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05.01.2013

14:32 Uhr

Dax-Ausblick

Die Rally nach der Rally

Trotz der beachtlichen Jahresendrally 2012 geht es im neuen Jahr mit Gewinnen weiter. Zwar wartet die „Fiskalklippe“ immer noch auf eine langfristige Lösung, trotzdem erwarten Experten weitere Kursgewinne.

Ein Händler an der Frankfurter Börse. In der neuen Woche beginnt die US-Bilanzsaison. dpa

Ein Händler an der Frankfurter Börse. In der neuen Woche beginnt die US-Bilanzsaison.

FrankfurtDer Dax ist noch nicht am Ende. Selbst nach der 800-Punkte-Rally der vergangenen Monate sehen Börsianer noch gute Chancen für eine Fortsetzung des Dax-Höhenfluges. „Das Schreckgespenst der 'Fiskalklippe' ist zumindest vorübergehend verschwunden“, sagt NordLB-Aktienstratege Bernd Krampen.

Der US-Kongress hatte sich nach monatelangen Streitereien auf einen Haushalt geeinigt und damit drohende automatische Ausgaben-Kürzungen vorerst abgewendet. Gemeinsam mit auslaufenden Steuererleichterungen hätte dies die weltgrößte Volkswirtschaft über die sogenannte „Fiskalklippe“ in eine Rezession stürzen können.

„Der Kompromiss trägt aber nicht allzu lange“, warnt Aktienmarkt-Experte Carsten Klude von MM Warburg. Die US-Politik müsse schließlich noch Einsparungen beschließen. Diese Entscheidung sei lediglich verschoben.

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Dennoch rechnet auch Klude zunächst mit weiteren Kursgewinnen für den Dax. Schließlich fehle es immer noch an Alternativen. Viele der Investoren, die erst in der neuen Woche aus ihrem Weihnachtsurlaub zurückkehrten, würden daher bei ihren Anlage-Entscheidungen für 2013 voraussichtlich verstärkt auf Aktien setzen. Darüber hinaus erwartet Klude wie sein NordLB-Kollege Krampen Unterstützung durch die Konjunkturdaten.

„Die Risiken für 2013 sollen nicht klein geredet werden. Auch das neue Jahr wird grundsätzlich politische Gefahren bieten. Und auch die Euro-Krise ist sicherlich nicht vorbei.“ schreibt Robert Halver in seinem Jahresausblick für 2013. Dem stehe laut Halver jedoch die liquiditätspolitische Allmacht des internationalen Notenbankkartells gegenüber, die die Märkte stützen werde.

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Fed bereitet Kopfschmerzen

Für Verunsicherung und Überraschung sorgte zum Wochenende das Protokoll der Fed. Der Offenmarktausschuss der Notenbank sei sich demzufolge nicht ganz einig wie es mit den Anleihekäufen weitergehen soll. „Es bleibt abzuwarten, wie die Reaktion dann auf einen tatsächlichen Kurswechsel der US-Notenbank ausfallen wird.“, schreibt Thorsten Gellert von Forex Capital Markets in seinem Ausblick.

Konjunkturdaten im Blickpunkt

Bei den Konjunkturdaten ziehen am Dienstag die Barometer für die Stimmung der Unternehmen und der Verbraucher in der Euro-Zone die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich. Von Reuters befragte Analysten erwarten in beiden Fällen eine leichte Verbesserung.

Parallel dazu sollen die Zahlen zum Auftragseingang der deutschen Industrie veröffentlicht werden. Experten erwarten für November zwar einen Rückgang um 1,4 Prozent, nach einem Anstieg von 3,9 Prozent im Vormonat. Dies sei aber zu erwarten gewesen und damit eingepreist, sagt Aktienstratege Klude.

Kommentare (10)

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Tingeltangel-Bob

05.01.2013, 17:40 Uhr

Wieder ein Artikel, der typisch fürs Handelsblatt ist und für den schmalspurigen Handelsblatt-Journalismus exemplarisch ist!

Wenn ich schon "...sehen Börsianer noch gute Chancen für eine Fortsetzung des Dax-Höhenfluges" höre, werde ich ganz hellhörig, vielmehr aber extrem kritisch gegenüber weiteren Kursgewinnen.

Dieser Handelsblatt-Indikator, basierend auf chronischem Optimismus, ist der beste Belege, dass man mit fallenden Kursen zwangszweise zu rechnen und short-positionen zu eröffnen sind.

Ich bin ganz klar short.

Vorsicht vor solchen Handelsblatt-Artikeln!! Stichwort: Interessenkonflikt!!

Kleinanleger

05.01.2013, 18:00 Uhr

Der Begriff Ralley ist "ein weiters Feld" frei nach Fontane.Wenn mir jemand vor 13 Jahren, um die selbe Zeit, gesagt hätte,dass der DAX im Januar 2013 noch immer bei unter 8000 rumkrebst hätte ich ihn für völlig verrückt erklärt und ich glaube nicht nur ich,wenn wir alle ehrlich sind.

apol

05.01.2013, 19:02 Uhr

Es ist erstaunlich, dass man sich in Deutschland (zumindest in den Medien), anders als - soweit ersichtlich - in allen anderen westlichen Staaten, an der Entwicklung eines sog. Performance-Index orientiert. Es scheint sich noch immer nicht herumgesprochen zu haben, dass der DAX ein sog. Performance-Index ist, der ausgeschüttete Dividenden wie Kursgewinne berücksichtigt. Was ein Unternehmen in der Vergangenheit an Dividenden ausgeschüttet hat, erhöht aber offensichtlich nicht dessen heutigen Wert. Aussagekraft hat der Index nur insoweit, als näherungsweise die Entwicklung vergangener Anlageentscheidungen abgebildet wird. Als Grundlage einer Prognose der künftigen Entwicklung bzw. einer Anlageentscheidung ist ein Performance-Index demgegenüber ungeeignet. Der Stand des DAX spiegelt daher nur vor, das heutige Kursniveau der im DAX vertretenen Unternehmen sei vergleichbar mit dem des Jahres 2000. Ein Blick auf einen reinen Kursindex wie bspw. den FAZ-Index zeigt ein ganz anderes Bild. Das Aktienkursniveau ist von früheren Höchstständen weit entfernt!

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