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29.06.2013

15:49 Uhr

Dax-Ausblick

Wann kommt der Exit?

Anleger auf der ganzen Welt schauen auf die Notenbanken und haben dabei gleichzeitig die Konjunkturzahlen im Hinterkopf. In der kommenden Handelswoche werden dies die bestimmenden Themen für die Dax-Anleger sein.

Bulle oder Bär: Die Notenbanken entscheiden, wer an der Börse gewinnt. dpa

Bulle oder Bär: Die Notenbanken entscheiden, wer an der Börse gewinnt.

DüsseldorfBen Bernanke und Mario Draghi werden am Montag zum 25. Geburtstag des Dax zwar keine Torte in den Handelssaal der Frankfurter Börse tragen. Die volle Aufmerksamkeit der Aktienanleger ist ihnen in der neuen Woche aber gewiss. Denn angesichts der Furcht vor einem baldigen Ausstieg der Notenbanken aus der Politik des billigen Geldes verfolgen die Börsianer derzeit noch aufmerksamer als üblich alle Nachrichten, die Rückschlüsse auf die Strategie der Währungshüter zulassen könnten.

Da die Federal Reserve unter ihrem Chef Bernanke ihr Anleihenkaufprogramm von derzeit 85 Milliarden Dollar pro Monat von der Entwicklung des heimischen Arbeitsmarktes abhängig macht, stehen US-Jobdaten besonders im Fokus. Am Mittwochnachmittag (MESZ) präsentiert der private Anbieter ADP seine Jobdaten, bevor am Freitag der offizielle Arbeitsmarktbericht für Juni folgt. Von Reuters befragte Analysten rechnen mit einem leichten Rückgang der Arbeitslosenquote auf 7,5 Prozent - von dem Zielwert der Fed von sieben Prozent ist man dann nicht mehr allzu weit entfernt.

Was 2013 aus 100.000 Euro wurde (1.Halbjahr)

Silber

62.510 Euro

Brasilianische Aktien

73.320 Euro

Gold

74.490 Euro

Russische Aktien

83.690 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai Composite)

88.730 Euro

Türkische Aktien

90.210 Euro

Bundesanleihen

98.260 Euro

US-Treasuries

98.540 Euro

Sparbuch

100.032 Euro

Tagesgeld

100.930 Euro

US-Dollar

101.220 Euro

Deutsche Aktien

104.360 Euro

Öl (WTI)

105.550 Euro

Japanische Aktien

113.630 Euro

US-Aktien

115.280 Euro

Venezolanische Aktien

151.720 Euro

Große Aufmerksamkeit wird am Donnerstag auch EZB-Chef Draghi zuteil, der im Anschluss an die Zinsentscheidung der Zentralbank wie üblich der Presse Rede und Antwort stehen wird. Interessant dürften in diesem Zusammenhang die Arbeitsmarktdaten und die Markit-Einkaufsmanagerindizes für die Industrie in der Euro-Zone sein, die am Montag vorgelegt werden. Nach Ansicht von Postbank-Analyst Heinrich Bayer ist von der EZB aber keine Zinsänderung zu erwarten.

Zuletzt hatten sowohl Fed als auch EZB deutlich gemacht, dass die Sorgen der Märkte vor einer baldigen Straffung der jeweiligen Geldpolitik übertrieben seien. Die Landesbank Berlin (LBB) rechnet frühestens im Herbst mit einer Verringerung der Liquiditätszufuhr "in homöopathischen Dosen".

Die Hoffnung auf eine möglichst schonende Entwöhnung von den Geldspritzen der Notenbanken hatte den Aktienanlegern nach einer Schwächephase zuletzt wieder Auftrieb gegeben. Der Dow Jones erreichte deshalb bis Donnerstag ein Wochenplus von 1,5 Prozent, nachdem er am vergangenen Montag noch mit herben Abschlägen zu kämpfen hatte. Der Dax kam bis Freitagmittag auf ein Plus auf Wochensicht von 2,2 Prozent, nachdem er zeitweise wieder über die Marke von 8.000 Punkten gelugt hatte.

EZB-Ratsmitglied Christian Noyer hat die vorausschauende Strategie der Federal Reserve gelobt. Die US-Notenbank täte richtig daran, rechtzeitig und im voraus darauf hinzuweise, dass die geldpolitischen Hilfen verringert werden könnten.

Kommentare (13)

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puenktli

29.06.2013, 16:18 Uhr

Es wird keinen Exit geben, Herrschaften! Diese Leute können nur eines: Geld drucken. Niemand Es wird vermutlich einen inszenierten Crash geben - aber nicht von den Notenbanken aus. Vielleicht ein Hackerangriff, ein Krieg, oder sonst ein grosses Ereignis. Niemand von diesen Drogendealern will Schuld am Crash sein. Oder wie Marc Faber sagte: Wir werden noch QE 99 sehen.

Account gelöscht!

29.06.2013, 16:58 Uhr

Zur größten Verblüffung von Professor Bernanke steigen die Zinsen, obwohl sie das eigentlich nicht dürften.
Exit aus der Monsterdruckerei ?
Gar kein Gedanke daran !!!!! Im Gegenteil.
Es muß sofort noch mehr gedruckt werden.
Und es wird auch diesmal nicht funktionieren.

realist

29.06.2013, 17:07 Uhr

...........natürlich gibt es bald den Exit an den weltweiten Börsen. Es wird bald sein, weil eine Vielzahl von Faktoren den Aus- und Anschlag geben werden. Der Dax wird auch nicht weiter steigen, von wegen 9000 und mehr. Niemals, niemals. Selbst bei 8000 jetzt spürt der Markt die Mauer. Es wird bald knallen im Karton und der Dax auf 5000- 6000 zurückfallen. Kein Glaube dafür da? Ist ja auch verständlich, weil eine Vielzahl von Amateuren ohne Erfahrung im Markt sind. Aber sie müssen erst einmal bluten, ehe sie begreifen, wie gefährlich die Momentane Lage ist. Es wird so kommen wie oben beschrieben, vielleicht sogar schneller, als man annimmt, vor (3./4. Jahreshelfte). Die Nervosität ist groß, sie ist sehr groß................

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