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06.06.2015

11:48 Uhr

Dax-Ausblick

Stürmisches Börsenwetter voraus

VonIngo Narat

Deutsche Aktien schwanken stark – an der Wall Street bleibt es noch ruhig. Nach oben springende Anleiherenditen und das Thema Griechenland sorgen für Unruhe. In der nächsten Woche werden Konjunkturdaten wichtig.

Anleger müssen sich an größere Schwankungen am Markt gewöhnen.

Stürmische Zeiten für Anleger

Anleger müssen sich an größere Schwankungen am Markt gewöhnen.

FrankfurtAn den Wertpapiermärkten spitzt sich die Lage zu. Das illustrieren die stark gefallenen Kurse bei den Anleihen und die anhaltende Korrektur bei Aktien. In Deutschland ist die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe in vier Wochen um fast einen Prozentpunkt nach oben geschnellt – nur knapp unter der Schwelle von einem Prozent war vorerst Schluss. Der Deutsche Aktienindex Dax ist von seinem historischen Hoch im April rund neun Prozent gefallen. Zehn Tage vor diesem Aktien-Top waren auch die Bundesanleihen auf ihrem Kurs-Hoch gewesen. Die Wochenbilanz des Dax ergibt einen Abschlag von einem Prozent.

Die wachsende Unsicherheit unter Investoren spiegelt sich in fallenden Kursen, aber auch steigenden Kursschwankungen (Volatilität) wider. Das illustrieren die sogenannten Volatilitätsindizes. Sie messen sie Schwankungsstärke von Wertpapierkursen, die sogenannte Volatilität. Der VDax ist in den vergangenen Wochen stark gestiegen.

Interessanterweise hat er sich von seinem Pendant zum US-Index S&P 500, dem Vix, in diesen Wochen abgekoppelt. An der Wall Street ist es also vergleichsweise ruhig geblieben. Die jüngste Kluft sei ein Novum, erklären die Experten der Analysefirma Wellenreiter-Invest. In den vergangenen Jahren entwickelten sich beide Schwankungsindizes sehr ähnlich.

„Zu vermuten ist, dass die S&P-500-Volatalität der Dax-Volatilität folgen wird“, urteilen die Analysten. Demnach wäre auch an der Wall Street mit stürmischerem Börsenwetter zu rechnen. Bisher liegt der marktbreite Aktienindex nur geringfügig unter seinem erst vor zwei Wochen erzielten Allzeithoch.

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Optimisten beruhigen sich mit der Geldpolitik der Notenbanken. Bisher gehen viele Börsianer davon aus, dass beispielsweise die Europäische Zentralbank keine starken Zinserhöhungen und Verwerfungen an den Anleihemärkten zulassen wird. Erst im Januar hatte EZB-Chef Mario Draghi ein großes Aufkaufprogramm für Staatsanleihen angekündigt und setzt dieses seit März um. Insoweit ist der rasante Renditeanstieg in so kurzer Zeit bereits eine Überraschung.

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