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27.01.2012

15:00 Uhr

Dax-Ausblick

Schuldenkrise gegen gute Konjunktur

In der neuen Woche wird Griechenland den Dax weiter belasten. Dafür könnte die amerikanische Wirtschaftslage für frischen Wind sorgen. Am Donnerstag legen Deutsche Bank und Münchener Rück ihre Geschäftszahlen vor.

Dem Dax steht eine Woche zwischen Schuldengipfel und Bilanzsaison bevor. Reuters

Dem Dax steht eine Woche zwischen Schuldengipfel und Bilanzsaison bevor.

Frankfurt, DüsseldorfAuch für den Dax wird auch die neue Woche aufregend. Auf der einen Seite könnten die amerikanische Wirtschaftslage und die Nullzinspolitik der amerikanischen Notenbank Fed für anhaltend gute Stimmung an den Märkten sorgen. Auf der anderen Seite vermiesen der weiterhin drohende griechische Staatsbankrott und die ansteigenden portugiesischen Renditen die Stimmung.

Vor allem die Diskussion über einen Forderungsverzicht der griechischen Gläubiger und über ein zweites Hilfspaket könnte den Dax in der kommenden Woche belasten. Ohne Schuldenerlass gibt es keine weiteren Hilfskredite von Euro-Staaten und Internationalem Währungsfonds (IWF). Ein freiwilliger Verzicht der privaten Gläubiger soll den Schuldenberg von insgesamt 350 Milliarden Euro bis 2020 auf eine Quote von 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts senken.

Doch die Verhandlungen ziehen sich hin. „Uns würde es nicht überraschen, wenn sich die Parteien erst Anfang März und damit in letzter Minute auf ein zweites Hilfspaket einigen“, schreiben die Commerzbank-Volkswirte Jörg Krämer und Christoph Weil in einem Kommentar. Spätestens Ende März, wenn eine Anleihe von mehr als 14 Milliarden fällig wird, droht die Zahlungsunfähigkeit.

Für den Dax lief die vergangene Woche recht gut - der Index gewann rund zwei Prozent und setzte damit den Aufwärtstrend des neuen Jahres fort. Lange halten wird der Aufwärtstrend nach Meinung der DZ Bank aber nicht mehr. „Wir warnen davor, die jüngste Entwicklung am Aktienmarkt fortzuschreiben“, schreiben die Analysten in ihrem Wochenausblick. Europa befinde sich am Rande der Rezession und die Konjunktur schwächele weiterhin. Das Gewinnwachstum europäischer Konzerne werde unter dieser Entwicklung leiden. Die Analysten der DZ Bank rechnen damit, dass sich das Börsenklima im Laufe der Berichtssaison zum vierten Quartal wieder verschlechtern wird.

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Die Anleger schauen nach langen Monaten der Konjunktursorgen wieder genauer auf die Unternehmenszahlen. Für welche das eine Rally bedeutet hat und für welche einen Kurssturz, zeigen die aktuellen Charts der Woche.

Optimistischer ist Markus Reinwand von der Helaba. Er sieht Raum für weiter steigende Aktiennotierungen - wegen vermehrter konjunktureller Lichtblicke, einer ultralockeren Geldpolitik dies- und jenseits des Atlantiks sowie einer Entspannung der Euro-Schuldenkrise. Die überdurchschnittliche Entwicklung im Januar hält Reinwand „für eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Anleger wieder zu einer offensiveren Ausrichtung ihrer Portfolios bereit und in der Lage sind“.

Kommentare (2)

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28.01.2012, 08:40 Uhr

Der DAX ist das Fenster zu den Emerging Markets mit preußischer Rechtssicherheit !

Account gelöscht!

29.01.2012, 09:12 Uhr

Nachdem der DAX mein Kursziel als (Nachburner der ausgebliebenen Jahresendrally) von 6500 im Januar erreicht hat, hier mein weiterer Ausblick bis Ostern:

Der DAX wird weiter steigen. Sicherlich nicht jeden Monat 500 Punkte. Aber 7000 sollten bis Ostern noch drin sein.

Begründung:

- ECB Liquidität

- massive Unterinvestiertheit institutioneller Anleger (werden bzw. müssen jeden Rückschlag begierig nutzen)

- Griechenland spielt an den Märkten keine große Rolle mehr (es wird eine Einigung geben, so oder so)

Einher mit der Entwicklung des DAX geht auch der Euro nach Trendumkehr weiter nach oben. Bis 1,40 sind hier möglich. Und ein steigender Euro war schon immer Treibstoff für steigende Märkte weltweit.

Wer noch (immer) nicht investiert ist kann nur hoffen, dass es Rücksetzer gibt. 6350 / 6400 sollten dann aber genutzt werden. Wer schon investiert ist, sollte seine Stopp-Loss-Marke zur Gewinnsicherung auf 6230 hochsetzen, und konsequent mit hochziehen (5 % unter Jahreshoch, Fachjargon: Trailing Stopp-Loss).

Einen schönen Sonntag an das ganze Forum !!!

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