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07.01.2017

10:56 Uhr

Dax-Ausblick

Die Spannung steigt auf dem Börsenparkett

VonJessica Schwarzer

Die Langeweile auf dem Parkett hat ein Ende. Die Börsenmusik spielt in der kommenden Woche ganz klar in den USA. Dort beginnt die Bilanzsaison, es stehen Konjunkturdaten an und von Notenbankern könnte es Impulse geben.

Auf Kursmonitoren verfolgen Händler und Analysten die Aktienkurse. dpa

Börse Frankfurt

Auf Kursmonitoren verfolgen Händler und Analysten die Aktienkurse.

DüsseldorfEs war kein fulminanter Auftakt, aber auch kein schlechter. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Dax sehr ruhig ins neue Jahr gestartet. Das war vor zwölf Monaten anders, damals stürzten die Kurse völlig überraschend ab – ausgelöst durch Sorgen um die chinesische und in der Folge um die globale Konjunktur. Es folgte der schwächste Start in der Geschichte des deutschen Leitindexes. 2017 beginnt da deutlich angenehmer. In einer ziemlich nachrichtenarmen Woche legte der Dax unter sehr geringen Schwankungen knapp ein Prozent zu.

In den kommenden Tagen dürfte wieder etwas mehr los sein auf dem Parkett. Nicht nur, dass viele Börsianer aus dem verlängerten Weihnachts- und Silvesterurlaub zurückkommen, sondern auch an der Nachrichtenfront tut sich wieder einiges – allerdings eher jenseits des Atlantik. „Die Wirtschaft in den USA bleibt das zentrale Thema“, sagt Tobias Basse, Aktienmarktstratege der NordLB. Erste US-Konzerne präsentieren ihre Bilanzen für 2016, zudem erwarten Analysten einen starken Anstieg der Einzelhandelsumsätze.

Das Geldvermögen privater Haushalte

Vermögen privater Haushalte

Nach vorläufigen Berechnungen der DZ Bank dürfte die Geldvermögensbestände der privaten Haushalte in Deutschland 2016 um rund 230 Milliarden Euro auf 5,7 Billionen Euro gestiegen sein.

Quelle: DZ Bank

Vermögenszuwachs

Damit ist das Geldvermögen der Deutschen um 4,1 Prozent gestiegen. Im Jahr zuvor waren es noch 4,8 Prozent. Dieser Trend dürfte anhalten.

Sparquote

Die Sparquote dürfte 2016 auf 9,8 Prozent gestiegen sein.

Sachvermögen

Die Sachvermögensbildung in Immobilien gewinnt im Vergleich zur Geldvermögensbildung an Bedeutung. Investments in Aktien und Aktienfonds bleiben gering.

Ausblick

Die DZ Bank rechnet mit einem weiter abgeschwächten Wachstum der Geldvermögensbestände der privaten Haushalte in Deutschland von 3,8 Prozent auf knapp sechs Billionen Euro bis Ende 2017.

Das könnte dem Dow-Jones-Index zum lang ersehnten Sprung über die psychologisch wichtige Marke von 20.000 Punkten verhelfen, den er am Freitag hauchdünn verpasst hatte. Davon dürfte natürlich auch der deutsche Aktienmarkt profitieren. „Die grundsätzlich positive Stimmung sollte kurzfristig anhalten“, sagt Basse.

In der abgelaufenen Woche war Dax-Anlegern ein wenig der Wind aus den Segeln genommen worden. Der deutsche Leitindex startete mit kräftigen Gewinnen in die erste Handelswoche 2017, dümpelte dann aber tagelang vor sich hin. Es fehlten einfach die guten Vorgaben aus den USA, wo der Dow Jones immer wieder an den 20.000 Punkten abprallte.

Geldvermögen: Gut gespart, schlecht angelegt

Geldvermögen

Gut gespart, schlecht angelegt

Das Vermögen der Deutschen ist auch 2016 wieder gestiegen, allerdings langsamer als im Jahr zuvor, zeigt eine Studie. Und das, obwohl die Deutschen immer mehr sparen. Dieser Trend dürfte anhalten. 

Nicht nur wegen dieses Rekords blicken die Anleger in der kommenden Woche in die USA. Es stehen einige Konjunkturdaten an, die US-Bilanzsaison beginnt und zahlreiche US-Notenbanker treten auf. Und natürlich rätseln Anleger knapp zwei Wochen vor seiner Amtseinführung weiter über Donald Trumps Wirtschaftspolitik. In der abgelaufenen Woche hatte er vor allem via Twitter für Wirbel gesorgt. Nach dem 20. Januar wird es dann mehr als 140 Zeichen auf dem Kurznachrichtendienst von ihm zu hören und lesen geben.

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