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25.07.2015

16:03 Uhr

Dax-Ausblick

Der Dax lässt es langsam angehen

VonIngo Narat

Fallende Rohstoffpreise und die schwelende Krise an den chinesischen Märkten dürften kommende Woche die Stimmung bei Dax-Anlegern dämpfen. Deutlich abrutschen sollten die europäischen Börsen deshalb aber nicht.

Nachdem er zuletzt stark geschwankt hat, dürfte es der Dax kommende Woche langsam angehen lassen. Imago

Schön langsam

Nachdem er zuletzt stark geschwankt hat, dürfte es der Dax kommende Woche langsam angehen lassen.

FrankfurtEs war kein schöner Wochenausklang für Dax-Anleger: Am Freitag ging der Dax deutlich geschwächt mit einem Minus von 1,4 Prozent bei 11.347 Punkten aus dem Handel. Und so wirklich besser dürfte es in der neuen Woche auch nicht werden. Denn die Sorgen der vergangenen Woche dürften auch in der kommenden Woche dominieren. Börsianer haben vor allem mit zwei Gedanken: den an die fallenden Rohstoffpreise, die schwelenden Krise in China und die anstehende Flut an Quartalsdaten. Alles drei dürfte die Tagestendenzen bestimmen.

Am Freitag fühlten die Anleger eine anhaltende Schwäche der Rohstoffpreise. Der entsprechende Bloomberg-Index lag so tief wie zuletzt vor 13 Jahren. Für den wichtigsten Energierohstoff Öl wurden nur noch 55 Dollar je Barrel gezahlt. Noch vor wenigen Wochen lag der Preis für die rund 159 Liter der Nordseemarke Brent bei knapp 70 Dollar.

Nicht anders sieht es bei den übrigen wichtigen Rohstoffen aus. Auch der Kupferpreis sinkt. Dahinter stecken die Sorgen vor einer wirtschaftlichen Eintrübung in China, einem wichtigen Verbraucherland für den am meisten beachteten Industrie-Basisrohstoff. Die Ängste wurden jetzt noch gestärkt, denn der Juli-Einkaufsmanagerindex fiel so schwach aus wie seit 15 Monaten nicht mehr. Nach wie vor drückt außerdem der Aktiencrash der vergangenen Wochen an den Inlandsbörsen auf die Stimmung.

Die größten Verwalter privater Vermögen

Der Markt für Vermögensverwalter

Der Markt für Verwalter privater Vermögen hat ein Volumen von 20,6 Billionen Dollar.
Die zehn größten Vermögensverwalter beherrschen davon 47 Prozent. Allein die UBS kommt auf einen Marktanteil von 9,9 Prozent.

In diesem Ranking nicht berücksichtigt: Vermögensverwalter, die sich nicht auf vermögende Privatkunden fokussieren, wie Blackrock.

Quelle: Scorpio Partnership

Die dynamischsten Vermögensverwalter

Das schnellste Wachstum unter den Vermögensverwaltern legte die BMO Financial Group aus Kanada hin. Durch Übernahmen wuchs das verwaltete Vermögen um 80 Prozent auf 326,4 Milliarden Dollar.

Unter den Top 10 Vermögensverwaltern wuchs JPMorgan Chase & Co. am schnellsten. Die Amerikanier steigerten das verwaltete Vermögen um 19 Prozent auf 428 Milliarden Euro.

Platz 10

Goldman Sachs, USA
Verwaltetes Vermögen: 363 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 10 Prozent

Platz 9

HSBC, Großbritannien
Verwaltetes Vermögen: 365 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): - 4,5 Prozent

Platz 8

BNP Paribas, Frankreich
Verwaltetes Vermögen: 371 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): - 6,2 Prozent
Veränderung zum Vorjahr (in lokaler Währung): + 6,3 Prozent

Platz 7

J.P.Morgan Chase & Co., USA
Verwaltetes Vermögen: 428 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 18,6 Prozent

Platz 6

Citi Bank, USA
Verwaltetes Vermögen: 551 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr: Keine Angaben, da die Bank ihre Berechnungsgrundlagen geändert hat.

Platz 5

Royal Bank of Canada, Kanada
Verwaltetes Vermögen: 704 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 4,6 Prozent
Veränderung zum Vorjahr (in lokaler Währung): + 13,8 Prozent

Platz 4

Credit Suisse, Schweiz
Verwaltetes Vermögen: 884 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): - 0,5 Prozent
Veränderung zum Vorjahr (in lokaler Währung): + 10,6 Prozent

Platz 3

Bank of America Merill Lynch
Verwaltetes Vermögen: 1,98 Billionen Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 6,3 Prozent

Platz 2

Morgan Stanley, USA
Verwaltetes Vermögen: 2,03 Billionen Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 6,1 Prozent

Platz 1

UBS, Schweiz
Verwaltetes Vermögen: 2,04 Billionen Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 3,5 Prozent
Veränderung zum Vorjahr (in lokaler Währung): + 15 Prozent

Quelle: Scorpio Partnership

Die Analysten sind eher skeptisch für Commodities. Experten der Citigroup empfohlen beispielsweise, auf weiter fallende Eisenerzpreise zu setzen. Die Belastungen treffen ebenfalls die Börsen aller Rohstoff exportierenden Länder, meistens Emerging Markets. Unter Druck stehen auch die Firmen aus dieser Branche. Es geht beispielsweise um große Konzerne wie die Minengesellschaften Rio Tinto, Vale oder BHP Billiton.

Weit besser kommen in den Einschätzungen die Aktienbörsen der Industrieländer weg. Die Hausse an den Aktienmärkten hält zwar nun schon sieben Jahre an. Das ist deutlich länger als in der Vergangenheit üblich. Die Investmentstrategen von Axa Investment Managers glauben jedoch, dass sich zurzeit so verhalten wie bei einer vorübergehenden Konsolidierung. Sie erwarten keine starke Korrektur an Wall Street und in Europa.

Fast euphorisch heißt es bei der Berenberg Bank, dass Börsenumfeld in Europa sei „exzellent“. Die Strategen setzen auf den niedrigen Euro, niedrige Zinsen, den niedrigen Ölpreis und das Anleihe-Kaufprogramm der EZB.Auf kürzere Sicht und damit in der neuen Handelswoche bleiben jedoch die Themen China und Rohstoffe oben auf der Agenda. Daneben wird die laufende Berichtssaison Aufmerksamkeit verlangen.

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