Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.07.2013

11:16 Uhr

Dax-Ausblick

Von wegen Sommerloch!

Das Programm an der Börse bleibt straff. Quartalszahlen und Konjunkturdaten dürften die Anleger auf Trab halten. Dazu halten noch die Notenbanken ihre Sitzungen ab. Anleger sollten deshalb auf der Hut bleiben.

Händler an der Frankfurter Börse: „Diese Woche ist alles drin.“ dpa

Händler an der Frankfurter Börse: „Diese Woche ist alles drin.“

FrankfurtKonjunkturdaten in Hülle und Fülle, eine Flut von Quartalszahlen und gleich drei wichtige Notenbanksitzungen – von Durchatmen kann an den internationalen Aktienmärkten in der nächste Woche keine Rede sein. Beim Dax und Dow sei angesichts dieses straffen Programms in den kommenden Tagen alles drin, erklärten Marktbeobachter.

Langfristig dürfte es jedoch bergauf gehen, prognostizieren die Analysten der Landesbank Berlin (LBB) - dank anhaltend niedriger Leitzinsen und einer allenfalls marktschonenden Reduzierung der Anleihekäufe durch die US-Notenbank. Die Analysten der HSBC gehen von einer Drosselung des Kaufprogramms frühestens im Dezember aus.

Die Stimmung an den Börsen ist wieder deutlich besser als noch vor wenigen Wochen, als Bernanke die Börsen mit der Aussage schockierte das Anleihekaufprogramm in absehbarer Zeit zu beenden. „Mittlerweile haben sich die Märkte an diesen Gedanken gewöhnt und die Notenbanken ihre kurzfristig weiterhin sehr expansive Geldpolitik betont“, schreibt Daniel Zindstein von Gecam in seinem Marktkommentar.

So legen die Deutschen ihr Geld an

Top 7

Sicherheitsdenken dominiert sehr stark auch die Anlagestrategien männlicher Finanzanleger. 86 Prozent der befragten Männer können sich nicht vorstellen, bei Anlagen für eine höhere Rendite ein höheres Risiko in Kauf zu nehmen. Frauen sind aber offenbar noch sicherheitsorientierter: 96 Prozent von ihnen wollen bei der Geldanlage möglichst kein Risiko eingehen.

Top 6

Trotz des derzeit allgemein niedrigen Zinsniveaus können sich nur neun Prozent der Anleger vorstellen, bei künftigen Finanzanlagen mit einer höheren Risikobereitschaft gegebenenfalls eine höhere Rendite zu erzielen. Mit 91 Prozent legt die Mehrheit der deutschen Sparer einen großen Wert auf Sicherheit.

Top 5

Neben Festgeld und Tagesgeld würden die Verbraucher 2013 auch stärker in Immobilien, Gold und andere Edelmetalle investieren, wenn sie einen größeren Geldbetrag dafür zur Verfügung hätten. Den größten Zuwachs im Vergleich zu 2012 erleben Immobilien. 46 Prozent aller deutschen Anleger würden sich ein Haus oder eine Wohnung anschaffen. Auch die Krisenwährung Gold ist 2013 deutlich beliebter. Knapp 30 Prozent der deutschen Anleger würden sich größere Goldbestände zulegen.

Top 4

Während Frauen tendenziell stärker in Festgeld sowie Tagesgeld investiert sind, meiden sie Aktienanlagen noch in stärkerem Maße als Männer. Bei Fonds sind hingegen nur geringfügige, bei Immobilien, Gold und anderen Edelmetallen sogar überhaupt keine Unterschiede im Anlageverhalten von Männern und Frauen feststellbar.

Top 3

Im Jahr 2012 waren bei den deutschen Anlegern Festgeld und Tagesgeld die beliebtesten Anlageprodukte. Obwohl der Dax in diesem Jahr um rund 30 Prozent zulegte, rangieren börsennotierte Finanzprodukte erst deutlich danach. Gerade einmal jeder fünfte Deutsche investierte sein Geld in Aktien. Darauf folgten Immobilien mit knapp 17 Prozent. Das in der Krise besonders beliebte Anlageobjekt Gold lag mit gerade einmal neun Prozent ebenfalls auf den hinteren Plätzen.

Top 2

Trotz eines weiteren Euro-Krisenjahrs stieg der Dax 2012 auf ein neues Allzeithoch. Knapp die Hälfte (48 Prozent) der deutschen Anleger zeigte sich trotz der guten Kursentwicklung mit der Werteentwicklung ihrer Finanzanlage unzufrieden.

Top 1

Der Anteil der Deutschen, die 2012 einen nennenswerten Geldbetrag angelegt haben, steigt mit zunehmenden Alter erkennbar an. Mit knapp 65 Prozent stellen Deutsche ab 60 Jahren die größte Gruppe der Privatanleger.

Das zeigte sich vergangene Woche auch an der Wall Street. Der Dow Jones war am Dienstag auf ein neues Rekordhoch von 15.604,22 Zählern geklettert, insgesamt trat er an den vergangenen vier Handelstagen aber auf der Stelle.

Der Dax dagegen ist noch rund 300 Prunkte von seinem Allzeithoch bei 8.557,86 Zählern entfernt. In der vergangenen Woche hatten enttäuschende Unternehmensbilanzen dem deutschen Leitindex zu schaffen gemacht: Der Chemiekonzern BASF gab die Hoffnung auf eine Belebung in diesem Jahr auf, SAP legte schwache Zahlen vor. Siemens schockierte vor seiner Bilanzvorlage am Donnerstag mit einer Gewinnwarnung. „Die Dax-Berichtssaison ist sehr holprig angelaufen“, konstatierten die LBB-Analysten. „Sollte sich diese Tendenz fortsetzen, könnte der Dax zunächst in eine Konsolidierung übergehen.“ Auf Wochensicht verlor der Dax etwas mehr als ein Prozent.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×