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08.01.2012

10:13 Uhr

Dax-Ausblick

Die Schuldenkrise macht die Anleger weiter nervös

Die Schuldenkrise sorgt nach wie vor für Nervosität an den Märkten. Analysten rechnen in der kommenden Woche mit schnellen Richtungswechseln. Italien wird sich erneut an den Kapitalmarkt wagen.

Dax-Kurve an der Frankfurter Börse dpa

Dax-Kurve an der Frankfurter Börse

Frankfurt, DüsseldorfDie Sorge vor einer Ausweitung der europäischen Schuldenkrise wird nach Einschätzung von Börsianern auch kommende Woche die Stimmung am deutschen Aktienmarkt belasten. „Anleger müssen somit weiterhin mit schnellen Richtungswechseln rechnen und sollten daher unverändert Vorsicht walten lassen“, warnen die Analysten der Landesbank Berlin (LBB) in ihrem Wochenausblick. „Insgesamt sehen wir auf kurze Sicht mehr Abwärtsrisiken als Aufwärtschancen und werten die um den Jahreswechsel bei schwachen Umsätzen erzielten Kursgewinne lediglich als technische Reaktion.“

Auch die Analysten der DZ Bank bezweifeln einen stärkeren Kurssprung in absehbarer Zeit. Sie rechnen mit einem schwachen Wirtschaftswachstum im europäischen Währungsraum. In der ersten Handelswoche des Börsenjahres 2012 hatte der deutsche Leitindex rund vier Prozent zugelegt.

Mit weiter sinkenden Gewinnerwartungen rechnet Commerzbank-Analyst Gunnar Hamann. Auch für deutsche Firmen fallen die Gewinnerwartungen, da diese nicht gegen den Abschwung in der Eurozone immun seien, so der Analyst.

Analysten-Prognose für 2012 (Jahresendstand)

Baader Bank

Dax: 6.800; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,30 $

Quelle: Handelsblatt-Kapitalmarkt-Umfrage vom 29.12.2011

Bank Julius Bär

Dax: 6.700; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,25%; Euro/Dollar: 1,46 $

Bank Sarasin

Dax: 6.800; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,0%; Euro/Dollar: 1,35 $

Bankhaus Lampe

Dax: 7.200; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,38 $

Bayerische Landesbank

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,45 $

Berenberg Bank

Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,2%; Euro/Dollar: 1,40 $

Bethmann Bank

Dax: 6.200; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,25%; Euro/Dollar: 1,35 $

BHF-Bank

Dax: 6.350; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,30 $

BNP Paribas

Dax: 6.400; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,40 $

Citi

Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 1,5%; Euro/Dollar: 1,26 $

Commerzbank

Dax: 6.400; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,25 $

DekaBank

Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,6%; Euro/Dollar: 1,40 $

Deutsche Bank

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,0%; Euro/Dollar: 1,35 $

DZ Bank

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,0%; Euro/Dollar: 1,40 $

Ellwanger & Geiger

Dax: 6.200; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,85%; Euro/Dollar: 1,23 $

Fürst Fugger Privatbank

Dax: 6.250; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,65%; Euro/Dollar: 1,22 $

Haspa

Dax: 6.250; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,0%; Euro/Dollar: 1,30 $

Hauck & Aufhäuser

Dax: 6.300; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,7%; Euro/Dollar: 1,35 $

Helaba

Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,8%; Euro/Dollar: 1,45 $

HSBC Trinkaus

Dax: 5.700; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,6%; Euro/Dollar: 1,44 $

JP Morgan

Dax: 6.850; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,0%; Euro/Dollar: 1,38 $

LBBW

Dax: 7.500 (vorher: 6.500); Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,30 $

M.M.WArburg & Co.

Dax: 6.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,25 $

National Bank

Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,30 $

Natixis

Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,2%; Euro/Dollar: 1,35 $

Nomura

Dax: 7.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: k.A.; Euro/Dollar: 1,25 $

NordLB

Dax: 6.100; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,7%; Euro/Dollar: 1,25 $

Postbank

Dax: 7.250; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,25 $

Royal Bank of Scotland

Dax: 7.380; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 1,6%; Euro/Dollar: 1,37 $

Santander Cons. Bank

Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,8%; Euro/Dollar: 1,35 $

Société Générale

Dax: 5.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,1%; Euro/Dollar: 1,30 $

Syz & Co.

Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,25 $

UBS

Dax: 6.300; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,25 $

VP Bank

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,35%; Euro/Dollar: 1,30 $

West LB

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,7%; Euro/Dollar: 1,40 $

WGZ-Bank

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,3%; Euro/Dollar: 1,30 $

Jörg Rahn, der die Investitionsentscheidungen des Bankhauses Marcard, Stein & Co. verantwortet, rechnet zumindest für den Wochenauftakt mit einer leichten Erholung des Dax. Viele Investoren kehrten jetzt erst aus ihrem Winterurlaub zurück und hätten das eine oder andere nachzuholen.

Gleich am Montag wird das Thema Schuldenkrise wieder ganz oben auf der Agenda stehen. Denn der französische Präsident Nicolas Sarkozy besucht Bundeskanzlerin Angela Merkel im Kanzleramt - die beiden wollen ihre Marschroute für den für Ende Januar geplanten EU-Gipfel festzurren.

Daneben stehen einige Anleihe-Emissionen auf dem Terminplan. Sie gelten als Lackmus-Test für das Vertrauen der Investoren in das Krisenmanagement der Politik. Vor allem die Auktionen italienischer Papiere am Donnerstag und Freitag werden Anleger aufmerksam verfolgen. Das Land muss in den kommenden Monaten auslaufende Bonds im Volumen von mehreren Hundert Milliarden Euro refinanzieren.

Kommentare (6)

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Panik_vom_Feinsten

07.01.2012, 19:47 Uhr

Die Schuldenkrise macht die Anleger weiter nervös

Hä, auch am Samstag um 16:46h?

Was mich nervös macht ist diese pausenlose Nervösmache.

Es reicht doch, wenn die Redaktion am Montag wieder seine Untergangsstimmung auslebt. Nur ein ausgeruhter Geist, kann dann enthemmt total überzogene Überschriften produzieren. Überschriften, die das Hundeelend des Autors spüren lassen. Überschriften, bei denen sich jeder Leser fragt, was die denn im Tee hatten. Überschriften, bei denen man immer fragt, ob es hoffentlich der Notarzt noch rechtzeitig in die Kasernenstraße geschafft hat.
Ja, man muß auch mal ein Wochenende ausspannen!

Account gelöscht!

07.01.2012, 20:41 Uhr

Man sollte den Internet-Anschluss in der Psychiatrie einfach kappen !!!

Account gelöscht!

07.01.2012, 21:58 Uhr

Mich stört einfach die Überschrift zu diesem Artikel, in dem Anleger und Schuldenkrise in einem Atemzug genannt werden. In Verbindung mit dem Wort Anleger bietet sich das Wort „Guthabenkrise“ an, da dies ja nur die Kehrseite der Medaille ist. Und sollte es nicht die Absicht gewesen sein Angst zu erzeugen, weil die Schuldenkrise doch die 99% betrifft, so hätte man die ganze Sache mit dem Wort „Guthabenkrise“ abmildern können, weil es doch nur eine kleine Minderheit betrifft. Nun gut, am Ende wird es sicherlich eher die 99%, die Schuldner dahinraffen. Zur Vertiefung dieser Syntax vielleicht mal dieser unterhaltsamen aber durchaus ehrlichen Anwandlung folgen:

http://qpress.de/2011/12/05/schuldenkrise-eskaliert-jetzt-auch-noch-guthabenkrise/

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