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26.01.2013

17:03 Uhr

Dax-Ausblick

Vorsicht vor der rosaroten Rally-Brille

Analysten gehen von weiteren Höchstständen aus. Die 8.000-Punkte-Marke sei für den Dax kein Problem. Doch die Euro-Krise ist trotz mancher Schönrederei noch längst nicht ausgestanden. Anlegern drohen Rücksetzer.

Die Dax-Tafel an der Frankfurter Börse. In der neuen Woche geht der Bilanzreigen weiter. Reuters

Die Dax-Tafel an der Frankfurter Börse. In der neuen Woche geht der Bilanzreigen weiter.

DüsseldorfDie Bilanzsaison läuft auf Hochtouren. Anleger sind weitestgehend optimistisch und nehmen die Marke von 8.000 Punkten beim Dax in Angriff. Auf Wochensicht hat der Leitindex in der alten Woche rund zwei Prozent dank eines überraschend guten Ifo-Indizes dazugewonnen. Auch das Rekordhoch von 8.151 Punkten vom Juli 2007 ist nicht mehr weit entfernt.

Die Voraussetzungen für weiter steigende Aktienkurse sind nach Einschätzung der DZ Bank jedenfalls gegeben, denn in Europa habe sich die Schuldenkrise ebenso verflüchtigt wie in den USA die Debatte um die Fiskalklippe. Bei rekordniedrigen Zinsen und der immer noch günstigen Bewertung von Aktien stelle sich deshalb die Frage, ob 2013 der „große Wechsel“ aus Anleihen in Aktien bevorstehe.

Die Ratings der Euro-Länder

Belgien

S&P Rating: AA
Ausblick: Negativ
Moody's Rating: Aa3
Ausblick: Negativ
Fitch Rating: AA
Ausblick: Stabil

Deutschland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Estland

S&P Rating: AA-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Finnland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Frankreich

S&P Rating: AA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Griechenland

S&P Rating: B-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Caa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: B
Ausblick: Stabil

Irland

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Italien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Luxemburg

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Malta

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A3
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Niederlande

S&P Rating: AA+
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Österreich

S&P Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Portugal

S&P Rating: BB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba2
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: BB+
Ausblick: Negativ

Slowakei

S&P Rating: A
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Slowenien

S&P Rating: A-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Negativ

Spanien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Zypern

S&P Rating: B
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Caa3

Ausblick: Negativ

Fitch Rating: B-

Ausblick: Stabil

Andere Analysten sagen den Aktienbörsen mittel- und langfristig ebenfalls eine rosige Zukunft voraus, auch wenn die Experten der Landesbank Berlin auf kurze Sicht vor einer Konsolidierung an den Börsen warnen.

Die Deka-Bank sieht die Stimmung am Markt ebenfalls positiv: „Auch wenn die Rezession in Euroland im ersten Quartal noch nicht endet, so ist doch der Stimmungsumschwung bei Unternehmern und Konsumenten im Gang.“

Doch gerade das ist das Problem. Die Rezession endet nicht, doch die Stimmung bessert sich. Die Fundamentaldaten zeigen, dass es noch zu früh ist das Ende der Euro-Krise zu feiern. Zwar haben Draghi und Co. vor Monaten versprochen alles für den Euro zu tun, die Wirtschaften der Krisenländer insbesondere Spaniens Konjunktur zeigen jedoch wenig Besserung. Dass Investoren wieder bei den Anleihen der Krisenländer zugreifen ist eher ein Signal des Vertrauens in die Zentralbanken, nicht in die Länder selbst.

US-Ökonom Barry Eichengreen warnte in Davos vor einer voreiligen Entwarnung: Die Krise in der Euro-Zone sei noch nicht vorüber und keines der Probleme sei gelöst, sagte er der Nachrichtenagentur AP. Die Märkte seien lediglich „von unangemessenem Pessimismus zu unangemessenem Optimismus" übergegangen.

Euro-Krise: Kein Grund zur Beruhigung

Euro-Krise

Kein Grund zur Beruhigung

Politiker reden das Ende der Euro-Krise herbei. Investoren greifen bei Anleihen der Krisenstaaten zu. Wird also alles wieder gut? Die Euphorie könnte ins Gegenteil umschlagen. Besonders im Fokus steht ein Land.

Matt King, leitender Kreditstratege bei der US-Bank Citi bläst in dasselbe Rohr: „Die zugrunde liegenden Probleme der Euro-Zone sind alles andere als gelöst, und die Investoren haben sich zu sehr auf die EZB verlassen“, sagt er. Die Angst der Investoren sei – getrieben von der verzweifelten Suche nach Rendite in einem Niedrigzinsumfeld – in Gier umgeschlagen. Es bleibt spannend in Europa, die Krise ist noch nicht vorbei. Es ist noch zu früh die rosarote Rally-Brille aufzuziehen . Blind auf eine sich erholende Wirtschaft und auf steigende Kurse zu setzen könnte teuer werden.

Kommentare (11)

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Account gelöscht!

26.01.2013, 18:09 Uhr

Was war daran eigentlich so schwer zu verstehen an meinem letzten Kommentar hier im Handelsblatt-Forum Ende November (DAX-Stand ca. 7400):

"Die 7500 kommt so sicher wie das Amen in der Kirche, es ist nur eine Frage der Zeit. Daher Stopp-Loss zum Beispiel entlang der 90 Tage-Durchschnittslinie nach oben mitziehen, und die Gewinne laufen lassen." (Anm.: Damals ca. 7130, und momentan liegt er also bei ca. 7430). Respektive gilt gleiches für Aktien auch. Plain Vanilla.

Sollte sich also kein Privatanleger beschweren, nicht (mehr?) dabei zu sein. Und als Insti möchte ich auch nicht in der Haut stecken, diese Rally verpasst zu haben. Die Hausse nährt die Hausse.

Bis dann mal wieder in zwei Monaten bei über 8000. Ist jedenfalls wahrscheinlicher, als dass der ansteigende Stopp-Loss ausgelöst wird. The trend is your friend :-)

Bond

26.01.2013, 18:09 Uhr

Wenn alle glücklich sind dann ist Vorsicht angesagt wie immer nur wann ist die Frage

Account gelöscht!

26.01.2013, 19:00 Uhr

Wer den Abstand DAX und 200-Tage-Linie sieht, sollte wissen, dass in 1-2 Wochen ein Rückschlag von ca. 500 Punkten kommt.

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