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15.06.2013

15:16 Uhr

Dax-Ausblick

Wann kommt der Exit?

Der Dax bleibt im Bann der Fed. Anleger schauen auf die Notenbank und fürchten sich vor einer Drosselung der lockeren Geldpolitik. Experten warnen vor starken Schwankungen in der kommenden Handelswoche. Der Ausblick.

Der Bullenmarkt hängt am seidenen Faden. Sollte die Fed ihre Unterstützung zurückfahren, droht ein Kurssturz. dapd

Der Bullenmarkt hängt am seidenen Faden. Sollte die Fed ihre Unterstützung zurückfahren, droht ein Kurssturz.

FrankfurtDie ganze Woche wird gehandelt, Unternehmensmeldungen laufen ein, Konjunkturzahlen werden veröffentlicht und Kaufempfehlungen abgegeben. Doch alles wird obsolet, wenn nur die Wörter Fed, Anleihekaufprogramm oder Geldpolitik in irgendeinem Kontext erwähnt werden.

So geht das nun seit Wochen an den Börsen zu und so wird es auch in der kommenden Handelswoche zugehen. Entscheidend scheint einzig und allein die schwer zu beantwortende Frage zu sein, wann und in welchem Ausmaß die US-Notenbank Fed die geldpolitischen Zügel strafft.

Solange hinter dieser Frage ein Fragezeichen steht, bleiben die Börsen volatil und die Anleger nervös. "Nicht zu Unrecht", sagt Kapitalmarktstratege Carsten Klude von MM Warburg. "Nicht nur die Konjunktur, auch die Kapitalmärkte hängen am Tropf des billigen Geldes."

Die starken Schwankungen an den Märkten werden sich nach Einschätzung der Landesbank Berlin (LBB) nach der Fed-Sitzung am Mittwoch fortsetzen. Genau wie viele andere Experten erwartet das Institut zunächst unvermindert weiter laufende Fed-Anleihenkäufe.

Doch nicht nur in den USA, auch in Europa beziehungsweise im konkreten in Deutschland spielt das Pendant zur Fed, die Europäische Zentralbank, eine entscheidende Rolle für die Börsen. Hierzulande befasst sich das Bundesverfassungsgericht mit den Anleihekäufen der EZB. Geklärt werden soll, ob die unbegrenzten Staatsanleihenkäufe der Notenbank gegen europäisches Recht verstößt.

Sollten die Verfassungsrichter einen Verstoß erkennen, wäre es der Bundesbank untersagt die Beschlüsse des EZB-Rats zu befolgen, was faktisch einem Austritt aus der Euro-Zone gleichkäme. Die Verfassungsrichter sind sich ihrer weitläufigen Entscheidungsgewalt sehr wohl bewusst, weshalb ein negatives Votum der Richter ausgeschlossen werden kann.

Kommentare (11)

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pool

15.06.2013, 15:46 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Cassandra

15.06.2013, 16:01 Uhr

Es wird keinen Exit geben sondern einen Kollaps

1716 Bank General -> 1718 Bank Royal -> 1720 Bank Kollaps
2016 Zentralbank -> 2018 Bankenaufsichts Union -> 2020 Bank Kollaps

Das draghische Geld in dieser erneuten europäischen Draghödie wird in die Geschicht eingehen.

Was kommt danach?

Assignaten, die nur mit leeren Versprechen von den selben als Lügner entlarvten Politikern von bankrotten Staaten gedeckten sind, wird wohl kaum noch jemand akzeptieren, wenn das ganze Ausmaß dieses Ponzi Schemas rund um das draghische Schuldgeld öffentlich wird. Cassandra wirft einen Blick in die Zukunft...

Dudeneintrag aus dem Jahre 2030 (10 Jahre nach dem Zerfall der EU):

Draghisches Geld; Synonym: für werloses Falschgeld
Herkunft: im Zuge des Zerfalls der EU auf Grund der exzessiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank unter ihrem Präsidenten Mario Draghi, sprichwörtlich aus der vollkommenen Entwertung der damaligen Währung "Euro" entstanden: "Mit draghischem Geld bezahlen"

Charly

15.06.2013, 16:32 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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