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03.02.2012

20:03 Uhr

Dax-Ausblick

Steht den Börsen die achte Gewinnwoche bevor?

Sieben Wochen in Folge ein Gewinn - schafft der Dax das auch ein achtes Mal? Entscheidend dafür dürften die Schuldenverhandlungen in Griechenland sowie das Verhalten der Notenbanken sein.

Der Handelssaal von oben: Griechenland, Notenbanken und die Bilanzsaison werden den Dax in der kommenden Woche treiben. Reuters

Der Handelssaal von oben: Griechenland, Notenbanken und die Bilanzsaison werden den Dax in der kommenden Woche treiben.

Frankfurt, DüsseldorfFür den Dax ist die siebte Gewinnwoche in Folge zu Ende gegangen. Vor allem überraschend gute Daten vom amerikanischen Arbeitsmarkt ließen den Leitindex um 111 Punkte nach oben schnellen. Zum Ende der Börsenwoche erreicht der Dax mit 6766 Punkten damit den höchsten Stand seit Anfang August 2011. Im neuen Jahr hat er bereits rund 15 Prozent zugelegt. Das ist der stärkste Jahresstart seit Einführung des Leitindex.

Doch ein guter Jahresauftakt sichert keine gute Jahresperformance, warnen Analysten der DZ Bank. Die grundsätzlichen Risiko- und Belastungsfaktoren bestünden nach wie vor. Immerhin gehen die Analysten davon aus, dass es kurzfristig weiter positive Nachrichten geben dürfte. Eine Weile könnte der Dax allerdings noch zulegen. Mehr Geld von der Zentralbank, eine Aufstockung der Rettungsschirme oder eine schnelle Lösung der Schuldensituation in Griechenland könnten ihn beflügeln, so die Analysten.

Ob der Index eine weitere Gewinnwoche schafft, hängt von mehreren Faktoren ab. Zum einen schwelt die Schuldenkrise in Griechenland weiter. Ein Schuldenschnitt ist seit längerem geplant, die Verhandlungen ziehen sich jedoch hin. Die Hoffnung, dass das zweite Rettungspaket für Griechenland bereits Montag fertig sein könnte, ist geplatzt. Das geplante Treffen der Euro-Finanzminister wurde am Freitag erneut verschoben. Strittig ist nach wie vor, wie sich private Banken und Fonds beteiligen. Auch der genaue Anteil öffentlicher Geldgeber ist noch offen.

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Der Leitindex hat die siebte Gewinnwoche in Folge hingelegt.

Zuletzt hatte die EU-Kommission gefordert, neben privaten Gläubigern auch die Europäische Zentralbank EZB am Schuldenverzicht zu beteiligen. Bei Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble stieß dieser Vorschlag allerdings auf wenig Gegenliebe. Kritiker sehen in dieser Maßnahme eine verbotene Staatsfinanzierung. Befürworter meinen hingegen, dass die EZB wenigstens auf Zinsgewinne aus den billig eingekauften Papieren verzichten könnte. Neben den Griechen dürfte Portugal weiterhin im Fokus der Märkte liegen. Das Land muss immer höhere Zinsen für seine Anleihen zahlen und wird von einigen Marktbeobachtern bereits als nächster Pleitekandidat gehandelt.

Ein Risiko für den aktuellen Aufwärtstrend im Dax ist die Irankrise. Ein daraus folgender Ölpreisanstieg könnte die Kurse am deutschen und europäischen Aktienmarkt erneut stärker schwanken lassen, meinen Analysten der Commerzbank.

Kommentare (6)

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EckhardStephan

03.02.2012, 20:44 Uhr

Schmarren, Herrschaften, entscheidend sind die 500 Milliarden frisch gedruckten Euronen, die nach Anlage gieren. Da in der sogenannten Realwirtschaft gegenwärtig kein Blumentopf zu gewinnen ist, wird kräftig die Börse aufgepumpt. Das wird auch so weitergehen, denn der nächste Papiergeldberg ist bei der EZB schon in Arbeit und wir werden seiner Ende Februar ansichtig werden. Preisfrage: Wie wird die (Finanz-)Welt aussehen, wenn die in diesen Bergen schlummernden Vulkane ausbrechen??

Excel

03.02.2012, 20:55 Uhr

Na, klar wir leben doch in der besten aller Welten. (Sarkasmus)

Account gelöscht!

03.02.2012, 22:08 Uhr

Ist genau das selbe (idiotische) Spiel wie im August letzten Jahres:
Damals wollten alle durch die gleiche Tür raus, und der Markt sackte völlig unverständlich von 5500 auf 5000 ab. Und jetzt wollen alle halt wieder durch die selbe Tür rein, und der Markt rennt (getrieben durch ECB Liquidität) eben von 6500 auf 7000 hoch (und vllt. noch höher?). So einfach ist das.
Gut ist, wer dabei ist und seine Stopp-Loss-Marke zur Gewinnsicherung auf 6430 hochsetzt, und konsequent mit dem Markt immer weiter hochzieht (5 % unter Jahreshoch, Fachjargon: Trailing Stopp-Loss).

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