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14.05.2016

12:28 Uhr

Dax-Ausblick

Wann kommt die Zinswende der EZB?

VonJens Hagen

Alle Anleger sprechen nur über den nächsten Zinsschritt der US-Notenbank. Doch wann verkündet die EZB eine Wende? Die wichtigsten Termine der Woche für Anleger, darunter eine mit Spannung erwartete Hauptversammlung.

Analysten rechnen mit mindestens einem Zinsschritt der US-Notenbank Fed in diesem Jahr. Getty Images

Analysten rechnen mit mindestens einem Zinsschritt der US-Notenbank Fed in diesem Jahr.

FrankfurtWeltweit blicken die Investoren auf die US-Notenbank Fed. Wann vollziehen die wichtigsten Notenbanker weltweit den nächsten Schritt ihrer Mini-Zinswende? Ein Blick auf die Märkte zeigt, was die Investoren erwarten. Und hier gibt es eine Veränderung.

Die Terminkontrakte signalisieren eine Wahrscheinlichkeit von 53 Prozent für eine Zinserhöhung in diesem Jahr, verglichen mit 45 Prozent noch zu Wochenbeginn. Eric Rosengreen, Präsident der Boston Fed, und Esther George, Präsidentin der Kansas City Fed, argumentierten Ende vergangener Woche dass die US-Notenbank Gefahr laufe, eine Aktiva-Blase zu schüren, wenn sie ein Handeln zu lange hinausschiebt. Sowohl Rosengreen als auch George sind in diesem Jahr im Offenmarktausschuss stimmberechtigt.

Solche Äußerungen spiegeln sich sofort an den Märkten wider. Der Euro stoppte seinen Höhenflug zum Dollar und notierte am Freitag zeitweise nur noch bei 1,1308 Dollar. Auf Monatssicht verliert die Gemeinschaftswährung knapp drei Cent weniger zum Höchststand 1,1614.

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Kaum ein Anleger blickt derzeit allerdings auf die Europäische Zentralbank (EZB). Die DZ Bank wagte jetzt eine Prognose, wann die EZB ihre Zinswende vollziehen könnte. Nach der Analyse des genossenschaftlichen Instituts könnte dürfte die EZB im Jahr 2017 damit beginnen, die Anleihekäufe langsam zurückzuführen. „Dieser Prozess wird unseres Erachtens lange dauern und könnte auch durch ein oder gar mehrere Pausen unterbrochen werden“, erklären die Analysten.

Der Prozess könnte sich bis in die zweite Jahreshälfte 2018 hineinziehen. „Eine erste Leitzinserhöhung könnte im ersten Halbjahr 2019 auf der Agenda stehen“, erklären die Analysten. Die Folge: Ein massiver Renditeanstieg bei Anleihen sollte damit auf Sicht der kommenden zwei bis drei Jahre ausbleiben.

Euro-Anleihen werfen demnach langfristig keine nennenswerten Renditen ab, zumindest wenn sie von solventen Staaten und Unternehmen ausgegeben werden. Im Umkehrschluss bleiben Aktien attraktiv. Wenn exogene Risiken wie etwa ein Brexit oder ein Wirtschaftseinbruch in China den Anlegern keinen Strich durch die Rechnung machen.

Ob es im Gesamtmarkt bei Aktien noch große Ausschläge nach oben geben kann, wird sich zeigen. Seit März pendelt der Dax in einer Range von plus/minus 400 Punkten um die Marke von 10.000 Punkten. Marktbeobachter sind uneins, ob der Leitindex in naher Zukunft einen klaren Trend nach oben oder unten zeigen wird.

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