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05.05.2012

10:01 Uhr

Dax-Ausblick

Keine Frühlingsgefühle bei Dax-Anlegern

Die Berichtssaison, von der sich Dax-Anleger entscheidende Impulse verhoffen, läuft weiter auf Hochtouren. Außerdem schauen Anleger gespannt auf die Wahlen in Frankreich und Griechenland.

Ein Händler an der Frankfurter Börse: Die Berichtssaison geht weiter. Dax-Anleger warten gespannt. dpa

Ein Händler an der Frankfurter Börse: Die Berichtssaison geht weiter. Dax-Anleger warten gespannt.

Der Wonnemonat Mai wird wohl auch in der neuen Woche seinem Namen keine Ehre machen - zumindest für die Anleger an den europäischen Börsen bringt er bisher wenig Erfreuliches. Von der Kauflust, die zu Jahresbeginn die Börsen nach oben trieb, ist nichts mehr zu spüren. Ernüchterung ist eingekehrt: Die Politik und die Euro-Schuldenkrise werden die Börsen auch in der neuen Woche fest im Griff haben, denn in Frankreich und Griechenland wird am Sonntag gewählt. Die Anleger dürften daher Vorsicht walten lassen.

"Wir gehen vor dem Hintergrund der markanten politischen Unsicherheit, sich eintrübender Konjunkturperspektiven und der Schuldenkrise in nächster Zeit von einer stark schwankenden, eher abwärts gerichteten Börsenphase aus", prognostizieren die Analysten der Landesbank Berlin (LBB).

Börsenweisheit: Zeit der Börse den Rücken zu kehren?

Börsenweisheit

Zeit der Börse den Rücken zu kehren?

Der Blick auf den Kalender zwingt Anleger zum Handeln. Zumindest wenn sie an die alte Weisheit „Sell in May and go away” glauben. Aber erzielen sie wirklich eine Überrendite, wenn sie der Börse im Sommer fernbleiben?

Auch Aktienstratege Heinz-Gerd Sonnenschein von der Postbank äußert sich vorsichtig: "Die Belastungsfaktoren überwiegen im Moment, aber einen Einbruch sehe ich nicht, eher eine Korrektur." Bisher hat sich die alte Börsenweisheit "Sell in May and go away", also im Mai Aktien zu verkaufen und sich dann vom Markt zu verabschieden, schon bewahrheitet. In der zu Ende gehenden Woche hat der Dax zwei Prozent verloren. Am Freitag Nachmittag haben schlechte US-Arbeitsmarktzahlen den deutschen Leitindex stark belastet, er verabschiedete sich zwei Prozent tiefer bei 6561,47 Punkten ins Wochenende.

Showdown in Paris und Athen
Am Wochenende stehen zwei politische Top-Ereignisse auf der Agenda, die auch an den Börsen nicht spurlos vorüber gehen dürften: In Griechenland wird ein neues Parlament gewählt, und in Frankreich geht die Präsidentschaftswahl in die zweite und entscheidende Runde.

"Ein Wahlsieg des sozialistischen Kandidaten Francois Hollande dürfte in den Kursen weitgehend schon enthalten sein", sagt Aktienstratege Sonnenschein. In Umfragen liegt der Herausforderer von Präsident Nicolas Sarkozy vorne.

Charts der Woche: Die Kursraketen der Berichtssaison

Charts der Woche

Die Kursraketen der Berichtssaison

Starke Zahlen überzeugen Börsianer. Ein Autobauer sorgt ebenso wie viele Unternehmen der zweiten Reihe für erstaunliche Kursausschläge. Einige enttäuschen allerdings – mit entsprechenden Reaktionen.

Spannend dürfte auch die Wahl in Griechenland sein. Es wird damit gerechnet, dass die Griechen den beiden großen Parteien Neue Demokratie (ND) und Pasok die Quittung geben werden für ihren rigiden Sparkurs. Profiteure der Wahl werden wohl zahlreiche kleinere Parteien sein, die teilweise radikale Positionen vertreten.

Zuletzt hatte in den Umfragen die konservative ND unter Antonis Samaras mit gut 20 Prozent die Nase vorn, weil die Sozialisten unter dem ehemaligen Finanzminister Evangelos Venizelos noch stärker an Popularität eingebüßt haben. "Sollte die aktuelle Koalition nicht weiterregieren können, steigt das Risiko von Rückschritten im Reform- und Sparprozess", schreiben die Analysten der LBB.

Kommentare (14)

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Account gelöscht!

05.05.2012, 10:35 Uhr

Wieso sollte " Sell in May and go away " die richtige Strategie sein ? Alleine von den Dividenden meiner Aktien-Pakete kann ich bis zur nächsten Dividenden-Saison 2013 auskömmlich leben !

Wo_liegt_das_Geld

05.05.2012, 12:28 Uhr

Stimmt!

Was ich immer noch nicht verstehe, warum die deutschen Aktienkurse zwei- anstatt dreistellig sind.

Wo ist denn das ganze Rettungsgeld hingekommen?

Legen die tatsächlich das Geld weiterhin in Staatsanleihen an oder wo befinden sich die Billionen oder sind es noch Milliarden????

Sodener

05.05.2012, 13:10 Uhr

Auch wenn Hollande in Frankreich gewinnt wird im Dax nach unten nicht mehr viel gehen, wird schon seit 2 Wochen eingepreist (deshalb kein Sprung über die 6850) - gewinnt jedoch Sarkozy sind wir am Montag min. 150 Punkte höher (Shorteindeckungen der Zocker), und dann sehen wir uns mal die Zahlen der Dax-Unternehmen an...
Der Wahlausgang in Griechenland spielt nicht die große Rolle für die Börse.

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