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05.07.2014

13:31 Uhr

Dax-Ausblick

Freie Fahrt für den Dax

Den Takt an den Märkten haben zuletzt vor allem die Notenbanken angegeben. Nun hoffen Investoren darauf, dass in den nächsten Monaten Unternehmensgewinne diese Rolle übernehmen werden. Aktienbären sind eine Seltenheit.

Noch steht die Ampel für den Dax auf grün. Imago

Noch steht die Ampel für den Dax auf grün.

DüsseldorfGetragen von der Hoffnung auf eine weltweite Konjunkturbelebung dürften die Aktienmärkte ihre Rekordjagd in der neuen Woche fortsetzen. „Nach der erfolgreichen Verteidigung der Marke von 9800 Punkten bleiben die Dax-Ampeln bis in den Spätsommer hinein auf Grün“, sagt Jens Klatt, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses FXCM. „Vielleicht hat der Dax sogar die Kraft bis zu einem Anstieg auf 10.500 Punkte.“ Dann werde ihm aber sicher die Luft ausgehen.

Auch Commerzbank-Analyst Markus Wallner rechnet mit weiteren Kursgewinnen – diese dürften allerdings nicht in den Himmel reichen. „Von den Unternehmensergebnissen für das zweite Quartal werden keine Impulse kommen, da sie wie im Vorquartal eher gemischt ausfallen dürften.“ Allerdings profitierten die Börsen weiterhin von der lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).

In der alten Woche legte der deutsche Leitindex etwa zwei Prozent zu und hielt sich knapp über der magischen Marke von 10.000 Punkten. In den USA kletterte der Dow-Jones-Index erstmals über die Schwelle von 17.000 Punkten und gewann in der feiertagsbedingt verkürzten Handelswoche rund 1,3 Prozent hinzu.

Die Positionen der Notenbanken sind erst einmal geklärt. Nun stellt sich die Frage, ob das Wachstum der Unternehmensgewinne die Liquiditätsspritzen der Notenbanken als wichtigsten Taktgeber ablösen kann. „Momentan fehlen noch die notwendigen Impulse seitens der Realwirtschaft“, so die aktuelle Bewertung des Research-Teams der DZ-Bank. „Verschiedene Indikatoren, wie zum Beispiel die seit Jahresbeginn rückläufige Entwicklung deutscher Exporte in verschiedene Schwellenländer, deuten darauf hin, dass auch das Zahlenwerk der Unternehmen zum zweiten Quartal noch fallweise enttäuschen wird.“

Auslandsanteil: Wem gehört der Dax?

Platz 10

Lanxess
Anteil ausländischer Investoren: 58 Prozent
Quelle: Ernst & Young, EY Global Consumer Banking Survey 2014

Platz 9

Eon
Anteil ausländischer Investoren: 59 Prozent

Platz 8

Merck
Anteil ausländischer Investoren: 66 Prozent

Platz 7

Daimler
Anteil ausländischer Investoren: 68 Prozent

Platz 6

Allianz
Anteil ausländischer Investoren: 71 Prozent

Platz 5

Bayer
Anteil ausländischer Investoren: 72 Prozent

Platz 4

Munich Re
Anteil ausländischer Investoren: 74 Prozent

Platz 3

Adidas
Anteil ausländischer Investoren: 74 Prozent

Platz 2

Linde
Anteil ausländischer Investoren: 80 Prozent

Platz 1

Deutsche Börse
Anteil ausländischer Investoren: 84 Prozent


Die Luft auf der Bewertungsseite werde zunehmend dünner, dennoch geht die DZ-Bank geht weiter davon aus, dass sich die Aktienmärkte im weiteren Jahresverlauf positiv entwickeln werden. Dafür werde unter anderem die konjunkturelle Entwicklung sorgen, die bis Jahresende Fahrt aufnehmen werde: „Dadurch sollten auch die Unternehmensumsätze und -gewinne deutlich profitieren und die Stimmung an den Börsen weiter im positiven Bereich verbleiben.“

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