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11.02.2012

15:43 Uhr

Dax-Ausblick

Der Schuldenpoker zerrt an den Nerven der Anleger

Doppeltes Ja oder doppeltes Nein? Die Entscheidung über das Spar- und Rettungspaket für Griechenland dürfte kommende Woche die Richtung an den Märkten vorgeben. Außerdem könnten Konjunkturdaten den Trend verstärken

Händler an der Frankfurter Börse: Alles schaut auf Griechenland. dpa

Händler an der Frankfurter Börse: Alles schaut auf Griechenland.

Frankfurt, DüsseldorfDer Dax wird in der neuen Woche zwischen positiven Konjunkturdaten und weiteren Sorgen um Griechenland stehen. Während die Konjunkturdaten die Kurse kräftig antreiben könnten, bleibt das griechische Schuldendrama ein Risiko. Die Entscheidung der Euro-Länder über das zweite Rettungspaket für Griechenland ist nun für den kommenden Mittwoch angesetzt.

Doch bereits Freitagnachmittag drückte die Sorge um weitere Streitereien rund um das griechische Sparpaket (nicht zu verwechseln mit dem Rettungspaket der Euro-Länder) den Dax deutlich ins Minus. Zeitweise büßte der Leitindex fast zwei Prozent ein. Damit endet die bisherige Gewinnserie des Dax, nach sieben Gewinnwochen in Folge ist Schluss. Zum Börsenschluss stand der Dax bei 6693 Punkten - rund 1,4 Prozent tiefer.

Charts der Woche: Spannung in der zweiten Reihe

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Mit guten Zahlen und Übernahme-Spekulationen weckten einige MDax- und kleinere Unternehmen diese Woche Anleger-Fantasien. Doch einige Aktien floppten. Was außerdem die Börse bewegte, zeigen die Charts der Woche.

Den Anlegern am deutschen Aktienmarkt kommt das wenig gelegen. Sie wollen derzeit lieber die Sorgen um das taumelnde Griechenland endlich über Bord werfen und investieren. „Es wird Zeit für eine Einigung mit Griechenland“, sagt Aktienstratege Jörg Rahn von Marcard, Stein & Co. Wenn diese große Unsicherheitskomponente endlich raus sei, könnte der Dax auch die 7.000 Punkte-Marke nehmen. Doch das anhaltende Gezerre um das zweite griechische Rettungspaket strapazierte das Nervenkostüm der Anleger.

Der Schuldenpoker in Griechenland geht jedoch immer weiter. Immerhin hatten sich die drei griechischen Regierungsparteien am Donnerstag auf ein neues Sparpaket verständigt. Gelöst sind die Probleme damit jedoch nicht. Denn für das zweite Rettungspaket sind aus Sicht der Euro-Länder noch nicht alle Voraussetzungen erfüllt.

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Die Zweifel an einer Rettung Griechenlands drückten auf die Stimmung.

Ein endgültiger Beschluss über die Finanzhilfen könne erst fallen, wenn das griechische Parlament am Sonntag das mit der Troika von EU, EZB und IWF vereinbarte Programm beschlossen habe, erklärte Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker. Am Mittwoch will die Euro-Gruppe erneut tagen, um eine abschließende Entscheidung zu treffen.

Für weitere Unruhe könnte bis dahin der Parteichef der rechtsgerichteten griechischen LAOS-Partei sorgen, der erklärte, das Sparpaket im Parlament nicht mittragen zu wollen.

Kommentare (19)

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Account gelöscht!

10.02.2012, 20:01 Uhr

Wieso stellen sich diese dämliche Analysten diese Frage nicht schon vor 1500 Punkten ?!
Ach ja, die müssen ja so lange den Markt " analysieren " - wie Ostern 2009, als der DAX von 3600 bis 5000 im Sommer lief, und sie erst dann kauften.
Naja, immerhin stieg er dann ja noch weiter bis 7500 (Mai 2011) .....

FreundHein

11.02.2012, 17:43 Uhr

"Der Schuldenpoker zerrt an den Nerven der Anleger"

ja und das HaBlabla zerrt kräftig mit. Wäre nett, wenn nicht jeder Pups aus Brüssel, Athen oder einem anderen verlorenen Nest hier groß auf Seite 1 rumposaunt wird.
Die Costa Concordia ist mittlerweile auch bei ferner liefen und wenn es am Montag wieder wärmer wird, ist auch das blödsinnige rumgeeiere auf den regenerativen Energien, die ja nun wirklich nicht für die Gasverträge mit totalitären Pseudodemokraten oder den aktuellen Netzausbau (der liegt bei RWE & Co.) verantwortlich sind, durch.

Mal im Ernst: Wen interessiert das feuchtwarme Gepupse noch? Die Griechen SIND pleite und wir haben einen Großteil des Ausfalls. Wäre nett, mal mehr nach vorne zu schauen.
Die verklemmten Winde von Papapornos (gr. Porne = Mieten) und den Eurokotzen (ich konnte mir das -kraten grade noch verkneifen, beleidigt alle anderen Bürokraten!) kann man der Vollständigkeit halber irgendwo in den Tiefen der Anleihesudeleien unter "Finanzen" verstecken.

Diese Idioten machen doch bloß wegen des vielen Publikums mit dem Schmierentheater immer weiter. Straft sie mit Ignoranz!

debrasseur

11.02.2012, 18:26 Uhr

Alles dreht sich, meiner Meinung nach daraum, wer eine befugte, "abschließende" Entscheidung treffen soll. Können, das könnte Juncker allemal. Aber warum soll er das, diesen "Ruhm" überlässt er gerne seinen "Verhinderern im Amt" Merckel und/oder Sarguozy.

Wo sind eigentlich die "verbeamteten" Lautsprecher der Kommission, der EZB und des IWF, wird sich mancher fragen. Gewiß, hier haben die "nationalen HerrscherINnen" in den Befindlichkeiten eher advantage, auch wenn der nächste Schlag voll im Aus landet.

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