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03.03.2012

10:00 Uhr

Dax-Ausblick

Die Chancen auf weitere Gewinne stehen gut

In der neuen Woche wird der Dax erneut an der Marke von 7.000 Punkten kratzen. Zuletzt ist er mehrmals daran gescheitert. Die Schuldenkrise und ein steigender Ölpreis könnten den Leitindex weiter aufhalten.

Der Handelssaal in Frankfurt: Knackt der Dax in der kommenden Woche die 7.000-Punkte-Marke? Reuters

Der Handelssaal in Frankfurt: Knackt der Dax in der kommenden Woche die 7.000-Punkte-Marke?

Frankfurt, DüsseldorfDer Dax hat in der vergangenen Woche nach neuen Impulsen gesucht. Verglichen mit dem Tender der Europäischen Zentralbank rückte die Bilanzsaison in den Hintergrund. Vor allem am nachrichtenarmen Freitag verlebte der Index einen ruhigen Tag. Insgesamt bleibt am Ende der Woche ein Plus von 0,9 Prozent, der Index stand bei Börsenschluss am Freitag bei 6921 Punkten.

Damit hat der Leitindex seit Mitte Dezember nur eine einzige Handelswoche mit einem Minus beendet. Damals hatte die EZB den europäischen Geldhäusern Kredite im Rahmen eines sogenannten Langfrist-Tenders erstmals Kredite mit einer Laufzeit von drei Jahren zum Mini-Zins von einem Prozent gewährt.

Weniger Wirkung als erwartet zeigte der neue Tender der Europäischen Zentralbank. Ein Teil der Multi-Milliarden-Euro-Kredite der EZB wird nach Einschätzung von Börsianern noch seinen Weg in den deutschen Aktienmarkt finden. Da sich zudem die Aussichten für die Weltwirtschaft verbesserten, habe der Dax gute Chancen, in der neuen Woche erstmals seit August 2011 wieder die psychologisch wichtige Marke von 7.000 Punkten zu überspringen.

„Wenn wir diese Hürde überspringen, ist der Weg frei bis 7.200 Punkte“, sagte ein Börsianer. Ein erneutes Hochkochen der Schuldenkrise oder ein weiterer Anstieg des Ölpreises könnte Investoren allerdings einen Strich durch die Rechnung machen.

Gerade diese beiden Faktoren bleiben ein Risiko für den deutschen Leitindex. Die positive Grundstimmung kann Börsianern zufolge schnell kippen, wenn eine Eskalation der Spannungen mit dem Iran die Furcht vor einer Öl-Knappheit schürt. "Das Risiko einer Eskalation des Iran-Konflikts wurde an den Märkten im Februar zeitweilig als signifikant eingeschätzt", fassen Analysten der Landesbank Helaba zusammen. Entsprechend seien auch die Rohölnotierungen trotz der recht ausbalancierten physischen Märkte nach oben geschnellt. Vor allem die spekulativen Netto-Long-Positionen der Rohölsorte WTI erreichten Rekordstände - vor allem aufgrund einer Falschmeldung des Iran über die angebliche Explosion einer saudi-arabischen Öl-Pipeline.

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„Der Ölpreis ist derzeit etwa zehn bis 15 Dollar höher, als es durch Angebot und Nachfrage gerechtfertigt wäre“, rechnet Aktienstratege Matthias Thiel von MM Warburg vor. Ein weiterer Anstieg der Rohstoff-Preise mit entsprechenden negativen Auswirkungen auf den Aktienmarkt sei aber nicht auszuschließen.

Die Schuldenkrise könnte die Anleger gegen Ende der Woche einholen. Bis zum Donnerstag müssen sich die privaten Anleihe-Gläubiger Griechenlands entscheiden, ob sie sich an der Umschuldung beteiligen und ihre Papiere in neue, geringer verzinste Titel mit einer längeren Laufzeit eintauschen. Am Tag darauf will sich die Euro-Gruppe mit diesem Thema beschäftigten. Das offizielle Ergebnis soll am darauffolgenden Montag bekanntgegeben werden.

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

03.03.2012, 10:14 Uhr

Das Handelsblatt sieht Chancen auf weitere Gewinne. Die Rallye ist zu Ende. Es wird Zeit zu verkaufen.

sporty

03.03.2012, 10:48 Uhr

Tja, wenn ich höre, dass das Handelsblatt jetzt am zweiten Tag für den Dax trommelt, dann wird es Zeit, aufzupassen.
Wer nur mal am Freitag den DAX-Chart anschaut, fragt sich, was da wieder abläuft. Hoch, runter, hoch, runter, hoch, runter,...

Wo bleiben den die institutionellen Anleger, liebes Handelsblatt?
Berichten Sie doch mal darüber, warum die großen Anleger nicht einsteigen und lieber ihr Geld in Staatsanleihen, etc. parken.
Anscheinend ist es da noch sicherer, weil der Bürger haftet.

Account gelöscht!

03.03.2012, 13:34 Uhr

Wie war das doch gleich mit dem Superbowl-Indikator .....

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