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09.02.2013

16:47 Uhr

Dax-Ausblick

Rein in deutsche Standardwerte?

Der Dax hat in der vergangenen Woche einen Rückschlag erlitten. Analysten sehen das aktuelle Niveau als Einstiegschance. Andere hingegen schwören auf US-Aktien. Bei den Bilanzen und Konjunkturdaten bleibt es spannend.

Händler an der Frankfurter Börse. Die neue Woche könnte Einstiegschancen bieten. Reuters

Händler an der Frankfurter Börse. Die neue Woche könnte Einstiegschancen bieten.

In der neuen Woche dürfte sich der Aktienmarkt vom Kursrutsch erholen dürfen. Analysten glauben langfristig an eine Fortsetzung der Rally. Sie rechnen damit, dass viele Anleger die niedrigeren Kurse nutzen, um ihre Einkaufstour wiederaufzunehmen.

Neue Unsicherheiten rund um die Euro-Schuldenkrise hatten den Dax in der alten Woche um rund drei Prozent gedrückt. Korruptionsvorwürfe gegen Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy und die Furcht vor einem Comeback des ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi bei den Wahlen Ende Februar lasteten auf der Stimmung.

„Auch wenn die näher rückenden Wahlen in Italien für Unsicherheit sorgen könnten, sollte die aktuelle Korrektur als Kaufgelegenheit dienen“, zeigten sich indes die Analysten der Landesbank Berlin optimistisch. Aktienstratege Markus Wallner von der Commerzbank riet dazu, vor allem diejenigen konjunkturabhängigen Werte zu bevorzugen, deren Gewinnwachstum überproportional gegenüber zum Gesamtmarkt steigen könnte.

Wallner: „Dies gilt vor allem für Unternehmen, deren Hauptabsatzmärkte sich außerhalb Europas insbesondere in den USA und den asiatischen Schwellenländern befinden, da das Wirtschaftswachstum in Europa weiter hinter dem globalen Wachstum hinterherhinken wird.

Die Dividenden-Aristokraten in Deutschland

Fuchs Petrolub

Branche: Chemie
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 22,6 Prozent
Dividendenrendite 2013: 2,4 Prozent

Fresenius SE

Branche: Gesundheit
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 11 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1 Prozent

Fresenius Medical

Branche: Gesundheit
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 9,3 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1,3 Prozent

Fielmann

Branche: Einzelhandel
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 9
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 16,7 Prozent
Dividendenrendite 2013: 3,5 Prozent

Baywa

Branche: Agrar
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 9
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 10,6 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1,6 Prozent

SAP

Branche: IT
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 8
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 22,5 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1,6 Prozent

Münchener Rück

Branche: Versicherung
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 8
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 18,1 Prozent
Dividendenrendite 2013: 6,5 Prozent

Linde

Branche: Chemie
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 8
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 8,8 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1,8 Prozent

Henkel

Branche: Basiskonsum
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 8
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 8,2 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1,2 Prozent

Gerry Weber

Branche: Mode
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 7
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 15,6 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1,9 Prozent

BASF

Branche: Chemie
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 7
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 14,4 Prozent
Dividendenrendite 2013: 3,5 Prozent

Quelle: DZ Bank

Als Beispiele führte Wallner Adidas, BMW, HeidelbergCement und Hochtief an. Die europäischen Sektoren Banken, Telekom und Versorger sollten aus diesem Grund untergewichtet bleiben.

Auf fallenden Dax setzen?

Cyrille Urfer, der bei der Schweizer Bank Gonet über die Portfolio-Struktur wacht, traute den europäischen Börsen angesichts der ermutigenden chinesischen Konjunkturdaten weitere Kursgewinne zu. Aktienhändler Joe Neighbour von Central Markets riet dagegen, auf einen fallenden Dax und einen Anstieg des US-Index S&P 500 zu setzen. „Die Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung der USA sind unübersehbar, während die grundlegenden Probleme der Euro-Zone noch nicht gelöst sind.“

Welche Aktien die Analysten verschmähen - Deutschland

Hannover Rück

Branche: Versicherung

Analystenurteile: 31

davon positiv: 7

positiv in Prozent: 23%

Vossloh

Branche: Maschinenbau

Analystenurteile: 18

davon positiv: 4

positiv in Prozent: 22%

Beiersdorf

Branche: Konsum

Analystenurteile: 36

davon positiv: 8

positiv in Prozent: 22%

Aixtron

Branche: Elektronik

Analystenurteile: 32

davon positiv: 7

positiv in Prozent: 22%

Rational AG

Branche: Großküchen

Analystenurteile: 11

davon positiv: 2

positiv in Prozent: 18%

Bang & Olufsen

Branche: Unterhaltungselektronik

Analystenurteile: 6

davon positiv: 1

positiv in Prozent: 17%

Puma

Branche: Bekleidung

Analystenurteile: 26

davon positiv: 4

positiv in Prozent: 15%

Merck KGaA

Branche: Pharma

Analystenurteile: 29

davon positiv: 4

positiv in Prozent: 14%

Fuchs Petrolub

Branche: Öl

Analystenurteile: 17

davon positiv: 2

positiv in Prozent: 12%

Fielmann

Branche: Handel

Analystenurteile: 18

davon positiv: 2

positiv in Prozent: 11%

Deutz AG

Branche: Motoren

Analystenurteile: 10

davon positiv: 1

positiv in Prozent: 10%

Douglas Holding

Branche: Handel

Analystenurteile: 13

davon positiv: 0

positiv in Prozent: 0%

SGL Carbon

Branche: Chemie

Analystenurteile: 16

davon positiv: 0

positiv in Prozent: 0%

Quelle: Factset, DZ Bank

Diskussion um den Euro-Wechselkurs

Wie es in der Euro-Schuldenkrise weitergeht, dürfte am Montag und Dienstag Thema an den Finanzmärkten sein, wenn sich die Finanzminister der Euro-Länder in Brüssel treffen. Auf der Tagesordnung dürfte auch die Diskussion um den Wechselkurs des Euro stehen, die zuletzt insbesondere zwischen Frankreich und Deutschland geführt wurde.

Kommentare (16)

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Account gelöscht!

09.02.2013, 18:05 Uhr

Finger weg von amerikanische Aktien! Unglaubliche hohe Schulden und trotzdem hoch bewertet. Auf Basis der Assets sowie auf KGV Basis. Dagegen sind chinesische Aktien teilweise Faktor 10 unterbewertet. Siehe CGA, Agria, Seed usw

Account gelöscht!

09.02.2013, 18:44 Uhr

naja pauschalisieren kann man das nicht. gibt genug konzerne im dow, die extrem harte bilanzen haben. chevron, 12 mrd schulden, bei 21,5 mrd cash in der kasse, kgv signifikant unter dem daxschnitt, hohe ek quote etc. exxon hat auch ein niedriges kgv und eine sehr konservative bilanz. viele amerikanische werte haben auch ein sehr viel defensiveres geschäftsfeld (deutlich niedrigere volatilität) und haben daher ein hohes kgv, mcd, p&g, coca cola, general mills und viele mehr. nicht umsonst ist die performance vom sp500 oder dow auch deutlich stärker als vom dax, seit jahrzehnten. siehe dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/DAX unten bei "DAX und Dow Jones als Performanceindex
(mit Dividenden)"

Tomate

09.02.2013, 19:18 Uhr

Das EU Fass wackelt, warten wir mal die nächsten 2 Monate ab mit dem Risiko der vorgezogenen Neuwahlen in Spanien wg. der Schmiergeld Affäre - die EU wird immer unregierbarer aufgrund der desolaten nationalen Zustände wie Arbeitslosigkeit der Bevölkerung.
Die Profis haben doch bei knapp 7900 wieder verkauft, der ganze Anstieg liegt den aktuell niedrigen Zinsen zugrunde, das Kapital flüchtet in den vermeindlich letzten sicheren Zufluchtsort <<Aktien>> in der Hoffnung Unternehmensanteile sind gefeit vor Inflation/Geldentwertung weil die Unternehmen ihrerseits die Produktpreise anpassen.
Es bleibt spannend...

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