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18.04.2014

12:22 Uhr

Dax-Ausblick

Die Luft ist raus

VonJörg Hackhausen

Was wird aus dem Dax? Bisher war das Börsenjahr ein einziges Hin und Her. Anleger müssen sich damit abfinden, dass die Rally vorbei ist. Das heißt aber nicht, dass gleich der Absturz droht.

Börsianer haben derzeit wenig Grund zum Jubeln.

Börsianer haben derzeit wenig Grund zum Jubeln.

DüsseldorfDie Rally ist für den Dax vorbei. Wer das noch nicht gemerkt hat, muss sich nur den Chart seit Beginn des Jahres anschauen. Der Index hat mehrfach Anlauf auf die Marke von 10.000 Punkten genommen – und ist immer wieder daran gescheitert. Bis auf knapp 9.800 Punkte ging es hoch, dann wieder runter bis fast auf 9.000 Punkte. Aktuell notiert der Dax bei 9.400 Zählern.

Konjunktur: Erholung eingepreist

Die zaghafte Erholung der Konjunktur in Europa haben die Börsen schon vorweg genommen. Hier dürfte es zunächst keine weiteren Impulse geben. In den letzten Monaten sei der seit Herbst 2012 bestehende Aufwärtstrend bei den Stimmungsindikatoren im Euro-Raum ins Stocken geraten, schreiben die Experten der Commerzbank.

Dies wird sich auch an den in der kommenden Woche anstehenden Konjunkturdaten ablesen lassen: dem Einkaufsmanagerindex für die Industrie in Europa (Mittwoch, 10 Uhr) und dem Ifo-Geschäftsklima (Donnerstag, 10 Uhr). In den USA wächst die Wirtschaft nach dem strengen Winter zwar wieder stärker, dafür lässt aber die Dynamik in den Schwellenländer nach.

Entwicklung von Aktienindizes - 1. Quartal 2014

Japan

Nikkei

- 8,88 Prozent

Großbritannien

FTSE 100

- 2,23 Prozent

USA

Dow Jones

- 0,72 Prozent

Deutschland

Dax

+ 0,04 Prozent

Euro-Zone

Euro Stoxx 50

+ 1,69 Prozent

Frankreich

CAC 40

+ 2,22 Prozent

Spanien

Ibex 35

+ 4,27 Prozent

Italien

FTSE MIB

+ 14,36 Prozent

Griechenland

ASE Index

+ 14,88 Prozent

Portugal

PSI 20

+ 15,99 Prozent

Unternehmen: Gewinne enttäuschen

Auch die Unternehmen können kaum noch mit guten Nachrichten aufwarten. Die Firmen hätten derzeit mit ordentlich Gegenwind zu kämpfen, sagte Manoj Ladwa von TJM Partners. Die gerade begonnene Bilanzsaison verläuft bislang eher schleppend: Laut Thomson Reuters StarMine haben 60 Prozent der europäischen Unternehmen, die bislang Zahlen vorgelegt haben, die Erwartungen verfehlt.

Jüngstes Beispiel ist SAP: Der erfolgsverwöhnte Software-Konzern enttäuschte am Donnerstag die Erwartungen. Sowohl für Umsatz als auch Gewinn hatten Analysten größeres Wachstum erwartet. Die Aktie fiel um fast drei Prozent.

In der nächste Woche kommen Zahlen von McDonald's, Philips (Dienstag), Apple, Facebook (Mittwoch) sowie Amazon, General Motors und Renault (Donnerstag).

Weltpolitik: Ukraine droht Zerfall

Im Osten der Ukraine kam es in der vergangenen Woche zu Kämpfen zwischen prorussischen Kräften und ukrainischen Soldaten. Der Ukraine droht die Spaltung, im schlimmsten Fall ein Krieg. Der russische Präsident Wladimir Putin spricht inzwischen offen über eine mögliche militärische Intervention im Nachbarland. „Ich hoffe sehr, dass ich nicht von dem Recht Gebrauch machen muss“, sagte Putin am Donnerstag im russischen Fernsehen. Er spielte damit darauf an, dass das Parlament ihm das „Recht“ zur Entsendung von Truppen in die Ukraine gegeben hatte. Gleichzeitig beriet der Westen über weitere Sanktionen gegen Russland.

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