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04.01.2014

09:17 Uhr

Dax-Ausblick

Mit frischen Impulsen ins neue Jahr

Gute Nachrichten aus den Euro-Krisenstaaten und ermutigende Zahlen für den US-Arbeitsmarkt stimmen Investoren optimistisch. Unternehmenszahlen gibt es dann ab kommender Woche: als erste sind die Fluggesellschaften dran.

Händler in Frankfurt: Die Akteure werden am Freitag auf den US-Arbeitsmarktbericht achten, denn von diesem hängt es ab, ob die Fed ihr Förder-Programm schon bei der nächsten Sitzung zurückfahren wird. dpa

Händler in Frankfurt: Die Akteure werden am Freitag auf den US-Arbeitsmarktbericht achten, denn von diesem hängt es ab, ob die Fed ihr Förder-Programm schon bei der nächsten Sitzung zurückfahren wird.

FrankfurtAuch wenn es nach den deutlichen Verlusten am ersten Handelstag des Jahres zunächst anders aussah: Anleger haben genug Gründe, auf eine anhaltende Rekordjagd im neuen Börsenjahr zu hoffen. Da wäre zum einen die nur sanfte Drosselung der Geldspritzen durch die US-Notenbank Fed. Zum Anderen ist es vor allem der erwartete wirtschaftliche Aufschwung. Erster wichtiger Impulsgeber könnten am kommenden Freitag die monatlichen US-Arbeitsmarktdaten werden.

„Die Luft nach oben wird dünner, aber es gibt nach wie vor gute Gründe dafür, dass neue Höchststände erklommen werden“, sagt Aktienstratege Tobias Basse von der NordLB. „Wir erwarten, dass der Dax innerhalb der nächsten sechs Monate die Marke von 10.000 Punkten nimmt.“

DWS-Prognose: Aktienmärkte

Aktienmärkte: Mehr Volatilität

Insgesamt dürfte es ein solides Jahr an den Finanzmärkten werden. Wir erwarten verhaltene Anstiege an den Kapitalmärkten, wenn auch nicht mehr so deutlich wie 2013. Allerdings rechnen wir mit einer höheren Volatilität.

Anhaltende Niedrigzinsen

Für den Kapitalanleger gilt angesichts des Niedrigzinsumfelds und der finanziellen Repression grundsätzlich: Er muss mehr ins Risiko gehen.

Unternehmensgewinne sind die Kurstreiber

Für die Aktienmärkte sehr optimistisch ist Henning Gebhardt, Head Europe, Middle East and Africa Equities. Er sagt: „In den vergangenen Jahren standen die Aktienmärkte unter dem Einfluss von Risikoaversion und Normalisierung. 2014 dürfte sich dies wandeln. Jetzt dürften die Gewinne der Unternehmen zum Haupttreiber werden. Dies sollte den Börsen in den kommenden zwölf Monaten weiteren Auftrieb geben.“

15 Prozent sind drin

Für die Fortsetzung des Kursanstiegs spreche auch, dass viele Investoren Aktien in ihren Depots immer noch untergewichtet haben. An den meisten Aktienmärkten sollten Renditen von bis zu fünfzehn Prozent erzielbar sein.

Europäische Aktien

An europäischen Aktien führt nach Ansicht der DWS-Experten kein Weg vorbei. Aktien in Europa seien historisch gesehen immer noch sehr günstig.

Solide: Zyklische Konsumgüter und Industrie

Investoren sollten zudem überlegen, auf konjunktursensitive Branchen zu setzen und Aktien aus den Bereichen zyklische Konsumgüter, Industrie und Finanzdienstleistungen über zu gewichten.

Wachstumsprofiteure: Small-Cap-Aktien

Small-Cap-Aktien dürften ebenfalls überdurchschnittlich von dem höheren Wirtschaftswachstum profitieren und sollten daher gegenüber Large-Cap-Papieren die Nase vorne haben. Anleger sollten Aktien zinssensitiver Unternehmen aus den Bereichen Versorger und Basiskonsum tendenziell untergewichten.

Vermehrt gute Nachricht aus den krisengebeutelten Euro-Ländern des Südens zeugen davon, dass die Rezession langsam auf dem Rückzug ist. Die Zahl der Arbeitslosen in Spanien sank im Dezember um 2,24 Prozent auf 4,7 Millionen. Das ist der zweitgrößte Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen.

„Da ist Licht am Ende des Tunnels“, sagte Rentenstratege Orlando Green von der Credit Agricole. In Italien war die Inflationsrate im Dezember auf den niedrigsten Stand seit mehr als vier Jahren gefallen. Auch die Nachricht, dass Griechenland vorhat, zum Jahresende zurück auf den Kapitalmarkt zu drängen, spricht für ein sich anbahnendes Wachstum.

Den Lohn für die Anstrengungen ernteten Spanien und Italien auf dem Anleihenmarkt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen spanischen Bonds fielen zeitweise auf ein Dreieinhalb-Jahres-Tief von 3,896 Prozent. Die Risikoaufschläge (Spreads) zu vergleichbaren Bundestiteln rutschten erstmals seit Mai 2011 unter die Schwelle von 200 Basispunkten. Die italienischen Spreads blieben zwar knapp über dieser Marke, notierten aber so niedrig wie zuletzt im Juli 2011.

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Getragen von dieser konjunkturellen Stabilisierung und einer Flut billigen Zentralbank-Geldes schaffte der deutsche Leitindex 2013 ein Plus von 25,5 Prozent. An den ersten beiden Handelstagen im neuen Jahr drückten dann Gewinnmitnahmen den Leitindex. Nach dem Freitagshandel schlugen auf Wochensicht Prozent an Verlusten zu Buche.

Die Bilanz seines US-Pendants fällt für 2013 ähnlich imposant aus: Auch der Dow-Jones-Index gewann mehr als ein Viertel auf 16.576 Zähler und damit so viel wie seit 1995 nicht mehr. Zu den US-Börsenstars des abgelaufenen Jahres zählen der Online-Videodienst Netflix, der Elektronik-Einzelhändler Best Buy und Facebook, deren Aktienkurse zwischen 100 und 350 Prozent anstiegen.

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