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06.09.2014

13:22 Uhr

Dax-Ausblick

Der große Sprung wird's nicht

Die frische Liquidität der Europäischen Zentralbank stützt den Aktienmarkt, doch die Eingriffe zeigen auch, wie ernst die Lage in Europa ist. Was für Anleger in der kommenden Woche wichtig wird.

Keine großen Sprünge: Die Chancen beim Dax sind in der kommenden Woche begrenzt. Getty Images

Keine großen Sprünge: Die Chancen beim Dax sind in der kommenden Woche begrenzt.

FrankfurtDie offenen Geldschleusen der Europäischen Zentralbank (EZB) dürften Aktienanleger in der neuen Woche bei Laune halten. „Auch wenn der Dax vielleicht keine großen Sprünge machen wird, sollte sich der positive Trend doch weitestgehend fortsetzen“, prognostiziert ein Börsianer. Zuletzt sorgte vor allem die Aussicht auf zusätzliches billiges Geld der EZB für Optimismus. Sie verhalf dem deutschen Leitindex auf Wochensicht zu einem Plus von knapp drei Prozent. An der Wall Street markierten der Standardwerteindex Dow Jones und der breit gefasste S&P 500 sogar neue Bestmarken.

EZB-Chef Mario Draghi habe mit seiner Zinssenkung und den geplanten Wertpapierkäufen die Börsenampel auf „sanftes grün“ gestellt, sagt Sarah Brylewski, Finanzmarkt-Expertin des Brokerhauses Ayondo. „Vertrauen die großen Investoren Draghi, dann könnte auch kommende Woche der Dax gesucht sein und ein Favoritenwechsel von US-Aktien zu europäischen Blue-Chips stattfinden.“ Letztere seien vergleichsweise günstig.

Nach Ansicht von Stefan Bielmeier, Bereichsleiter Research und Chefvolkswirt der DZ Bank, hat die EZB mit ihrem Programm „deutlich gemacht, dass sie auch weiterhin zu massiven Maßnahmen bereit ist, um die Konjunktur zu stützen und ein Abgleiten der Euro-Zone in die Deflation zu verhindern.“ An den Kapitalmärkten werde diese Bereitschaft positiv gesehen, denn mit den EZB-Maßnahmen werde die Aussicht auf weiterhin viel und billige Liquidität verbunden.

Uneingeschränkt positiv sieht Bielmeier das Maßnahmenpaket aber nicht: „Dieser Aktionismus der EZB ist eigentlich ein klares Indiz dafür, dass die Lage im Euro-Raum sehr ernst sein muss.“ In der Tat hat sich die wirtschaftliche und vor allem die politische Situation im Euro-Raum in den letzten Quartalen nicht zum Besseren gewendet. Zwar zahle sich in den ehemaligen Problemländern im südlichen Euro-Raum und in Irland der zum Teil harte Reformkurs inzwischen aus. „Einige dieser Länder befinden sich auf einem deutlich sichtbaren Kurs der Erholung“, so Bielmeier. „Die zwei großen Partner Deutschlands im Euro-Raum, Frankreich und Italien, haben sich strukturell aber nicht weiterentwickelt.“

In den USA stehe aktuell die Geldpolitik der dortigen Notenbank ebenfalls im Blickpunkt, allerdings unter anderen Vorzeichen, betont Marktanalyst Andreas Paciorek vom Brokerhaus CMC Markets. Wegen der anziehenden Konjunktur befürchteten Investoren, dass die Fed die Leitzinsen früher als bislang gedacht anzieht. Aus diesem Grund sei in der neuen Woche auch an der Wall Street nicht mit größeren Kursgewinnen zu rechnen.

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Quelle: Börse für Dummies

Der noch immer ungelöste Ukraine-Konflikt dämpfe die Stimmung zusätzlich, sagt Paciorek. Schließlich gebe es ungeachtet der ausgerufenen Waffenruhe und der geplanten Friedensgespräche immer wieder Berichte über Kämpfe zwischen ukrainischen Regierungstruppen und pro-russischen Separatisten. Die Krise könnte schnell auch die Wechselkurse in Bewegung bringen.

Bei den Konjunkturdaten richten sich die Blicke am Montag zunächst gen Osten. Dann sollen die chinesischen Außenhandelsdaten für August veröffentlicht werden. Von Reuters befragte Analysten rechnen mit einem Exportplus von acht Prozent nach 14,5 Prozent im Vormonat. Am Donnerstag stehen die Inflationsdaten der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft auf der Agenda. Hier sagen Experten im Jahresvergleich einen leichten Rückgang der Teuerung auf 2,2 von 2,3 Prozent voraus.

Kommentare (12)

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Herr Edi Haas

08.09.2014, 07:35 Uhr

Es reichen auch kleine Sprünge die man man mehrmals am Tag spielen kann denn wir handeln im Kreis.
Jetzt von 8 bis 9 Uhr kann man wieder super Geld verdienen wie NACH Handelsschluss,aber natürlich nur mit den Scheinen ohne X.Virtuell wertlos am nächsten Tag dann 400% und mehr.
Das Casino ist geöffnet jeder darf eintreten,nirgends verdient man so einfach Geld,denn Geld macht Geld und Draghi ist die Risikoversicherung.
Schaut auf meine Mürü und Linde die machen mich gleich wieder glücklich.
Nur der Kleinanleger wird nicht glücklich,denn der kauft nur Puten als einziger und wird ausgeknockt :)
Sonst einen guten Start in die neue Zockerwoche aber keine Angst ich lasse euch nicht allein und schreibe meine Meinung auch gern mehrmals täglich :) :)

Herr Edi Haas

08.09.2014, 07:45 Uhr

Was gab es wieder Schnäppchen am Freitag NACH Handelsschluss.
OK,innerbörslich waren wir stundenlang viel tiefer aber das spielt keine Rolle,wichtig ist nur der Schattenmarkt ohne Risiko aber lasst euch kein X für ein U vormachen ganz wichtig bei den virtuellen Scheinen

Herr Edi Haas

08.09.2014, 07:49 Uhr

Egal was gleich passiert immer daran denken alles muss dann auch noch innerbörslich bestätigt werden.
Denkt an die Stops denn das ausserbörsliche TT von
9.467
von Anfang letzter Woche muss natürlich auch noch bestätigt werden,deshalb muss man so aufpassen,dauernd muss noch irgendwas von irgendwann bestätigt werden.
Aber sonst ist es ein sehr einfaches Spiel im
Selbstbedienungsladen wie wir Profis,
also X_TRADER und ich
so sagen :)

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