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25.01.2014

09:18 Uhr

Dax-Ausblick

„Nun nimmt die Korrektur ihren Lauf“

Der Dax hat in einem Rutsch gut 400 Punkte verloren. Grund zur Panik besteht nicht – vorerst. Das entscheidende Ereignis steht in der kommenden Woche an: Der letzte Auftritt eines mächtigen Mannes.

DüsseldorfEs sah danach aus, als marschiere der Dax schnurstracks auf die 10.000 zu. Am vergangenen Dienstag erreichte der deutsche Leitindex ein neues Hoch bei 9794 Punkten. Doch am Ende der Woche ging er fast genau 400 Punkte tiefer aus dem Handel. Was war passiert?

Konjunkturdaten aus den USA und China fielen weniger erfreulich als erhofft. Das war der willkommene Anlass für Verkäufe, nachdem die Kurse im neuen Jahr ordentlich zugelegt hatten. Dass der Weg des Dax in den fünfstelligen Bereich holprig werden würde, darf eigentlich niemanden überraschen. „Als alle der Meinung waren, der fünfstellige Dax sei nur noch eine Frage von Tagen, fanden sich plötzlich keine Käufer mehr“, sagt Jens Klatt, Analyst bei FXCM. „Nun nimmt die Korrektur ihren Lauf, und wie immer an der Börse bieten sich bald wieder neue und billigere Kaufgelegenheiten.“

In der kommenden Woche steht allerdings ein Ereignis an, das alles verändern kann: Die Ratssitzung der Fed. Investoren rätseln, wie schnell die US-Notenbank ihre milliardenschweren Anleihekäufe zurückfahren wird. Es ist die letzte Sitzung unter der Leitung des scheidenden Fed-Chefs Ben Bernanke. Bislang hat die Fed ihre monatlichen Bondkäufe um zehn auf 75 Milliarden Dollar gekappt.

Die Handelsblatt-Anleger-Umfrage 2014

Welche Anlageklasse ist Ihr Favorit?

Aktien 58%
Gold 16%
Immobilien 6%
Liquidität 6%
Rohstoffe 4%
Unternehmensanleihen 3%
Private Equity 2%
Hedgefonds 1%
Staatsanleihen 1%
Ich weiß nicht 3%

Welcher Dax-Wert verspricht die höchste Rendite?

Commerzbank 14%
K+S 7%
Deutsche Bank 5%
BASF 5%
Deutsche Telekom 5%
Eon 5%
Daimler 5%
Volkswagen 4%
BMW 4%

Welcher Dax-Wert verspricht die niedrigste Rendite?

Thyssen-Krupp 12%
Eon 11%
Commerzbank 10%
RWE 8%
K+S 8%
Deutsche Bank 7%
Deutsche Telekom 4%

Welche Region schätzen Sie als Gewinner?

Westeuropa 34%
Nordamerika 24%
Fernost 15%
Lateinamerika 5%
Osteuropa 5%
Afrika 6%
Japan 3%
Australien/Pazifik 2%
Mittlerer Osten 1%
Ich weiß nicht 5%

Welcher Sektor ist Ihr Favorit?

Industrie 23%
Finanzwesen 17%
Basiskonsumgüter 11%
Gesundheitswesen 10%
Energie 8%
IT 7%
Roh-, Hilfs- & Betriebsstoffe 7%
Telekom 4%
Versorgungsbetriebe 4%
Nicht-Basiskonsumgüter 3%
Ich weiß nicht 6%

Wie entwickelt sich das Preisniveau in Deutschland (<1 Jahr)?

Deflation (<0% p.a.): 4 %
Preisstabilität (0%-2,0% p.a.): 79 %
Mäßige Inflation (2,1%-5,0% p.a.): 16 %
Starke Inflation (5,1%-15,0% p.a.): 1 %
Extreme Inflation (ab 15,1% p.a.): 0 %

Wie entwickelt sich das Preisniveau in Deutschland (1-5 Jahre)?

Deflation (<0% p.a.) 92 5 %
Preisstabilität (0%-2,0% p.a.): 34 %
Mäßige Inflation (2,1%-5,0% p.a.): 52 %
Starke Inflation (5,1%-15,0% p.a.): 8 %
Extreme Inflation (ab 15,1% p.a.): 1 %

Wie entwickelt sich das Preisniveau in Deutschland (5-10 Jahre)?

Deflation (<0% p.a.): 3 %
Preisstabilität (0%-2,0% p.a.): 21 %
Mäßige Inflation (2,1%-5,0% p.a.): 48 %
Starke Inflation (5,1%-15,0% p.a.): 21 %
Extreme Inflation (ab 15,1% p.a.: 7 %

Wie entwickelt sich das Preisniveau in Deutschland (>10 Jahre)?

Deflation (<0% p.a.): 3 %
Preisstabilität (0%-2,0% p.a.): 21 %
Mäßige Inflation (2,1%-5,0% p.a.): 48 %
Starke Inflation (5,1%-15,0% p.a.): 21 %
Extreme Inflation (ab 15,1% p.a.): 7 %

Die Umfrage

An der Anleger-Umfrage von Handelsblatt Online in Zusammenarbeit mit Financial.com haben sich insgesamt 2024 Leser beteiligt. Zeitraum: Anfang Januar 2014.

„Sollten die Notenbanker ihre Geldspritzen zunächst nicht weiter verringern, dürften die Märkte das sicherlich wohlwollend auffassen“, prognostiziert Wolfgang Duwe, Stratege bei der Bremer Landesbank. Auch ein neuer Anlauf auf die 10.000 Punkte sei am deutschen Aktienmarkt denkbar. „Diese Marke hat einfach eine zu große Anziehungskraft – früher oder später wird sie fallen“, sagt Duwe.

Andere sind sich da weniger sicher: Bernd Weidensteiner von der Commerzbank hält die Chance, dass die US-Notenbank ihre Anleihekäufe zurückfährt, für gar nicht so klein. Er rechnet mit einer Einschränkung der monatlichen Käufe auf 65 Milliarden Dollar.

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