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20.10.2012

08:20 Uhr

Dax-Ausblick

„Es könnte Überraschungen geben“

Am Aktienmarkt dürfte es rundgehen: Die neue Börsenwoche steht im Zeichen der Quartalszahlen großer Dax-Firmen. Die Erwartungen sind nicht hoch. Analysten rechnen mit überraschenden Ergebnissen.

Händler an der Frankfurter Börse: Die heiße Phase der Bilanzsaison beginnt. dpa

Händler an der Frankfurter Börse: Die heiße Phase der Bilanzsaison beginnt.

DüsseldorfVier Dax-Konzerne und einige Unternehmen aus den hinteren Rängen läuten die heiße Phase der Bilanzsaison in Deutschland ein, etliche konjunkturelle Frühindikatoren werden erwartet, und in den USA steht der letzte Zinsentscheid vor den Präsidentschaftswahlen an.

Mit Prognosen für die weitere Richtung am Aktienmarkt tun sich Marktstrategen in diesem Umfeld schwer. Einerseits stützen den Experten zufolge drei Faktoren die positive Grundstimmung: das klare Bekenntnis Deutschlands zum Verbleib Griechenlands im Euro, Moody's Bestätigung des Investmentgrade-Ratings für Spanien und die Erwartung, dass ein Hilfsantrag aus Madrid an die EU nun bald kommen dürfte. Andererseits könnten politische Verzögerungen bei der Lösung der Schuldenkrise sowie unerwartet schwache Bilanzen schnell für eine Kehrtwende an den Märkten sorgen. "Entscheidend wird sein, wie stark sich die konjunkturellen Bremsspuren in den Ergebnissen und Ausblicken der Konzerne widerspiegeln", schätzt die Landesbank Berlin.

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Die Könige unter den Aktien

Mit Aktien Geld verdienen? Nichts leichter als das. Wer auf die richtigen Kandidaten setzt, dem kann fast egal sein, was an der Börse los ist. Die Könige unter den Aktien - und was sie gerade jetzt so attraktiv macht.

In der zu Ende gehenden Woche hat der Dax mehr als zwei Prozent zugelegt. "Nachdem bereits im Vorfeld die Erwartungen der Analysten spürbar gesenkt wurden, könnte es vielleicht die eine oder andere positive Überraschung geben", erhofft sich Marktanalyst Dennis Nacken von Allianz Global Investors von der Bilanzsaison. In den USA zeichnet sich dieser Trend bereits ab: Die Landesbank Berlin verweist auf Berechnungen, wonach mehr als die Hälfte der bislang vorgelegten Ergebnisse besser als erwartet ausgefallen seien.

Welche Aktien die Analysten verschmähen - Deutschland

Hannover Rück

Branche: Versicherung

Analystenurteile: 31

davon positiv: 7

positiv in Prozent: 23%

Vossloh

Branche: Maschinenbau

Analystenurteile: 18

davon positiv: 4

positiv in Prozent: 22%

Beiersdorf

Branche: Konsum

Analystenurteile: 36

davon positiv: 8

positiv in Prozent: 22%

Aixtron

Branche: Elektronik

Analystenurteile: 32

davon positiv: 7

positiv in Prozent: 22%

Rational AG

Branche: Großküchen

Analystenurteile: 11

davon positiv: 2

positiv in Prozent: 18%

Bang & Olufsen

Branche: Unterhaltungselektronik

Analystenurteile: 6

davon positiv: 1

positiv in Prozent: 17%

Puma

Branche: Bekleidung

Analystenurteile: 26

davon positiv: 4

positiv in Prozent: 15%

Merck KGaA

Branche: Pharma

Analystenurteile: 29

davon positiv: 4

positiv in Prozent: 14%

Fuchs Petrolub

Branche: Öl

Analystenurteile: 17

davon positiv: 2

positiv in Prozent: 12%

Fielmann

Branche: Handel

Analystenurteile: 18

davon positiv: 2

positiv in Prozent: 11%

Deutz AG

Branche: Motoren

Analystenurteile: 10

davon positiv: 1

positiv in Prozent: 10%

Douglas Holding

Branche: Handel

Analystenurteile: 13

davon positiv: 0

positiv in Prozent: 0%

SGL Carbon

Branche: Chemie

Analystenurteile: 16

davon positiv: 0

positiv in Prozent: 0%

Quelle: Factset, DZ Bank

Wie stark belastet die maue Konjunktur die Autohersteller?

Ziemlich skeptisch sieht Nacken aber den Berichten aus der Autobranche entgegen. So signalisiere der im September um elf Prozent gesunkene Pkw-Absatz in Europa wenig Verheißungsvolles. VW und Daimler informieren am Mittwoch und Donnerstag über ihre Geschäftsentwicklung. Beim Stuttgarter Konzern sind Anleger besonders gespannt auf den Ausblick; vor allem die Pläne für die Pkw-Sparte Mercedes-Benz interessieren. Schließlich fahren die Konkurrenten Audi und BMW schon länger höhere Renditen ein, und zuletzt kursierten Spekulationen über ein drei Milliarden Euro schweres Sparprogramm.

Von den Wolfsburgern erwarten Anleger Aussagen dazu, inwieweit die konjunkturelle Abschwächung ihren Geschäften in China und in Europa zusetzt. In Frankreich legen Peugeot Citroen am Mittwoch die Bilanz und Renault am Donnerstag die Umsatzzahlen vor. Aus dem Dax legen außerdem SAP (Mittwoch) und BASF (Donnerstag) Rechenschaft über das dritte Quartal ab.

Interessant werden dürften zudem die Zahlen von Puma oder Wacker Chemie (beide Mittwoch). Auf der anderen Seite des Atlantik dürfte die Apple-Bilanz ein Highlight werden. Ein eher kleiner Aufreger wird wohl der noch wacklig erscheinende Börsengang des deutschen Beleuchtungsspezialisten Hess. Nach einer Verlängerung der Zeichnungsfrist und einer Reduzierung der Preisspanne soll der endgültige Platzierungspreis voraussichtlich am Dienstag bekannt gegeben werden. Die Erstnotiz im Prime Standard könnte am 24. oder 25. Oktober erfolgen. Der Hersteller von Straßen- und Hausleuchten aus Villingen-Schwenningen im Schwarzwald plant einen Erlös von bis zu 42,6 Millionen Euro.

Kommentare (1)

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Sut-up

20.10.2012, 10:34 Uhr

meine Güte, was für ein schlechter Bericht unter einer noch schlechteren Überschrift. Geht's noch oder ist das Personal heutzutage soooo grottenschlecht ?

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