Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.08.2014

13:39 Uhr

Dax-Ausblick

Keine Entwarnung für den Dax

Der Weg zurück zum Dax-Rekordhoch bleibt steinig. Auch in der neuen Börsenwoche könnten die politischen Krisenherde, vor allem in der Ukraine, den Leitindex belasten. Doch auch das Szenario für mögliche Kaufkurse steht.

Damit die Börsenampel wieder auf Grün springt, muss vorher der Ukraine-Konflikt gelöst werden. Imago

Damit die Börsenampel wieder auf Grün springt, muss vorher der Ukraine-Konflikt gelöst werden.

Frankfurt / Düsseldorf„Die Börsenampel für den Dax steht auf gelb, für einen Dreh auf grün bedarf es einer umfassenden Entspannung der Geopolitik und besserer Wirtschaftsdaten in Europa“, sagt Ayondo-Marktexpertin Sarah Brylewski.

Positiv aufgenommene Konjunkturdaten aus Deutschland und den USA hatten den Dax in der abgelaufenen Woche bis Freitagnachmittag zwar um rund 2,6 Prozent auf 9350 Punkte getrieben. Damit liegt er aber immer noch rund 700 Punkte unter seinem Höchststand von Ende Juni. Denn im Ukraine-Konflikt bleibt die Lage unübersichtlich: Für Nervosität an den Börsen sorgte zuletzt, dass Lastwagen eines russischen Hilfskonvois ohne Freigabe durch die ukrainischen Behörden in die Ostukraine eingefahren sein sollen. Händlern zufolge schürte das neue Ängste vor einer möglichen russischen Invasion.

Deshalb steht das Treffen des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit seinem ukrainischen Kollegen Petro Poroschenko kommenden Dienstag in Minsk unter besonderer Beobachtung. Mitten in der Krise nehmen die Staatschefs an einem Gipfel der Zollunion in Weißrussland teil, auch die Führungen Weißrusslands und Kasachstans sollen vertreten sein. "Das könnte ein Anfang sein für eine diplomatische Lösung im militärischen Konflikt in der Ostukraine, zudem könnte es Einblicke in die Haltung der Zollunions-Mitglieder zum Thema Assoziationsabkommen zwischen der Ukraine und der EU liefern", sagt ING-Ökonom Dmitry Polevoy.

Anleger fürchten, dass Russland und der Westen ihre Sanktionsschrauben immer weiter anziehen könnten - vor allem, wenn der Konflikt militärisch eskaliert. Damit könnten der ohnehin fragilen europäischen Konjunktur neue Rückschläge drohen. Denn im Zuge der Unsicherheit hielten sich Unternehmen bei Investitionen zunehmend zurück, betont HSBC-Analyst Thomas Amend. „Das macht sich bei den Auftragseingängen und folglich auch bei den Produktionsaktivitäten negativ bemerkbar.“ Für die kommenden Monate zeichne sich nur bedingt Besserung ab. Deshalb wird der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex im August Expertenschätzungen zufolge wohl erneut einen Rückgang auf 107 von zuvor 108 Punkten hinnehmen müssen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×