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07.01.2011

14:41 Uhr

Dax-Ausblick

Dax kämpft mit Risikofaktoren

Die Aktienmärkte sind durchwachsen in das neue Jahr gestartet. Zwar hat der Leitindex die positive Grundstimmung in das neue Jahr hinübergerettet, doch die europäische Schuldenkrise bereitet weiterhin Sorgen. In der kommenden Woche rückt außerdem die US-Bilanzsaison in den Fokus der Anleger.

Der Handelsblatt Dax-Ausblick: Was bringt die neue Börsenwoche? Quelle: Handelsblatt

Der Handelsblatt Dax-Ausblick: Was bringt die neue Börsenwoche?

HB FRANKFURT/DÜSSELDORF. In der neuen Woche dürften die wirtschaftliche Entwicklung in den USA und der Finanzbedarf der Euro-Krisenstaaten die Anleger am deutschen Aktienmarkt auf Trab halten. Ob sich der Dax nachhaltig jenseits der 7 000-Punkte-Marke etablieren kann, hängt Börsianern zufolge maßgeblich von der Erholung der US-Wirtschaft ab.

Vor allem der Auftakt der US-Bilanzsaison und die am Freitag anstehenden Einzelhandelsumsätze für Dezember dürften daher genau unter die Lupe genommen werden. "Bei einem robustem Konsum könnte sich die Hoffnung auf eine starke US-Wirtschaftserholung verfestigen", sagte NordLB-Aktienstratege Tobias Basse.

Sorgen bereitet vielen Investoren weiterhin die europäische Schuldenkrise: Am Mittwoch wollen es die Portugiesen wissen, die als erster der südeuropäischen Schuldenstaaten in diesem Jahr die Kapitalmärkte mit längerlaufenden Anleihen anzapfen. Bis zu 1,25 Milliarden Euro wollen sie in Papieren mit Laufzeiten bis Oktober 2014 und Juni 2020 aufnehmen. Am Donnerstag folgen Spanien und Italien. In der abgelaufenen Woche hatten Deutschland und Frankreich bereits frisches Kapital aufgenommen. Portugal hatte sich mit kurzlaufenden Papieren vorgewagt und Anlegern dafür Rekordzinsen zahlen müssen. "Die unsichere Finanzsituation einiger Länder der Euro-Zone hängt wie ein Damoklesschwert über den Märkten", sagte Basse.

Keine neue Weichenstellung erwarten Analysten von der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Die Notenbank dürfte demnach bis auf Weiteres an ihrer Niedrig-Zinspolitik festhalten. "Darüber hinaus dürfte der Rat über die EZB-Anleihenkäufe und über die von der Zentralbankliquidität abhängigen Banken diskutieren, ohne allerdings Lösungen zu präsentieren", schreibt Commerzbank-Analyst Michael Schubert.

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