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03.08.2013

13:36 Uhr

Dax-Ausblick

Notenpressen könnten für Börsen-Rekorde sorgen

Auch in der nächsten Woche reißt die Flut an Quartalszahlen nicht ab. Derweil sorgt die Aussicht auf eine anhaltende Politik des billigen Geldes für Optimismus: Analysten sehen Potenzial für einen Rekordkurs der Börsen.

Dax-Tafel an der Frankfurter Börse: Analysten rechnen mit weiter steigenden Kursen. dpa

Dax-Tafel an der Frankfurter Börse: Analysten rechnen mit weiter steigenden Kursen.

FrankfurtBestärkt durch die Aussicht auf weiteres billiges Zentralbank-Geld könnten sich die Aktienmärkte in der neuen Woche zu neuen Höhen aufschwingen. Börsianer zeigten sich erleichtert, dass die Notenbanken in den USA und in Europa ihre ultralockere Geldpolitik fortsetzen wollen. „Gleichzeitig festigten die Daten die Überzeugung, dass sich die lange Konjunkturflaute langsam aber sicher ihrem Ende nähert“, konstatiert Alexander Dietzer vom Wertpapierhandelshaus Steubing.

Die Zinsen in der Euro-Zone sollen auf dem aktuellen Niveau oder darunter liegen, hatte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, jüngst bekräftigt. Auch US-Notenbankchef Ben Bernanke will den Geldhahn vorerst nicht zudrehen, auch wenn die Konjunktur anzieht und die Arbeitslosigkeit sinkt. Wann die Fed ihre milliardenschweren monatlichen Anleihenkäufe reduzieren wird, ist weiter offen.

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„Der Hauptantriebsmotor der letzten zwölf Monate, die Liquiditätsflutung der Notenbanken, steht den Kapitalmärkte somit vorerst weiter zur Verfügung und dürfte auch den Weg in die Aktienbörsen finden“, heißt es im Wochenausblick der Landesbank Berlin. Das könnte die Börsen auf Rekordkurs bringen.

An der Wall Street hatten die Leitindizes am Donnerstag bereits neue Bestmarken durchbrochen: Der breiter gefasste S&P 500 schloss erstmals über 1700 Punkten. Der Dow Jones endete mit 15.628 Zählern auf Rekordniveau, ein Wochenplus von bislang 0,4 Prozent. Auch der europäische EuroStoxx50 befindet sich seit Ende Juni auf Höhenflug und dürfte sein Jahreshoch von 2851 Punkten in Angriff nehmen, erwartet Thorsten Grisse, technischer Analyst bei der Commerzbank. Am Freitagmittag notierte er bei 2812 Zählern.

Kommentare (34)

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Matthes

03.08.2013, 14:26 Uhr

Die Börse
war einmal Abbild der Wirtschaftsstärke eines Staates. Heute ist sie nur noch Spielball der Finanzwirtschaft und wird nach Bedarf rauf- wie runter gesteuert. Dieser Missbrauch kostet vielen Firmen und Anlegern viel Geld. Es wäre besser, dieses system Börse ganz abzuschaffen!

Rechner

03.08.2013, 16:58 Uhr

O-Ton Landesbank Berlin
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„Der Hauptantriebsmotor der letzten zwölf Monate, die Liquiditätsflutung der Notenbanken, steht den Kapitalmärkte somit vorerst weiter zur Verfügung und dürfte auch den Weg in die Aktienbörsen finden“, heißt es im Wochenausblick der Landesbank Berlin.
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In Anbetracht der Tatsache daß die Geldmenge M3 des Euro seit Anfang 2010 mit einer Jahresrate von gerade 'mal 1,4% gestiegen ist, findet die "Liquiditätsflutung der Notenbanken" wohl allenfalls in Übersee statt.

Und kann auf in Euro denominierte Preise demzufolge keinen Einfluß haben.

...

Die Landesbank Berlin sollte abgewickelt werden.

Denn wenn derartiger blühender Unsinn den Kenntnisstand der dort versammelten Bankster wiederspiegelt sind weitere Verluste vorprogrammiert.

dot

03.08.2013, 17:22 Uhr

Im grunde werden nur die privaten Kreditrisken auf die Zentralbank aktuell in Euroland überlagert.

Die Geldmenge M3 wächst zwar nicht, aber der Mist, den uns dieses Geldsystem der kaum beschränkten Möglichkeiten plus inzestiöser Politik eingebrockt hat, ist nunmal da. Die sogenannte Geldmenge M3 ist viel zu hoch für die Wirtschaft. Die Fehler der Vergangenheit haben sich akkumuliert und der einzige Ausweg scheint zu sein, den gleichen fehler wieder zu begehen. Das ist die unterschwellige Kritik. Dass M3 nicht wirklich wächst, heisst ja nicht, dass es sich um wahnsinnige Entwicklungen habndelt, wenn eine Zentralbank immer grösseren Anteil an einer überdimensionierten Geldmenge erwirbt.

Schöne neue Welt. Mir im Grunde auch egal, wenn es die Jugend trifft nach meinem Tod. Dennoch ist das System an sich Bullshit.

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