen für Obst und Gemüse aus der EU.

Wo die Deutschen ihr Geld lagern

Festverzinsliche Wertpapiere (inklusive Zertifikate)

216 Milliarden Euro (vier Prozent)

Sonstige Anteilsrechte (zum Beispiel GmbH-Anteile)

199 Milliarden Euro (vier Prozent)

Aktien

300 Milliarden Euro (sechs Prozent)

Sonstige Anlageformen

355 Milliarden Euro (sieben Prozent)

Investmentfonds

450 Milliarden Euro (neun Prozent)

Versicherungen

1552 Milliarden Euro (30 Prozent)

Bargeld und Einlagen

2082 Milliarden Euro (40 Prozent)*

*Quelle: Deutsche Bundesbank

„Kurzfristige Aussicht: neutral; langfristige Aussicht: positiv“, beurteilt Anska Wöhrmann von Deutsche Asset & Wealth Management die aktuelle Lage auf dem deutschen Aktienmarkt. Für ihn ist die die Bewertung des Dax im internationalen Vergleich moderat, einige Titel haben durch die Korrektur an Attraktivität gewonnen.

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