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05.10.2013

10:13 Uhr

Dax-Ausblick

Der US-Haushaltsstreit lähmt die Märkte

Bis Mitte September ging es an den Aktienbörsen vor allem nach oben. Jetzt drückt der anhaltende US-Haushaltsstreit auf die Stimmung. Eine rasche Einigung könnte für positive Überraschungen sorgen.

Demonstration gegen den Government Shutdown: Viele öffentliche Einrichtungen sind wegen des US-Haushaltsstreits geschlossen. AFP

Demonstration gegen den Government Shutdown: Viele öffentliche Einrichtungen sind wegen des US-Haushaltsstreits geschlossen.

Solange sich Republikaner und Demokraten weiter im Streit um den US-Haushalt unversöhnlich gegenüber stehen, meiden Anleger das Risiko. Daher dürfte der US-Haushaltsstreit das Börsengeschehen auch in der neuen Woche bestimmen. Immerhin steht nichts weniger als die Zahlungsunfähigkeit der weltgrößten Volkswirtschaft im Raum, sollten sich die Parteien nicht bis Mitte Oktober einigen.

Der bereits in Kraft getretene „Government-Shutdown“ sorgt nicht nur dafür, dass alle Nationalparks geschlossene bleiben und entnervte Touristen vorzeitig abreisen. Am Freitag verhinderte der Zwangsurlaub von Staatsbediensteten auch die pünktliche Veröffentlichung der Arbeitsmarktzahlen. Die Bekanntgabe der Einzelhandelsumsätze am Freitag könnte ebenfalls scheitern. Am Mittwoch steht dennoch das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed auf der Agenda.

Fakten zum Dax

Fakt 1

Der Dax führt den Index der „Börsen-Zeitung“ fort. Basis der Indexberechnung ist der 30. Dezember 1987 mit einem Wert von 1.000 Punkten. Die historische Zeitreihe reicht bis 1959 zurück.

Fakt 2

Dem Dax gehören die Aktien der 30 größten und umsatzstärksten Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse an.

Fakt 3

Der Dax wird als Performance-Index berechnet und unterscheidet sich so wesentlich vom Dow-Jones-Index für die US-Standardwerte, in dem die Aktien nicht gewichtet sind.

Fakt 4

Das Gewicht einer Aktie bemisst sich nach dem Anteil an der gesamten Kapitalisierung der im Index enthaltenen Werte.

Fakt 5

Wichtigstes Kriterium für die Dax-Aufnahme sind der Wert des Unternehmens an der Börse (Marktkapitalisierung) und der Börsenumsatz. Jeweils zu Monatsbeginn erstellt die Börse eine Rangliste für Börsenumsatz und Marktkapitalisierung. Diese dient auch dem Arbeitskreis Aktienindizes als Entscheidungsgrundlage bei der Überprüfung des Index. Daneben werden unter anderem auch der Streubesitz oder die Sektorenzugehörigkeit berücksichtigt.

Fakt 6

Bei Dividenden- oder Bonuszahlungen wird die Indexberechnung um den Betrag der Barausschüttung korrigiert. Ähnliches gilt bei Kapitalmaßnahmen.

Fakt 7

Zur Dax-Familie zählen für die Nebenwerte der MDax und für die Kleinwerte der SDax, denen je 50 Werte angehören. Zudem gibt es den TecDax mit 30 Technologieaktien.

Fakt 8

Die Zusammensetzung des Dax wird einmal jährlich im September vom Arbeitskreis Aktienindizes überprüft. Diesem gehören die Deutsche Börse und Banken aus dem In- und Ausland an. Der Arbeitskreis tagt vier Mal im Jahr: im März, Juni, September, Dezember. Dabei überprüft er vor allem die Zusammensetzung der übrigen Indizes.

Fakt 9

Der Dax wird auf Basis der Xetra-Kurse von 9.00 bis 17.30 Uhr sekündlich berechnet. Danach gibt es einen L-Dax, der die Kursentwicklung an der bis 20.00 Uhr offenen Parkettbörse abbildet.



Bereits in der Vorwoche verlor der amerikanische Aktienindex Dow Jones Industrials etwa 1,7 Prozent an Wert. Die europäischen Märkte haben sich bisher gut gehalten und notieren nur unwesentlich unter ihren Höchstständen.

Der langfristige Aufwärtstrend beim Dax ist intakt, zeigt eine technische Analyse der Helaba. Auch für Euro und Bund-Future sind die Experten aus charttechnischer Sicht optimistisch.

Viele Investoren würden sich derzeit wegen der diffusen Lage in Amerika mit Käufen zurückhalten, obwohl sie grundsätzlich steigende Kurse erwarteten, sagt LBBW-Analyst Berndt Fernow. „Ist in Washington der Staatsfinanzierungs-Crash abgewendet, dürfte sich der Dax auf die positiven Konjunkturperspektiven besinnen und zu neuen Kurshöhen aufschwingen.“


Kommentare (4)

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Charly

05.10.2013, 14:58 Uhr

"Der US-Haushaltsstreit lähmt die Märkte"

Blödsinn, die Konzerne die vom "Government-Abschuss" betroffen sind, kommen praktisch allesamt aus dem Rüstungsbereich.
Darauf kann man gut verzichten.

Ich kann nur Vorteile durch den Shutdown erkennen.
Ausserdem werden NSA & Co. und andere staatskriminelle Organisationen behindert, die Militärmaschine ausgebremst.
Die Verbrecherbanken werden geschädigt.

Weitermachen !

Account gelöscht!

05.10.2013, 15:16 Uhr

Obama handelt wie ein Sozialist. Immer mehr Schulden und immer mehr Planwirtschaft (staatliche Hilfsgelder) für Kommunen und die Bevölkerung. Nach Obama-Health-Care kommt dann noch ein Haus für jeden Obama-House-Care ?

Seit 2007 als Obama die US-Schulden mit 8.5 * 10 hoch 12 Dollar Schulden übernommen hatte hat sich dieser Betrag verdoppelt auf jetzt 16.2 * 10 hoch 12 Dollar Schulden. Dieser Politik-Stil der "gekauften Wähler-Stimmen" ist falsch, da er das Leistungs-Prinzip ausser Kraft setzt, Eineninitiative und Eigenverantwortung lähmt.

Schluss damit. Sollen die US-Treasury-Bonds doch zusammenbrechen. Wann wenn nicht jetzt, als Warn-Signal dass Schuldenmachen der Staaten der falsche Weg ist. Die Sozialisten sollten an ihren Schulden zusammenbrechen. Ein Ende mit Schrecken quasi. Riesige Verluste von Goldman Sachs (CEO Blankfein) wären das Resultat. Na und ? Das wäre eine ökonomische Lehre für die ganze Welt. Draghi muss auch damit aufhören ! Keine Rückzahlung mehr. Keine Zinsen mehr.

Republikaner handeln verantwortungsvoll für die Zukunft unserer Kinder und gegen das Geld- und damit Macht-Monopol der Sozialisten.

chrisyy

05.10.2013, 19:05 Uhr

habe was gefunden, "Flash-Trading: Jetzt auch bei US-Staatsanleihen" !

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