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07.11.2015

14:07 Uhr

Dax-Ausblick

Im Bann der Notenbanken

Der Jobmotor in den USA läuft rund, jetzt spekulieren Anleger auf eine Zinswende der Fed. Mit gravierenden Folgen: Der Euro fällt zum Dollar und auch Gold verliert an Wert. Was Anleger in der nächsten Woche erwartet.

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Die Notenbanken machen derzeit die Kurse – und Anleger auf der ganzen Welt analysieren jede Aussage der mächtigen Herren und Damen des Geldes. Da wäre zunächst die US-Notenbank Fed. Viele Anleger erwarten ihre Zinswende im Dezember. Die Arbeitsmarktdaten für Oktober beflügeln Spekulationen auf eine Anhebung der Zinsen noch in diesem Jahr.

Die Zahl der neuen Stellen in den USA stieg im Oktober um 271.000, Ökonomen hatten nur mit 180.000 gerechnet. „Das war ein positiver Schocker. Die Fed wird jetzt wohl nicht umhin kommen, im Dezember die Zinsen zu erhöhen“, urteilte Metzler-Analyst Eugen Keller. Auch die getrennt ermittelte Arbeitslosenquote fiel um einen Tick auf 5,0 Prozent, während die Stundenlöhne anzogen.

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Quelle

„Aktien für Dummies“, Autoren: Christine Bortenlänger und Ulrich Kirstein. ISBN: 978-3-527-71018-8

„Nach zwei eher enttäuschenden Monaten zeigt sich der Arbeitsmarkt in den USA wieder robust“, kommentierte Helaba-Analystin Viola Julien. In Erwartung der Zinswende werden die Anleger die Äußerungen führender Mitglieder der Fed in der nächsten Woche auf die Goldwaage legen.

Der Euro fiel prompt auf ein Sechseinhalb-Monats-Tief von 1,07 US-Dollar. Nicht nur Währungen mussten Federn lassen. „Der erstarkte US-Dollar setzt Gold unter Druck“, sagt Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege der Deutschen Bank. Am Freitag fiel Gold deutlich unter die Marke von 1100 US-Dollar je Unze. Das Zwischenhoch vom Mitte Oktober scheint damit endgültig beendet.

„Höhere Zinsen versprechen mehr Rendite als Goldbarren im Tresor“, sagt Stephan. Außerdem mache das stabile Wirtschaftswachstum die Krisenwährung unattraktiver. „Nur Russlands Zentralbank baut als einzige große Notenbank noch Reserven auf − das wird zur Stützung wohl nicht genügen“, sagt Stephan. Auf Sicht dürfte die Goldnotierung daher weiter nachgeben.

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