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20.05.2011

22:30 Uhr

Dax-Ausblick

Stärkerer Gegenwind am Aktienmarkt

Noch halten sich die Märkte stabil. Doch die Griechenland-Krise und negative Überraschungen aus den USA könnten den Anlegern die Stimmung vermiesen - und zu einer stärkeren Korrektur an der Börse führen.

Anleger schauen in der kommenden Woche vor allem auf die US-Konjunktur und den heimischen Ifo-Index. Quelle: dpa

Anleger schauen in der kommenden Woche vor allem auf die US-Konjunktur und den heimischen Ifo-Index.

Frankfurt, DüsseldorfIn der kommenden Woche stehen eine Reihe von Konjunkturdaten an, die wohl kaum Euphorie auslösen dürften. Besonders skeptisch sind Experten bezüglich des Ifo-Index und der US-Auftragsdaten. „Wir müssen uns darauf gefasst machen, dass sich die zuletzt doch recht positive Entwicklung am Markt nicht so fortsetzen wird“, sagt Aktienstratege Carsten Klude von MM Warburg. Der Höhepunkt der Wachstumsdynamik sei erreicht, in den nächsten Monaten werde die Konjunktur einen Gang zurückschalten.

Auch das griechische Schuldenproblem dürfte ein Belastungsfaktor bleiben. Die größte Sorge ist, dass die Staatsschuldenkrise zu einer Dauerkrise wird. Die Forderungen nach einer Umschuldung wurden zuletzt auch aus der Politik immer lauter, die Europäische Zentralbank (EZB) lehnt dies aber bislang kategorisch ab. „Diese ungewisse Situation wird die Märkte auch in den nächsten Monaten immer wieder temporär belasten“, schätzt die Landesbank Berlin.

In der zu Ende gehenden Woche hat der Leitindex Dax bereits knapp ein Prozent auf 7.322 Punkte nachgegeben. Das Plus seit Mitte April liegt aber immer noch bei rund fünf Prozent, seit Mitte März sind es noch mehr als zehn Prozent. Mittelfristig sehen die Experten den Dax auch weiter auf gutem Kurs. „Den Unternehmen geht es ja gut, und die Bewertungen sind angesichts der Gewinnsteigerungen moderat“, erläutert Klude.

Dritter Rückgang in Folge beim Ifo-Index befürchtet

Immer noch in den Gliedern sitzt vielen Investoren der dramatische Preisverfall an den Rohstoffmärkten vor zwei Wochen. Experten sind sich uneins darüber, ob er eine ernstzunehmende Konjunkturabschwächung eingeläutet hat oder lediglich eine Konjunkturdelle. Die jüngsten US-Wirtschaftsdaten scheinen eher die zweite Sichtweise zu stützen. Trotz einer sich abschwächenden konjunkturellen Wachstumsdynamik sehen die Experten der Landesbank Berlin keinerlei Gründe für ein Abdriften in eine erneute Rezession, von einem alarmierenden Zustand der Wirtschaft könne man nicht sprechen. Der Preisrückgang an den Rohstoffmärkten sei in erster Linie einer notwendigen Korrektur zum Ausgleich von Überhitzungserscheinungen geschuldet - und erst in zweiter Linie Vorbote einer Konjunkturdelle, so die Analysten. Neue Hinweise erhoffen sich Investoren von der US-Statistik zum Auftragseingang langlebiger Güter (Mittwoch). Die zweite Schätzung für das US-BIP folgt am Donnerstag.

Auf unserer Seite des Atlantik stehen Einkaufsmanagerindizes (Montag) und der Ifo-Geschäftsklimaindex (Dienstag) unter besonderer Beobachtung. Analysten gehen davon aus, dass sich die Stimmung bei den hiesigen Unternehmen und im gesamten Euroraum im Mai eingetrübt hat. Volkswirt Ralph Solveen von der Commerzbank weist darauf hin, dass der Ifo-Index auf den ersten Blick wohl höher liegen wird als im April. Dies hänge aber mit einer neuen Berechnungsweise zusammen, bereinigt dürfte sich ein anderes Bild ergeben. Solveen geht davon aus, dass sich vor allem die Geschäftserwartungen eingetrübt haben.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

21.05.2011, 06:57 Uhr

@ Andreas
"Auch sind die Beziehungen mit der Türkei zu vertiefen. Das jedenfalls ist mein persönlicher Wunsch. Die Türken sollten ihrerseits eine Vertiefung der Beziehungen mit der EU und insbesondere Deutschlands über die Religionsfreiheit begründen, was bitte auch europaweit ( also mit Russland) bestätigt wird."

...ehrlich gesagt habe ich das nicht ganau verstanden, was du damit meinst... solch ich das so verstehen..das in der Türkei keine Religionsfreiheit herscht und die christlichen Minderheiten
unterdrück werden. Dazu kann ich dir nur eins Sagen, fahr oder Flieg einfachmal runter und macht die dein eigenes Bild, anstatt dich von Bild Zeitung und Konsorten zu Informieren. Oder du stöberst in www...

Habe selber griechischstämmiger und armenischstämmiger Freunde und Bekannte die türkische Staatbürger, die dort geboren sind genau wie Ihre Eltern und Großeltern und Ihre Religionen Ausüben...übrigens war ich letztes Jahr mit denen auf der Prinzen Inseln vor Istanbul Link: http://tr.wikipedia.org/wiki/Dosya:Aya_Yorgi_Monastery.jpg und habe eine Kerze angezünder genauso wie die anderen muslimischen besucher...naja am besten machst du Dir selber ein Bild wenn du dahin fliegen soltest.

Es gibt aber auch fanatiker die für Geld oder aus Unwissenheit, politischer Überzeugung, sich für deren Zwecke als Attentäter engagieren oder werben lassen..solche gibst überall auf der Welt.

Mit deiner Behauptung das Europa nichts passieren würde, wenn die USA Bankrott gehen...liegst Du leider falsch !

Die EU und vorallem die Chinesen sind die größten Gläubiger der Amis und bei einer Bankrott, ist die ganze Weltwirschaft Betroffen.
Die Exporte würden Weltweit Sinken und somit die Arbeitslosigkeit und Staatsausgaben enorm in die höhe steigen...Gott bewahre uns davor.

Wünsch dir auch ein schönes WE.

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