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18.02.2012

11:31 Uhr

Dax-Ausblick

Showdown in Brüssel

Kommt das Rettungspaket für Athen, kommt es nicht, kommt es doch? Am Montag soll endlich die Entscheidung der Eurogruppe fallen. Ein positives Votum könnte den Dax kräftig anschieben und sogar über 7.000 Punkte treiben.

Ist ein Ende des Schuldenpokers um Griechenland in Sicht? dapd

Ist ein Ende des Schuldenpokers um Griechenland in Sicht?

Frankfurt, DüsseldorfVertagen, diskutieren, vertagen - so scheint die Devise rund um Griechenlands Schuldenproblem zu lauten. Nicht nur Politiker, auch Anleger und Investoren sind des ewigen Hin und Hers überdrüssig. Doch nun steht sie an: Die Entscheidung der Eurogruppe über das zweite Rettungspaket für Griechenland.

Mit der Annahme des jüngsten Sparpakets im griechischen Parlament sei bereits ein wichtiger Schritt für das zweite Hilfspaket getan, heißt es aus der DZ Bank. Aber noch fehle es an Garantien, dass die Sparpläne auch nach den Neuwahlen im April in Gänze umgesetzt werden. Daher bliebe die Stimmung an den Märkten und bei den Unternehmen störanfällig.

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Für Montag ist die finale Runde der Eurogruppe angesetzt. Entscheidet die Gruppe in Brüssel positiv, bekommt Griechenland neue Hilfen in Höhe von mindestens 130 Milliarden Euro. Ein positives Votum könnte außerdem den Dax kräftig anschieben. „Sollte sich die Eurogruppe auf ein Ja zu dem zweiten Rettungspaket einigen, dann wäre das ein positives Signal an die Märkte, und der Dax könnte stante pede die 7.000 Punkte nehmen“, sagt Aktienstratege Heinz-Gerd Sonnenschein von der Postbank. „Wenn es keine Einigung gibt, wäre das aber auch nicht tragisch, dann wursteln wir halt mit der Belastung im Nacken weiter vor uns hin.“

So oder so sind mit dem zweiten Rettungspaket nicht alle Schuldenprobleme vom Tisch. Die Commerzbank fragt in ihrem Wochenausblick, wie wackelig mit Portugal der nächste Dominostein sei. Ein zweites Hilfspaket wird auch für dieses Land immer wahrscheinlicher. Die Analysten der Commerzbank gehen aber davon aus, dass Portugal ohne einen Schuldenschnitt auskommen wird.

Große Sprünge trauen Aktienstrategen dem Dax dann allerdings nicht mehr zu. Nach der steilen Rally seit Jahresbeginn sei die „psychologische Hürde“ der 7.000 Punkte sehr hoch. „Die kräftigen Kurssteigerungen seit Herbst vergangenen Jahres haben dazu geführt, dass bei zahlreichen Marktteilnehmern deutliche Gewinne aufgelaufen sind“, schreibt die Landesbank Berlin. „Eine verstärkte Neigung zu Gewinnmitnahmen sollte somit nicht überraschen.“

In der alten Woche hat der Leitindex noch einmal 2,4 Prozent gewonnen und stand bei Börsenschluss bei 6848 Punkten. Am Freitag setzten Investoren darauf, dass sich die Eurogruppe auf das neue Rettungspaket einigen wird und trieben den Dax zeitweise auf ein Jahreshoch von 6874 Punkten. Das Plus seit Jahresbeginn liegt damit bei 16 Prozent. Dass die Börse trotz der Griechenland-Krise so stark zulegen konnte, führen Experten auf die großzügige Geldversorgung der europäischen Banken durch die EZB zurück. Die massive Liquiditätszufuhr und Tendenzen zu einer weniger restriktiven Geldpolitik in einigen Emerging Markets ließen die Risikoaversion zuletzt deutlich fallen, heißt es von den Analysten der Commerzbank in ihrem Wochenausblick.

Analysten der DZ Bank sehen die konjunkturelle Entwicklung in der Eurozone weiterhin als Unsicherheitsfaktor für die Aktienmärkte. In fast allen europäischen Ländern und auch in der Eurozone insgesamt schrumpfte das BIP im vierten Quartal 2011. Lediglich Frankreich konnte überraschen, denn dort wuchs das BIP.

Kommentare (6)

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Rainer_J

18.02.2012, 11:38 Uhr

Wieso sollte man ein Land retten, wenn es nicht mal reiche Griechen retten wollen? Griechenland hat (immer noch) einen Spitzensteuersatz von 40% und sehr viel Geld an der Steuer vorbei in der Schweiz deponiert.

Zum Vergleich: Deutschland hat einen Spitzensteuersatz von 47,48%, Österreich von 50% und Dänemark sogar 59%.

Die Griechen sollen und KÖNNEN sich also selbst retten!

Account gelöscht!

18.02.2012, 11:49 Uhr

Safety First !

Warum in einer fortgeschrittenen Bull-Marktphase nicht einmal eine konservative Dividenden- mit einer Covered-writing-Strategie verbinden, mit einem defensiv bisher wenig performten Wert wie EON (am Donnerstag selbst durchgeführt).

Kauf + 10000 EON mit 16,23 € (= ca. 5 % Depot-Anteil), und Verkauf 100 April-18 Calls mit 0,24 € Prämie. EON zahlt am 3/5. (voraussichtlich) 1 € Dividende (Aufwand: 32.500,00 € für EON-Aktien durch 5er Hebel-Finanzierung, abzgl. 2.400,00 € Credit für die Calls -> 30.100,00 €).

Sollte EON bis zum 20/4. die 18 € überschreiten, werden halt die Aktien zum Strike gecalled (Kursplus 10,9 % in 2 Monaten = ROI + 58,8 %). Falls nicht, kassiert man ein paar Tage später eine satte Dividenden-Rendite von 6,16 %. Hinzu kommt in jedem Falle die erhaltene Call-Prämie !

Account gelöscht!

18.02.2012, 12:06 Uhr

PAPPERLAPAPP - GRIECHENLAND IST PLEITE!
Mit Humor nehmen, dann gehts! So wie es die EZB vormacht, kann es Griechenland schon lange: Neue Bezeichnung für die Staatsanleihen:
H E L A U- A S und eine neue
W E R T P A P I E R K E N N U M M E R.
Originalität fehlt allerdings, Nachahmereffekt eben.

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