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31.08.2013

10:32 Uhr

Dax-Ausblick

Syrien-Krise und Fed halten Anleger auf Trab

In der kommenden Handelswoche dürften die Nervosität an den Börsen weiter steigen. Vor allem die Zuspitzung der Syrien-Krise und die Ungewissheit bezüglich der Fed-Geldpolitik bereiten den Anlegern Sorgen.

Händlern in Frankfurt bereitet die Syrien-Krise große Sorgen. Viele befürchten einen Flächenbrand im Nahen Osten. dpa

Händlern in Frankfurt bereitet die Syrien-Krise große Sorgen. Viele befürchten einen Flächenbrand im Nahen Osten.

FrankfurtWochenlang wurde nur über die Fed gesprochen nun rückt ein weiteres Thema in den Fokus. Die Syrien-Krise hat in der vergangenen Woche gezeigt, dass aus Vorsicht und Risikoscheu, schnell Angst und Panik werden können. Am Dienstag verzeichnete der Dax mit einem Minus von über zwei Prozent den größten Wochenverlust seit Juli. Zwischenzeitlich näherte sich der Leitindex bedrohlich nahe der 8000-Punkte-Marke.

"Anleger sollten die Lage in Syrien sorgfältig beobachten", raten die Experten der Landesbank Berlin (LBB). "Die Hauptgefahren für die Märkte liegen in einem Flächenbrand im Nahen Osten, einem weiteren deutlichen Ölpreisanstieg, der die sich gerade langsam erholende Konjunktur wieder abwürgen könnte, und einem offenen Konflikt mit Russland."

Der Ölpreis durchlief in der vergangen Woche einen Berg- und Talfahrt. Mit der Zuspitzung der Konfliktlage in Syrien und der konkreter werdenden militärischen Optionen, schoss der Ölpreis der Sorte Brent auf ein Wochenhoch von 116,94 Dollar. Als klar wurde, dass sich Großbritannien überraschenderweise nicht an einer Auseinandersetzung mit Syrien an der Seite der USA beteiligen würde, entspannte sich die Lage an den Ölmärkten – allerdings nur kurzfristig. Zum Wochenende wuchsen die Befürchtungen eines möglichen militärischen Alleingangs der USA, was den Ölpreis wieder in die Höhe trieb.

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Ausschlaggebend für einen militärischen Einsatz wird der UN-Sicherheitsbericht sein, der kommende Woche veröffentlicht wird. Sollte es zu einer Eskalation der Syrien-Krise kommen, dürfte der Ölpreis einen weiteren „geopolitischen“ Anstieg verbuchen.

Die Experten der Societe Generale gehen davon aus, dass ein solcher Anstieg in einem neuen Rekordhoch von 150 Dollar resultieren könnte. Dies hätte dann auch Einfluss auf die US-Geldpolitik, so die Bank.

"Ein steigender Ölpreis erhöht die Benzinpreise, was in den USA die erhoffte Konjunkturbelebung im zweiten Halbjahr zumindest verzögern könnte", betonen die LBB-Experten. Damit steige die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed ihr Ankaufprogramm für Anleihen und Immobilienpapiere im Volumen von derzeit 85 Milliarden Dollar monatlich nicht wie bislang erwartet im September zurückfahren wird.

Die totgesagten Goldmärkte erlebten in der vergangenen Handelswoche eine Wiedergeburt. Die Unsicherheit bezüglich der Syrien-Krise ließ einige Anleger umdisponieren. Zugunsten des Edelmetalls verließen sie ihre Aktienpositionen. Während der Dax in der vergangenen rund 2,4 Prozent niedriger schloss, stieg der Goldpreis um 2,4 Prozent.

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